128: Was Marken vom Drogeriemarkthandel lernen können

Shownotes

Marke, Story, Innovation. So denken Marken oft über ihr eigenes Produkt.

Der Handel denkt anders: Kategorie, Regal, Kunde. Und die Frage: Warum sollte dieses Produkt hier stehen? Darüber hat Nina mit Sebastian Wölke gesprochen – dem „Drugstore Guy“, ehemaligen Head of Category Buying bei dm, Gründer von No Planet B und Retail Coach.

Sebastian kennt beide Seiten: die Markenperspektive und die des Einkäufers. Und genau dieser Perspektivwechsel macht das Gespräch spannend. Denn ein gutes Produkt allein reicht im Handel nicht. Wer ins Regal will, muss vom Regal zurückdenken: Passt das Produkt in die Kategorie? Zum Kunden? Zum Preis? Zum Timing? Und welchen Mehrwert bringt es ins Sortiment?

Spannend ist auch sein Blick auf Eigenmarken. Die werden schneller, innovativer und hochwertiger – und die klassische Unterscheidung zwischen Handels- und Industriemarke verliert für viele Konsumenten an Bedeutung. Aber Sebastian sieht darin keineswegs das Ende der Marken. Im Gegenteil: Für klar positionierte Marken, die Innovation, Kategoriekompetenz oder Emotionalität mitbringen, sieht er weiterhin große Chancen. Schwieriger wird es für diejenigen, die wenig unterscheidbar sind und irgendwo in der Mitte stehen. Auch deshalb lohnt der Perspektivwechsel: Nicht die eigene Markenstory steht am Anfang, sondern die Frage, welchen Mehrwert die Marke für Kategorie und Kunde schafft.

Ein Gespräch über Drogerie, Marken, Eigenmarken, Category Management – und darüber, was Marken heute tun müssen, um im Regal relevant zu bleiben.

🎧 Jetzt die neue Folge FMCGvibes hören.

Transkript anzeigen

00:00:06: FMCG Wipes, dein One Stop Podcast

00:00:07: für FMC G und Handel Insights.

00:00:14: Wir sind Nina, Finn und Daniel.

00:00:16: Jede Woche gibt es hier kostenloses FMCg-Wissen für euch – und für uns!

00:00:20: Heute mit dem Druckeriemarktexperten Sebastian Woelke.

00:00:32: Das Spannende ist, wenn man die Seiten wechselt dann denkt man erst auf der Industrie Seite.

00:00:36: Ich möchte mal auf der Handelsseite sitzen da ist bestimmt alles einfacher und wenn man dann auf der handelsseiten ist, dann denkt mein ach so... So leicht ist es doch hier nicht.

00:00:43: ich gehe wieder auf die Industrie-Seite.

00:00:44: also beide Seiten haben ihre großen Herausforderungen.

00:00:46: Die Kunst des Einkäufer besteht eigentlich darin die beiden Wunschzettel zusammen zu brennen Und zu gucken.

00:00:52: wo gibt's da Synergien?

00:00:53: Wo gibt's Verschneidungen?

00:00:54: Wo können wir Dinge zusammen machen?

00:00:56: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge FMC G Vibes Heute mit Sebastian Wölke.

00:01:02: Herzlich willkommen, Sebastian!

00:01:05: Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich hier sein zu können.

00:01:08: Lieber Sebastian du kennst ja Marke und Handel aus ziemlich unterschiedlichen Perspektiven.

00:01:14: unter anderem hast Du bei Unilever gearbeitet im Brandmanagement und zuletzt im Category Management.

00:01:21: Danach bist Du zur DM gegangen auf die Handelsseite gewechselt fast dort Head of Category Buying Und jetzt bisher vor allen Dingen Unternehmer, also Geschäftsführer und Gründer von No Planet B. Zudem auch noch Retail Berater, ein breites Fachwissen was du hier an den Tag legst.

00:01:44: Bevor wir beginnen bevor wir einsteigen zunächst einmal zu dir persönlich wo kommst Du her?

00:01:50: Und wie kam es dazu, dass du dich zunächst für die markenherstellerseite entschieden hast?

00:01:55: Ja ich glaube das lag schon an meinem Wernegang oder an meinem familiären Background.

00:02:02: Meine Eltern hatten eine kleine Bäckerei und da haben sie schon täglich sozusagen... immer wieder auch probiert ihre Sortimente zu bearbeiten.

00:02:11: und ich habe eine Erinnerung daran, dass ich früher immer in dem Geschäft gerne Lakritz gegessen habe.

00:02:17: Das war so meine Lieblingssüßigkeit und die waren immer so schön hart weil Kauften sehr wenige Leute bei uns im Geschäft und dann hat meine Mutter irgendwann mal angefangen, so bunte Tüten daraus zu machen.

00:02:27: Und die zu kombinieren mit Harry-Bos und anderen Weingumisorten und hat sie dann bei uns auf die Theke gestellt.

00:02:33: Dann habe ich gemerkt dass die Lackritzen nicht mehr hart waren.

00:02:36: Die sind also sozusagen schneller verkauft worden.

00:02:40: Da habe ich mir die Frage gestellt wie kommt das denn?

00:02:43: So gut sich verkaufen?

00:02:44: und vorher waren die immer so schön hart.

00:02:46: Und ich hab dir eigentlich hart lieber gemocht, aber das war eine der ersten Erinnerungen wo ich gemerkt habe, wow!

00:02:51: Die Art und Weise wie man Dinge präsentiert, wie man sie platziert oder vermarktet hat irgendwie eine Auswirkung darauf, wie attraktiv das für die Menschen ist.

00:02:59: Das hat mein Interesse schon ganz früh geweckt und fand ich marken immer sehr spannend was in den Köpfen davor geht Und wie man so eine Marke aufbaut, wie man sie führt.

00:03:10: Und deswegen war mein erstes Ziel erstmal in die Markenindustrie zu gehen und da bin ich damals dann bei Unilevan Hamburg gestartet weil das natürlich ein super Unternehmen ist wo man auch vielen Markenerfahrungen sammeln kann.

00:03:23: Ja, Lechritz mag ich persönlich auch sehr es gibt ja auch den Lechritz Equator.

00:03:27: also von daher kann ich das sehr gut nachvollziehen genau Bei Unilever, ich meine das auch schon ja im Prinzip alle Disziplinen des Marketing durchlebt.

00:03:38: Also Brandmanagement, Category-Management und zuletzt Key Account Management.

00:03:45: Das heißt also auch hier nochmal die Frage was hast du hier besonders mitgenommen?

00:03:50: Was dir dann auch speziell auf der Handelsseite geholfen

00:03:53: hat?

00:03:53: Ja erst mal habe ich für mich im Marketing glaube ich sehr stark mitgenommen Dieses Gefühl, dass Marken auch viel mehr beeinflussen können und erreichen können als er alleine nur Umsatz und Profit.

