117: 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗶𝗲 𝗭𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁 𝗱𝗲𝘀 𝗛𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹𝘀 𝗺𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗿𝗱

Shownotes

🎙️ 𝗡𝗲𝘂𝗲 𝗙𝗼𝗹𝗴𝗲 𝗙𝗠𝗖𝗚𝘃𝗶𝗯𝗲𝘀: „𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗶𝗲 𝗭𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁 𝗱𝗲𝘀 𝗛𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹𝘀 𝗺𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗿𝗱“ mit Patrick Schlüter, Geschäftsleiter der GLOBUS Markthalle Koblenz.

Patrick Schlüter spricht mit Nina Ascheron-Polter über seine mehr als 25-jährige Laufbahn im Handel, die Zukunft des stationären Handels und die Frage, warum Kaufentscheidungen weit weniger rational sind, als viele glauben. Mit über 60 Markthallen in Deutschland gehört GLOBUS zu den prägenden Großflächenformaten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Als familiengeführtes Unternehmen verbindet GLOBUS Eigenproduktion, Handwerk, Gastronomie und Einkaufserlebnis – und setzt damit bewusst