00:04:07: Also die Station, die mich wahrscheinlich am meisten geprägt hat war, die damals auf der Marke darf.

00:04:11: Das war so die Zeit wo dann auch da diese Campaign for Real Beauty gestartet hat, wo es auch darum ging dieses Schönheitsideal in der Schönheitsbranche zu zu verändern, auch andere Frauen zu zeigen.

00:04:23: Nicht nur Models zu zeigen, nicht nur ganz dünne Models, sondern echte Frauen mit echten Kurven und... Da hat man gesehen, was das für eine Diskussion losgetreten hat.

00:04:36: Und ich wurde selten auf irgendeine Kampagne so stark angesprochen wie darauf.

00:04:42: Jeder wollte irgendwie darüber reden und die Produkte waren gar nicht so ein Mittelpunkt, aber es ging eben um diese Kommunikation So eine Power, die eine Marke hat.

00:04:52: Die kann in der Gesellschaft was Positives bewirken und das ist glaube ich etwas, was mich dann sehr stark auch weiter beeinflusst hat und wahrscheinlich am Ende auch dazu gefördert, dass ich dann irgendwann mal auch selber gegründet habe.

00:05:02: aber auch so.

00:05:02: diese positive in der gesellschaft war natürlich auch was, was sich dann auch am ende ein Stück weit wahrscheinlich zu dem getrieben hat wo es ja auch sehr stark um gesellschaftliche verantwortung geht.

00:05:11: Und das war sicherlich so einer der Erweckungsmomente in meiner Karriere.

00:05:18: Ja Der DM hat dich ja auch insgesamt sehr geprägt und begleitet dich ja heute als Unternehmer noch, weil du ja hier exklusiv gelistet bist.

00:05:27: Ja jetzt doch einmal zurück zum Übergang also von Unilever dann auch zu dem.

00:05:31: Du hast beide Seiten des Tisches kennengelernt Also auf der einen Seite die Marke, die ihr Produkt verkaufen möchte Auf der anderen Seite den Händler, der ein ganzes Regal Und eben auch eine ganze Kategorie entwickeln muss.

00:05:44: Wenn wir jetzt nochmal ganz konkret schauen bei DM Du bist dann Einkäufer geworden.

00:05:52: Was macht denn aus deiner Sicht einen guten Einkäufe aus?

00:05:56: Und was verstehen Marken vielleicht auch über den Einkauf häufig

00:06:01: falsch?".

00:06:02: Ja, man könnte vielleicht sagen der Einkauf hat ja zum Teil auch ein Imageproblem.

00:06:07: Man denkt natürlich ganz gerne auf die Industrie Seite so an den bösen Einkäufern und an Verhandlungsmacht und an Druck.

00:06:16: Das Spannende ist, wenn man die Seiten wechselt dann denkt man erst auf der Industrie Seite.

00:06:20: Ich möchte mal auf der Handelsseite sitzen da ist bestimmt alles einfacher.

00:06:22: und wenn man dann auf der handelsseiten ist dann denkt Man ach so so leicht ist es doch hier nicht.

00:06:26: ich gehe wieder auf die Industrie seite.

00:06:28: also beide Seiten haben ihre großen Herausforderungen Und ich glaube das erstmal zu akzeptieren und anzunehmen ist schon ein erster Schritt.

00:06:34: ich glaube einen guten Einkäufer macht aus dass ja Dass er in der Lage ist, das hat Götze Werner schon einmal gesagt die Dinge in Einklang zu bringen.

00:06:41: Also wie Anforderungen und Wünsche der Industrie.

00:06:44: Die kommt natürlich mit vielen vielen, wenn da ganz lange Wunschliste auf den Handel zu und gleichzeitig hat natürlich ein Händler viele, viele Anforderung und eine klare Richtung in die er sich selber entwickeln will.

00:06:56: Und dann ist natürlich die Kunst des Einkäufer besteht eigentlich darin die beiden Wunshzettel zusammenzubrennen und zu gucken, wo gibt's da Synergien?

00:07:04: Wo gibt es Verschneidungen?

00:07:05: Wo können wir Dinge zusammen machen.

00:07:07: Und nicht nur im Konflikt zu denken sondern in der Kooperation natürlich sehr stark.

00:07:12: Am Ende gibts glaube ich ja zwei Arten aus Sortimenten zu gestalten.

00:07:15: das eine ist man kann das ganze einkaufsorientiert machen und versuchen sehr stark eben natürlich das zu machen wofür die Markenartikel auch bereit sind zu bezahlen oder Sortiment auch abverkaufsorientiert machen und der ist sicherlich war damals sehr stark.

00:07:32: Und heute auch noch auf der Seite der Endkunden.

00:07:35: also ein ab verkaufs orientiertes Sortiment zu bauen, das hat mich als Mitarbeiter eben auch immer sehr stark motiviert da sozusagen dabei zu sein.

00:07:45: Das lernt man ja schon selber beim Einkaufen kennen.

00:07:49: wenn ich in einen Markt gehe oder supermarkt gehe wo ich kaum reinkomme weil so viel zwei Platzjungen Display stehen dann weiß ich dass Eine Sortimentsgestaltung im Sinne des Endkunden ist, sondern dass das offensichtlich eine einkaufsorientierte Gestaltung ist.

00:08:05: Und bei DEM war das immer anders und das hat mich sehr motiviert.

00:08:10: Bei DEM War das immer Anders?

00:08:12: Das würde ich gerne noch mal vertiefen weil DEM hat ja auch sehr spannende Grundsätze um sich einmal grundsätzlich als Drogeriemarkt abzugrenzen aber auch abzuggrenzen von dem LEH.

00:08:25: Würdest du uns hier gerne einen Einblick geben?

00:08:27: Ja, also ich meine der M versucht natürlich als Druckist sozusagen da den klassischen Drogerie Kategorien sehr treu zu bleiben.

00:08:34: Also ich beobachte das natürlich heute ein Stück weit weiter aus der Entfernung als damals im Unternehmen aber ich glaube die in Prinzipien ist man bis heute treu geblieben.

00:08:41: Sehr stark sich auf die Kernkompetenzen zu fokussieren.

00:08:45: Das heißt man hat natürlich die klare Fokussierung auf Schönheitskategorien, Gesundheitskategorie, Baby-, Haushalts-Kategorie und Foto.

00:08:54: Jetzt kommen natürlich sehr stark Services dazu.

00:08:57: aber der Vorteil der Drogisten oder jetzt auch von Rossmann Müller DM ist einfach dass sich die Gesellschaft natürlich als Leistungsgesellschaft immer mehr in diese Richtung hin entwickelt beziehungsweise das die Nachfrage nach Produkten die mich irgendwie schöner machen produktiver machen attraktiver machen leistungsfähiger machen langlebiger machen natürlich sehr stark nachgefragt wird.

00:09:17: Das sind da mehr oder weniger die Trends, die wir in vielen Kategorien sehen und das ist ja das Kernernversprechen eines Drogeriemarkts und deswegen passt dieser Zeitgeist, indem wir uns gerade befinden, glaube ich, sehr gut zu diesem Kanal wo es eben am Ende doch um solche Themen geht wie werde ich schöner?

00:09:36: Wie werde ich gesünder?

00:09:37: Wie lebe ich länger gesund?

00:09:40: Wie bleibt meine Familie länger gesund?

00:09:43: Und das sind Themen und Fragen, die über den Trends zum Teil als Meta-Motivationen für die Menschen stehen.

00:09:53: Dazu passt das Geschäftsmodell um die Sortimente von Drogeriemärkten exzellent.

00:09:59: Was mich auch in unserem Vorgespräch noch besonders beeindruckt hat ist ja das Prinzip des Wegklassens.

00:10:06: Könntest du da nochmal eingehen?

00:10:09: Ja genau!

00:10:10: Das hat mich bei der EM auch mal fasziniert.

00:10:13: Viele Menschen sehen natürlich das, was DM anbietet und haben so dieses Gefühl ach wenn sie da etwas kaufen dann ist es wahrscheinlich hochwertiger.

00:10:21: gesünder macht mich schöner als wenn ich vielleicht das gleiche Produkt woanders gekauft habe.

00:10:25: Und es liegt eben auch zum Teil daran dass dem auch ganz bewusst auf Sachen verzichtet.

00:10:32: und man sagt ja auch entscheidend heißt verzichten und in dem Sinne verzichtet man auf ganz große kategorie und es fällt vielen menschen gar nicht auf.

00:10:39: aber natürlich gibt's bei dem Keinerlei Tabakwaren, ich stehe nicht an der Kasse und sehe die Schockbilder der Tabak-Unternehmen.

00:10:47: Ich habe keine Spirituosen, ich hab kein Alkohol oder klassischen Süßwaren.

00:10:53: Viele Dinge, die von diesem Gesundheitsimage ein Stück weit ablenken würden oder dieses Gesundheitsimage auch ein Stück weiter.

00:11:00: vielleicht sogar negativ beeinflussen könnten, werden weggelassen.

00:11:04: Auch wenn man da auf ganz viele Umsatz- und riesige Kategorien verzichtet.

00:11:09: Das hat mich immer als Mitarbeiter schon sehr fasziniert weil im Konzern ist es natürlich so dass man schon fairerweise sagen muss das was umsatz bringt wird in der Regel gemacht und da ist das mit dem Verzichten immer sehr schwierig wenn man personotiert ist.

00:11:21: aber wenn ein Unternehmen eine langfristige Vision hat und einen langfristigen Plan, dann ist es möglich auch solche Sachen zu verzichten die auch Umsatz bringen würden.

00:11:31: Und das zeigt eben dass es doch langfristig zu einem sehr starken Image beiträgt wenn man so eine langfristiger Vision und ein klarem Plan verfolgt.

00:11:42: Ja und das Prinzip des Wegklassens hat dich dann ja auch so gesehen zu deiner eigenen Gründung geführt, die Gründungen zusammen mit seiner Frau.

00:11:55: Was genau war für euch hier der Startpunkt?

00:11:59: An welchem Punkt steht die jetzt aktuell?

00:12:01: Genau, das Ganze ist ja ganz klein gestartet.

00:12:03: Das war mehr oder weniger eine Idee am Küchentisch.

00:12:05: also wir sind ja beide so aus der Beauty-Industrie und aus der Konsumgütterindustrie haben beide unterschiedlichen Rollen gearbeitet.

00:12:12: schwerpunktmäßig in Schönheitskategorien sind dann irgendwann Eltern geworden.

00:12:16: und da stellt man sich natürlich schon irgendwann die Frage was kann man vielleicht selber auch als Mitarbeiterin diesen Kategorieren machen um das ein Stück weit zu verbessern, was man da täglich tut.

00:12:29: Und da geht es natürlich in Schönheitskategorien sehr stark um die Frage, woher kommen die Inhaltsstoffe?

00:12:34: Wir haben einfach in den Beauty-Kategoriken gesehen.

00:12:37: der Trend geht halt immer mehr hinzu noch exotischer und weiter weg.

00:12:43: Noch verrückter und noch kurzlebiger.

00:12:45: und das Salz darf nicht mehr aus dem Tod mehr alleine kommen sondern das Salz muss dann vom Himalaya kommen und diese Spirale drehte sich ja immer weiter.

00:12:51: und dann haben wir gesagt kann man nicht etwas bauen, was ein bisschen ein Gegenmodell setzt.

00:12:56: Womit wir mal bewusst als kleine Marke auch zeigen.

00:12:59: es geht auch anders weil wir haben natürlich einen sehr starken Trend in vielen Schönheitskategorien zu hin zur natürlichen Inertstoffe und das ist auch gut.

00:13:07: gleichzeitig müssen natürlich Inertstoffe irgendwo wachsen.

00:13:10: sie brauchen Wasser sie brauchen Anbauflächen und dann wie gesagt Priorität sollte immer noch die Versorgung von acht Milliarden Menschen haben.

00:13:17: Können wir als Schönheitsmarke nicht Ressourcen nutzen, die sowieso in der Supply Chain von Foodprodukten anfallen und die bisher ungenutzt sind?

00:13:27: Und da sozusagen im Sinne des Upcycling sei es Kerne, sei es Schalen, sei das Dinge, die bisher für Foodprodukte nicht benutzt werden, kann man sie verschön als Produkt genutzen.

00:13:37: Die Antwort ist ja, es ist relativ Kompliziert noch, weil viele Inhaltsstoffe da ein Stück weit für die Beautyindustrie noch nicht wirklich regulatorisch freigegeben sind.

00:13:48: Aber es gibt ganz, ganz viele ungenutzte Schätze, die wir dafür die Schönheitskategorien nutzen können.

00:13:53: Da stehen wir erst am Anfang aber da wollen wir so einen stückweiten Pionier sein und zeigen was alles möglich ist.

00:13:58: Ich hätte ja auch gelesen, mit dem Coupon seid ihr aktuell ausverkauft und um darüber hinaus über diesen Coupons hinaus gerne noch mal Werbung zu machen.

00:14:11: Nimm doch gerne mal eins oder zwei Produkte und welche Ressourcen ihr da nutzen konntet!

00:14:16: Genau also wir haben natürlich im Moment ein Schwerpunkt bei den Bei den festen Produkten, wir haben bei der M-Moment feste Shampoos und festes Duschgelämsortiment.

00:14:30: Und da haben wir beispielsweise jetzt gerade zum Frühling, zum Sommer zwei neuer feste Duschgäle Entsortiment bekommen.

00:14:39: Da haben wir die schöne Variante Lemon Laugh neu ins Sortiment bekommen, vor allen Dingen mit Zitrone und Reisextrakt.

00:14:48: Daher kommt das beispielsweise Reisbruch auch aus der Lebensmittelproduktion, der bisher unverwendet oder ungenutzt ist.

00:14:54: Und Zitronen schalen eben auch aus der Lebensmittelproduktion.

00:14:58: Dann haben wir ein zweites schönes Shampoo in Duschgehe, was sich Tropical nennt und da ein Stück weit mehr einen in die Südsee hinaus führt.

00:15:10: Und dann haben wir einen Shampoo Intense Repair heißt das auch ein festes Shampo und ein zweiter Shampoo war es dann auch stärker für das Thema Glanz Kraft steht.

00:15:24: Und da versuchen wir unsere sozusagen größeren Kundenbedürfnisse abzudenken.

00:15:29: Wir haben jetzt auch im weiteren Jahresverlauf noch ein neues Produkt, was kommt und Anfang nächsten Jahres ein neues Produkt, das kommt davor an uns sehr drauf.

00:15:36: Da versuchen die Marke weiter nach vorne zu bringen, auch wenn man natürlich sagen muss, wir müssen uns als grüne Marke sehr stark neu erfinden, weil sich gerade dieses Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren stark verändert hat in den Kundenbedurfnissen und Kundenwünschen.

00:15:54: Jetzt hattest du ja, als du mit der Kundung gestartet bist auch das optimale Rüstzeug wenn man so will eben mit deinen vielfältigen Perspektiven.

00:16:05: Nichtsdestotrotz ein Aufbau einer eigenen Marke ist dann ja noch mal eine besondere Herausforderung.

00:16:13: was hast Du hier besonders unterschätzt?

00:16:18: Also wenn ich jetzt nochmal machen würde, würde ich mir persönlich wahrscheinlich sagen dass der Massenmarkt nicht immer die erste Anlaufstelle sein muss.

00:16:28: Ich finde es beispielsweise heute gut, wenn Gründerinnen und Gründern auch Marken erstmal online bauen oder auch über kleinere Kandile erst mal bauen und da eine Traktion aufbauen wirklichen Product Market Fit herstellen und da auch über ihren Mix viel lernen, wie sie es weiter optimieren können.

00:16:48: Bevor Sie dann in den großen Massenmarkt auch zu den großen Drogeriemärkten gehen – wie jetzt Dämen und Rossmann!

00:16:54: Weil das natürlich der Druck extrem groß ist, schnell auch zur Performen-Rotation aufzubauen.

00:17:00: Da muss der Mix sehr gut passend und stimmig sein.

00:17:04: Und ja, man lernt natürlich im Markt immer dazu.

00:17:07: Und das ist glaube ich selten so dass man ein Produkt an den Start bringt und man nach zwei Jahren sagt Ja wir haben alles vor zwei Jahren genau richtig gemacht sondern der Markt ist die beste Lernkurve.

00:17:18: Das kann man natürlich leichter umsetzen wenn man nicht massenmarkt Massen- und wirklich Produkte in einer höheren Anzahl schon produzieren musste Sondern wenn man vielleicht kleine Chargen gemacht hat Wenn man vielleicht erst mal nur online vertreten ist Wenn man viel Online testen kann.

00:17:33: Und dieses Test-Szenario würde ich, glaube ich, wenn ich nochmal gründen würde am Anfang stärker berücksichtigen.

00:17:41: Ja jetzt bist du ja auch Berater für Startups für junge Unternehmen die gestartet sind Wenn du das hier auch einmal überblickten würdest.

00:17:53: Natürlich sind die Bedürfnisse ganz unterschiedlich.

00:17:56: Aber was würdest du sagen, sind hier die größten Herausforderungen?

00:18:01: und welchen Tip?

00:18:03: Welchen Universaltipp kannst du mitgeben an diese Gründerinnen und Gründe.

00:18:08: Um jetzt in den Drogeriemärkten an den Start zu gehen oder... Genau!

00:18:11: Richtig

00:18:13: Ja ich glaube als allererstes ist es glaube ich wichtig sich die Timingfrage zu stellen also vor allen Dingen auch sich die Frage zu stellen zu welchem Zeitpunkt mache ich das?

00:18:25: da erlebe ich immer wieder auch Startups, die sehr stark in Drucksituationen in den Handel gehen wollen.

00:18:32: Das heißt teilweise ist es dann so dass dann Online-Ursätze nicht mehr so da sind oder Umsätze zu teuer gekauft werden müssen und dann soll im Handel mehr oder weniger die nächste Wachstumstufe erreicht werden und das ist zwar auf der einen Seite nachvollziehbar aber eine Drucksituation wenn dann unbedingt kurzfristig Umsatz her muss in so ein Kanal zu gehen ist glaube ich schlechte Voraussetzungen.

00:18:56: Die Marke muss dafür bereit sein, das Team muss dafür bereits sein.

00:18:59: Die ganze Supply Chain muss dafür für bereit sein.

00:19:02: Man muss wirklich seine eigene Marke erst mal hundertprozentig retail ready haben und dann muss man natürlich... Die anderen Seite verstanden haben, wo die Kategorie im Handelaktor steht.

00:19:14: Das sind wirklich die Puzzleteile, die im Handellaktor fehlen.

00:19:17: Passt da mein Puzzle-Teil genau rein?

00:19:19: Oder muss ich vielleicht was verändern am Pricing und Sizing an meinen Auslobungen?

00:19:23: Habe ich ein Produkt gebaut, das eigentlich online erst mal nur gedacht war?

00:19:27: Sind meine Auslobung und mein ganzes Packaging, meine Auslogung auf dem Produkt, sind sie für den Offline-Vitaer gemacht oder sind die nur eigentlich einmal für den Onlinehandel gemacht bäubern dann in das offline geschäft rein mit einem mix der eigentlich mal nur für das online geschäft gedacht war und Das sind dann oft ja Fehler die die der mark nicht verzeiht.

00:19:51: Also ich sage immer eigentlich muss man vom regal zurückdenken und vom regalt zurückentwickeln und sich die frage stellen was wäre der optimale mix jetzt für diese regalsituation?

00:20:00: Und da muss ich dann eben auch bereit sein vielleicht meinen mix den ich für mein onlinegeschäft mal aufgebaut habe Komplett zu hinterfragen.

00:20:07: und ich glaube da sind viele nicht.

00:20:09: Sie ist dazu bereit, sie wollen natürlich dann mit ihrer Marker mehr oder weniger eins zu eins in den Handel starten und das kann ja auch richtig sein.

00:20:16: aber meistens ist es nicht der optimale Mix für den Handeln weil er halt mal für einen anderen Purpose gedacht war.

00:20:22: Insofern da ist schon nochmal die Bereitschaft gefragt komplett neu zu denken und das eine oder andere infrage zu stellen.

00:20:28: für diesen Kanal

00:20:31: Ja, und die Marke muss ja auch konkret die Antwort für den konkreten Handelspartner finden.

00:20:37: Auch das ist dir immer wichtig gewesen, als du noch auf der Bayern-Seite warst?

00:20:43: Genau!

00:20:44: Also diese Kategorie Brille aufzusetzen ist natürlich ganz, ganz wichtig.

00:20:50: Das erlebe ich natürlich auch und ich weiß selber als Markenunternehmer, natürlich ist man als allererstes mal mit seiner Marke verheiratet.

00:20:55: Und das ist auch gut!

00:20:57: Aber der Einkäufer interessiert sich ja nicht für einzelne Markensstories sondern er hat seine Kategorie vor Augen und muss sich die Frage stellen welches Teil kann bei mir noch ein Mehrwert im Sortiment zufügen?

00:21:15: Da kann ich natürlich jetzt mit ganz vielen Studien arbeiten und ganz vielen Daten arbeiten.

00:21:20: Aber es kommt als allererst auch mal darauf an, dass sich wirklich diesen Neugier da auf diesem Kanal habe.

00:21:25: Ich hatte beispielsweise als Einkäufer bei DM einen kleinen Allcare, also Mund-und-Zahnlieferant der gelistet werden wollte, der keine Daten hatte aber der so ein Interesse an dem Allcareregal bei DM hatte.

00:21:39: Der hat fast jeden Tag seine Filiale besucht, hat mit Mitarbeitern gesprochen Kunden beobachtet hat Produkte im Regal gezählt, wie viele verkauft wurden und der nach ein paar Wochen enormes noch aufgebaut hatte.

00:21:53: Ohne dass er irgendwelche Daten gekauft hat aber einfach weil er diesen Touchpoint regal verstehen wollte und er wollte wissen was da funktioniert, was nicht funktioniert.

00:22:02: Und hat auch seinen sozusagen Angebot dann an DM entsprechend angepasst und aus diesem Kategorie Know-how wirklich für seine Marke das Beste gemacht.

00:22:12: aber es fing halt bei ihm im Kopf an mit dieser Neugierde.

00:22:16: Ich glaube diese Neugiere ist ganz wichtig auf dem Kanal und das ist ja auch das Schöne im physischen Handel.

00:22:23: Jeder Besuch bei DM oder bei Rossmann über Müller ist eine Möglichkeit, was dazu zu lernen.

00:22:29: Also ich gehe jedes Mal in den Individualen und lerne wieder etwas Neues dazu indem ich vielleicht nur etwas sehe, was ich bisher noch nicht gesehen habe einen Kundenkommentar höre die ich noch nicht gehört habe oder vom Mitarbeiter in dem Markt was gehört habe.

00:22:43: also wer darauf Lust hat für denen es natürlich offline retail ein ganz ganz spannendes fällt, um seine eigene Marke dann in diese sozusagen Kategorieperspektive reinzubringen.

00:22:55: Und das kommt dann glaube ich auch bei den Einkaufsteams an wenn man wirklich zeigt hey wir haben eine tolle Marke aber wir haben auch genau verstanden was bei dir im Markt funktioniert und was nicht funktioniert.

00:23:06: Ja und die Listungsberatung ist ja auch schon sehr nahe an der Kasse.

00:23:11: also man hat es geschafft eben verkauft zu werden ist dem Ziel dann ja schon sehr nah.

00:23:19: Wenn du deine Mandate betrachtest, inwieweit berätst du noch also eben auch genau auf das Produktgast, dass gewählt wird?

00:23:29: Auf die Positionierung, auf die Print wie vielfältig!

00:23:33: unterstützt ihr

00:23:34: ja.

00:23:35: also das ist sozusagen von dem ganzen lebenszyklus von bis.

00:23:38: also.

00:23:38: natürlich fängt es bei vielen erst mal mit der frage an bin ich wieder ready?

00:23:43: was brauche ich eigentlich alles um vielleicht bei großen handeln gelistet zu werden im druger marktbereich?

00:23:49: was sind denn da eigentlich die anforderungen?

00:23:51: wie kann ich vielleicht einen realistischen business case bauen um sich herzugehen dass ich auch von den finanziell's da weiß was auf mich zukommt.

00:24:00: Was für Skills brauche ich auch im Team, um so was wirklich langfristig auch umzusetzen und erfolgreich zu machen.

00:24:06: Wie kann ich das ganze Retail-Geschäft organisieren für mich?

00:24:09: Und wie arbeite ich dann vielleicht auch insgesamt eine Story in Richtung Handel die überzeugend ist, die die Kategorie ausreichend berücksichtigt?

00:24:19: Welche Daten brauche Ich dann eventuell dafür?

00:24:21: Wie stelle ich das Ganze dann vor?

00:24:23: Wie baue ich mein Angebot auf?

00:24:27: Hoffentlich es schaffe auch gelistet zu werden.

00:24:29: natürlich die frage Wie schaffe ich es dann im Sortiment zu bleiben?

00:24:32: Weil die Arbeit fängt ja meistens auch erst mit der Listung an, weil das unterschätzt natürlich viele.

00:24:37: Die Uhr läuft sehr schnell ab.

00:24:40: Man hat eigentlich nur einige Monate Zeit.

00:24:43: auf eine hohe Rotation zu bringen in der jeweiligen Kategorie und daran schnell Tempo aufzubauen ist extrem wichtig!

00:24:50: Und wenn ich das dann hoffentlich geschafft habe, die nächste Stufe einzunehmen und mein Sortiment hoffentlich auszubauen... Das sind so die Phasen, in denen ich das einteilen würde also Phase eins erstmal sich bewusst zu machen, was sind die Anforderungen bin ich bereit dafür und will diesen Schritt gehen inklusive auch ein klares Commitment zum Kanal.

00:25:08: Das ist halt auch bei manchen der Fall dass sie eigentlich doch lieber die Produkte in ihrem Online Shop verkaufen würden und dann schwächere Mixes an den Handel geben wollen und das funktioniert natürlich auch nicht.

00:25:18: Ich brauche die besten Artikel im Handel wenn ich da in dieser Champions League mitspielen will.

00:25:23: Und wenn ich das dann geschafft habe, dann muss ich das gut und überzeugend verkaufen können.

00:25:28: Wenn ich es ins Sortiment geschaffen habe, muss ich schaffen drin zu bleiben.

00:25:32: Und wenn Ich das hoffentlich geschafft habe , dann muss sich schaffen mit dem zweiten und dritten Artikel vielleicht im Sortiment erfolgreich zu sein.

00:25:38: Also die Reise hört ja nie auf!

00:25:40: Das ist eine spannende Reise, die man da auch gemeinsam begehen kann.

00:25:48: Jetzt mal ja auch der Wettbewerb stark gewachsen ist, es gibt sehr viel Angebot.

00:25:53: Wie ist das eigentlich typischerweise?

00:25:54: Also wenn man die Zusage von DM hat gelistet zu werden beginnt man dann typischer Weise mit einem regionalen Test oder bekommt man da noch gleich die nationale Chance ins Regal zu kommen?

00:26:07: Nein in der Regel ist das ein nationaler Händler und da redet man in der regel von einer nationalen Listung.

00:26:13: Es gibt zwar auch die Möglichkeit von sogenannten Testmärkten, aber das ist dann eher im Bereich von Marktforschungsprojekten.

00:26:22: Es gibt natürlich Artikel die nicht in jedem Markt erhältlich sind und es gibt Artikel, die auch nur online erhältlos sind über die einzelnen Online-Shops von Dämon Rossmann.

00:26:33: Aber in der Regel versucht man da natürlich schon an einem nationalen Sortiment zu arbeiten und viele Artikel haben ja auch diese Regionalität im Drogeriemarkt wie beispielsweise bei Lebensmitteln wo dann jeder jede Region ihre eigene Biermarke hat, das ist im Drogeriemark natürlich nicht so stark wie im LEH und insofern redet man da in der Regel schon von nationalen Listungen.

00:26:54: Heißt aber nicht dass man deswegen unbedingt in jeder Fähale sofort erhältlich ist sondern gibt es auch modulare Listungen aber sicherlich schon über ganz Deutschland verteilt.

00:27:06: Ja und herauszustellen Du berätst sehr, sehr breit.

00:27:14: Schließt aber deine eigene Kategorie aus und der du auch gegründet hast?

00:27:17: Ja sich würde jetzt natürlich nicht direkte Wettbewerber von nur Planet B beraten.

00:27:25: das wäre ja für beide Seiten in irgendeiner Form merkwürdig wenn man das machen würde.

00:27:30: Insofern würde ich ausschließen aber es gibt ja viele andere Kategorien indem vielleicht zusammenarbeiten kann und da bin ich auf jeden Fall offen, wer sich damit im Kanal beschäftigen will.

00:27:40: Und da rein will und auch wachsen will oder erfolgreich sein will dann bin ich da gerne als Baringspartner dabei.

00:27:48: Ich weiß es von meiner eigenen Marke man ist halt einfach bei seiner eigenen Markel man stückweit ein bisschen betriebsblind.

00:27:55: Man hat natürlich auch keinen realistischen Blick auf seine eigenen Kits und auch kein realistischem Blick auf eine eigene Marke.

00:28:02: Und da finde ich es auch als Gründer immer sehr, sehr gut wenn man einen externen Spargenspartner hat und bei mir ist das jetzt speziell mit dem Blick auf den Handel.

00:28:10: Aber mein Werdegang ist ja nicht nur Handel sondern mein Wendegang eher generalistisch und da versuche ich natürlich schon auch die Marken ein Stück weit noch mal ein Spiegel vorzusetzen im Bereich von Marketing, vom Produkt, vom Pricing & Sizing also alles was sozusagen am Ende den Erfolg oder Misserfolg im Handel ausmachen kann und insofern sind da die Zusammenarbeitsfelder teilweise sehr breit, aber das muss ich dann über die Zeit entwickeln.

00:28:41: Nee, da gebe ich die Vorkommen recht.

00:28:42: Die eigenen Kinder sind ganz objektiv immer die Allerbesten.

00:28:48: Aber was sich natürlich auch für dich anschließen würde ist ja vielleicht auch nochmal die Frage eines Investments also dass du vielleicht auch mal investierst wenn du berätest und denkst das ist so eine knaller Idee Die will ich auch mal unterstützen.

00:29:01: Ja, also das schließe ich nicht aus.

00:29:02: Das hängt natürlich von der großen Ordnung ab.

00:29:04: da bin ich sicherlich in der Lage die ganz großen Punkte mitzugehen.

00:29:08: aber wenn es dann ein tolles Team gibt mit einer tollen Marke und man da gemeinsam große Potenzial sieht dann würde ich das gar nicht ausschließen im Rahmen meiner Möglichkeiten.

00:29:18: Aber mein Fokus ist schon sehr stark das ganze mit Know-how zu begleiten Und weniger jetzt mit der Priorität als Investor einzusteigen.

00:29:28: Ja, damit würde ich gerne noch einmal rauszoomen.

00:29:31: Auch aus der Kategorie und mich der Frage widmen der Eigenmarkenentwicklung.

00:29:39: Es ist immer wichtiger sich als Marke zu positionieren, als Markel abzugrenzen gegenüber der Eigenmarke.

00:29:47: Wie siehst du hier die Entwicklung im Markt?

00:29:49: Ja, also natürlich sieht man eine klare Entwicklung dazu.

00:29:52: Dass Sie die Eigenmarken deutlich innovativer noch werden, Trends schneller aufgreifen und auch gar nicht darauf warten zum Teil dass das Markengewisse Trends aufgreift sondern sich auch trauen Dinge das erste Mal im Markt zu zeigen oder auch früh zu zeigen beispielsweise gewisse Inhaltsstoffe aus anderen Kanälen oder aus aus Bereichen oder aus anderen Ländern.

00:30:13: also da ist einfach das Tempo extrem angezogen.

00:30:17: Das muss man sagen und die Eigenmarken werden hochwertiger, auch von unterschiedlichen Preispunkten positioniert.

00:30:25: Und ich glaube, diese Unterscheidung von Eigenmark und Marke findet ja auch mehr in unserer Bubble so statt.

00:30:32: Viele Menschen die jetzt in den DM oder einen Rossmann gehen, machen diese Unterschaltung in den Köpfen gar nicht mehr so sehr.

00:30:37: Die fragen sich was ist für mich relevant?

00:30:39: Was für mich nicht relevant?

00:30:40: Das kann dann die Marke des Händers sein, das kann aber auch die Markel eines Industrieunternehmens sein.

00:30:45: also insofern ist es ein bisschen eine gewisse Bubble-Diskussion Und ich glaube aber, dass es nach wie vor für Marken ein ganz großes Feld gibt und viele, viele Chancen.

00:30:58: Ich glaube das ist auch ein Märchen wenn man annimmt, dass der Händler jetzt zukünftig nur noch Eigenmarken verkaufen will.

00:31:07: Also wer jetzt versucht mit einer fifty-fünfzig Cent Eigenmarkenzahncreme zwei tausend Märkte zu betreiben Der wird sicherlich auch ein Problem bekommen, also das heißt ich brauche natürlich einen gesunden Mix aus Eigenmarken und Marken.

00:31:22: Und das ist sicherlich in Zukunft der Fall.

00:31:26: aber natürlich bleibt die Hürde für gerade kleinere Marken wird höher und die Anforderungen größer.

00:31:35: Und ich glaube auch Marken in der Mitte, die schwächer positioniert sind, die weniger klar positioniert ist, die wirklich mehr Wert bieten im Sortiment für sie wird es sicherlich schwieriger.

00:31:46: Aber für Marken, die klar und stark positioniert sein, die Innovation bringen, die Kategoriekompetenz haben, die Emotionalität bringen – die haben immer noch eine große Daseinsberechtigung.

00:31:57: Ich glaube, die werden sie ja auch zukünftig

00:31:58: haben.".

00:32:01: Klaust du dennoch, dass der Anteil der Eigenmarken weiter wächst?

00:32:04: Also die Zukunft ist ja ein sehr mein Ergebnis offen.

00:32:08: Das hängt ja davon ab was die Marken auch machen.

00:32:12: ich glaube nicht das es da bewusstes Bestreben gibt von den Händlern das künstliche nach oben zu treiben.

00:32:22: Aber wenn man natürlich sieht, dass viele Eigenmarkenkonzepte sehr gut angenommen werden von den Kunden dann werden sie auch weiter wachsen.

00:32:28: und wie gesagt ich glaube es gibt auch einen Teil von Marken die unter dieser Entwicklung leiden werden.

00:32:32: Ich glaube es gib eine Polarisierung auf beiden Enden.

00:32:35: Es gibt sicherlich mehr premium Marken, die erfolgreich sein werden.

00:32:37: Wenn man sich jetzt im gesichtspflegebereich anguckt was da teilweise für Für Preispunkte erreicht werden auch Stichwort K-Beauty, dann hätte man das vor einiger Zeit dem Programm noch nicht für möglich gehalten.

00:32:51: und gleichzeitig funktionieren halt auch preiseinstiegsprodukte extrem gut.

00:32:55: Die Frage ist was passiert in der Mitte?

00:32:58: Und da wird sicherlich schon auch einen Verschwinden von Marken geben.

00:33:02: aber wenn man eine klare Kategoriekompetenz beispielsweise hat hat man sicherlich immer noch einen großen Vorteil.

00:33:10: Man darf ja nicht vergessen, Eigenmarken müssen eine ganz große Bandbreite an Produkten und an Kategorien abdecken.

00:33:17: also wenn man jetzt mal ne Marke wie bei Lea nimmt die hat halt von der hochwertigen Gesichtspflege bis zu den Einlegesohlen für die Schüler alles im Sortiment.

00:33:26: Und das ist natürlich einfach auch aufgrund von Synergien notwendig und ich kann als Händler nicht für jedes Segment eine Eigenmarke bauen.

00:33:35: Das heißt aber auch, dass wenn ich dann in meinem Bereich als Marke eine hohe Kategoriekompetenz habe, dass ich natürlich schon noch einen strategischen Vorteil habe.

00:33:43: also... Jetzt aktuelle Beispiele, wenn man so ein Bali-Curz nimmt für Lockenpflege.

00:33:47: Das ist was, was sicherlich eine Eigenmarke schwer hätte erreichen können.

00:33:51: oder jetzt im Bereich von Nageltrends, Manico Dunels sind Innovationstreiber das ist auch wahrscheinlich für eine EigenMarke schwer gewesen das zu erreichen.

00:34:02: oder wenn ich auch klar als Marke vor meiner Positionierung bin und da eine gewisse Haltung auch zeige, wie es jetzt vielleicht einhorn macht.

00:34:11: Das ist auch für eine Eigenmarke sehr schwer zu erreichen.

00:34:13: Also dann gibt's ganz viele Möglichkeiten sich zu differenzieren und da immer noch einen Sortiment einer Relevanz zu haben.

00:34:20: Und am Ende wird es mal Lungs gegeben zwischen Eigenmarkel und Marke.

00:34:25: aber der Abgesang auf Marken, den würde ich nicht mitmachen.

00:34:30: Exklusive Kooperationsmarken, wie es sein Modell ist sind in diesem Zusammenspiel zwischen Eigenmarke und Marke ja auch normal.

00:34:39: ein spannendes Konstrukt.

00:34:40: Genau das ist ja quasi die Herr der Versuch so eine Art Hybridmarke zu machen wo man auch die Stärken einer Startup-Marke mit den Möglichkeiten natürlich von einem großen Handelsunternehmen verbindet und man natürlich auf der einen Seite das Storytelling, die Gründerstory und auch den Gründergeist des Startups zusammenbringt mit den Möglichkeiten im Sourcing, im Vertrieb, in der Regulatorik von einem Handelsunternehmen.

00:35:15: Und da arbeiten wir jetzt mit DM sehr intensiv und umfangreich zusammen.

00:35:21: Das bietet die Möglichkeit, dass sich da wirklich diese zwei Welten ergänzen und das da am Ende aus den beiden Welten dann was besseres und was innovativeres rauskommt als wenn man es alleine gemacht hätte.

00:35:31: Und das ist natürlich ein Modell, was auf viele Kategorien übertragbar ist, auf viele Voraussetzungen.

00:35:39: wir sind jetzt nicht als Influencer da reingekommen oder als ganz große... Skincare Experten, sondern wir sind natürlich als jemand reingekommen die eine Erfahrung in der Kategorie mitgebracht haben und der Branche mitgebracht haben.

00:35:52: Und ein Markensstory mitgebraucht haben.

00:35:54: aber dieses Modell lässt sich ja auch beispielsweise auf andere Experten übertragen oder auf Creator übertragend den anderen Storytelling mitbringen.

00:36:05: Das ist schon eine Möglichkeit diese beiden Welten zusammen zu bringen und auch im Eigenmarkenbereich nochmal anderes Deutsch zu erzählen, eine Differenzierung hinzubekommen.

00:36:16: Natürlich auch eine Wertschätzung hinzubekommen die vielleicht über andere Eigenmarkenmodelle nicht möglich sind ja und auch am Ende sich vom Wettbewerb über solche Eigenmarkenkonzepte zu differenzieren Und das trägt sicherlich auch dazu bei dass da die Eigenmarkennandschaft vielfältiger wird.

00:36:34: Ja Was ich noch nicht erwähnt habe, du bist ja auch Autor des Trendreports.

00:36:40: Also gibt es hier aktuelle Entwicklungenpreis zum Beispiel im Bereich der Functional Trings oder Proteinprodukte Food Trends und Creator Brands.

00:36:54: Ich würde um das nochmal zum Abschluss zu bringen gerne einmal Truckeri mit leha vergleichen.

00:37:01: also was ja wie ich finde sehr sehr positiv ist das sind die bereiche wo er vor allem stationär gekauft wird, wo auch das produkt noch erlebt wird.

00:37:11: Wo der mensch ja auch noch Mensch sein kann?

00:37:14: Was würdest du sagen?

00:37:16: welche kategorien und umsätze holt sich denn der Drogeriemarkt zunehmend aus dem klassischen Lebensmittelhandel?

00:37:23: Naja, ich glaube schon dass die Lebensmittelkategorien generell natürlich für die Drogerie-Märkte ein extremes Wachstumsfeld sind wo ja auch die Markternteile noch relativ im Vergleich überschaubar sind.

00:37:34: Ein Markterenteil in Beautybereich oder Dekorativ und Kosmetikbereich von Dermund Rosmann ist natürlich sehr hoch.

00:37:39: wenn ich den jetzt vergleiche mit vielen Foodkategurinen dann ist es ja noch vergleichsweise gering.

00:37:43: Und Derm und Rosman haben sich beide auch sehr stark Müller auch zum Teil auf das Bio-Segment fokussiert und haben natürlich deiner Vergangenheit sehr stark von den Biosupermärkten gewonnen.

00:37:59: dass auch immer mehr Nicht-Bioprodukte ins Sortiment kommen und das ist da natürlich dann eine größere Verschneidung wiederum gibt mit dem klassischen LAH.

00:38:11: Nächstes so trotz glaube ich, dass es für die Drogeriemärkte immer sehr stark darum gehen wird auf der recht kleinen Fläche, die man ja für Lebensmittel hat.

00:38:19: Da wirklich eine hohe... Sortiments Breite abzudecken.

00:38:24: Man wird diese Tiefe, die natürlich jetzt ein LAH anbieten kann mit X-Varianten eine Brotaufstrich niemals zu führen können sondern man muss hier richtigen Produkte haben.

00:38:35: und da glaube ich eben auch sehr stark auf diese Funktionalisierung der Sortimente.

00:38:39: Wir erleben das ja dass dann ein Müsli nicht mehr alleine als gesund gilt sondern es muss das Proteinmüsli sein.

00:38:46: und das Wasser reicht nicht mehr als Wasser sondern es.

00:38:51: Und die Fruchtgummis sind eigentlich als Frucht Gummi für uns in der Leistungsgesellschaft fast nicht mehr akzeptabel, sondern das Frucht-Gummi muss dann Elektrolyte haben um es noch sozusagen für unsere richtige Metallebox zu packen.

00:39:05: und da glaube ich ist einfach der Drogeriemarkt dem LEH voraus.

00:39:10: Ich glaube der LEH ist noch sehr stark Einfach natürlich für die Basis sowieso, da Frische wird immer eine Bastion vom LEH bleiben.

00:39:19: Und auch beim Thema Genuss glaube ich hat der LEH immer noch einen großen Fortschritt oder Vorteil.

00:39:25: Ich glaube das Thema Genuß wenn ich wirklich meinen Kopf ausschalte und mir was gönnen will, sei es hochwertigen Wein oder auch Süßwaren oder Käse oder wie auch immer diese Genusswelten.

00:39:36: Ich glaube da wird der Drogeriemarkt sich perspektivisch schwer mit tun.

00:39:41: aber alles was natürlich ein Stück weit genussmitverstanden mit Funktion verbindet.

00:39:49: Ich denke da ist der Drogeriemark natürlich prädestiniert dafür plus natürlich der sich dann angrenzt, also sprich gesunde Ernährung plus dann auch das ganze Thema Supplements.

00:40:02: Die Kombination ist natürlich für den drungen Riemarkt extrem relevant für die Zukunft.

00:40:09: Ja, Sebastian vielen lieben Dank für diese tiefen Einblicke.

00:40:13: ich habe nur noch eine Abschlussfrage an dich,

00:40:17: die

00:40:17: ich sehr gerne stelle und zwar was gibt dir Kraft?

00:40:21: Also ich weiß ja unter anderem dass du auch Tennis Coach bist, das könnte eine Antwort sein aber Genau, in dich gegangen.

00:40:29: Was gibt dir Kraft?

00:40:30: Was schenkt dir Kraft was tut ihr gut?

00:40:32: also ich habe jetzt den letzten Tagen für mich entwickelt Manchmal so eine Frage, was lernst du gerade?

00:40:39: Es gibt ein Podcast.

00:40:40: Da ist immer die Frage zu gerade, was du bisher noch nicht kannst und was ich bisher noch nie konnte war einfach mal rauszugehen ohne Ziel also ohne Ziel sozusagen Nicht-Joggen gehen keine Rattur zu machen mit dreißig Kilometern nicht zum Termin zu rennen oder nicht zum Einkaufen zu renn oder keinen Storecheck zu machen sondern in oder fünfzehn Minuten am Tag rauszugehen, hier durch den Stadtpark oder wo auch immer mal ziellos zehn-fünfzehn Stunden für mich zu sein an der frischen Luft.

00:41:13: Hier und da mal die Leute oder die Tiere oder die Wolken zu beobachten und zielloß umherzulaufen wenn man das mal so sagen will.

00:41:24: Das lerne ich gerade, das mache ich gerade und es gibt mir Kraft Weil, ja das lässt mich abschalten und ich glaube ab und zu braucht man Dinge im Leben und Aktivitäten in dem Leben die nicht einen ganz konkreten... Leistungsgedanken und einem Ziel entsprechend sind, wo man vielleicht auch mal für sich sein kann.

00:41:43: Und in Verbindung mit der Natur draußen sein kann.

00:41:46: und das muss gar nicht der große Urlaub sein oder das muss nicht das ganze Wochenende in der Hütte im Schwarzwald sein sondern das kann auch einfach ein zehn Minuten oder fünfzehn Minuten Spaziergang sein.

00:41:57: und das habe ich für mich entdeckt und es gibt mir Kraft.

00:42:01: Sehr schön!

00:42:02: Ich glaube ich erinnere mich dass In dem ProfG-Podcast, glaube ich auch gehört habe.

00:42:08: Verbunden mit der Aussage dass es wichtig ist wieder zu lernen das man den Moment genießt und man ist ja immer beschäftigt mit allem anderen und dass das einem Zeit schenkt.

00:42:17: von daher sehr schön.

00:42:21: Herzlichen Dank!

00:42:22: Ich hab mich sehr gefreut.

00:42:24: Ich schicke dir ganz liebe Grüße und bin gespannt wie deine Entwicklung von No Planet B weitergeht und freue mich auf unser nächstes Podcastgespräch vielleicht in einem Jahr.

00:42:35: Vielen Dank Nina, danke für

00:42:43: die

00:42:52: Einladung.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.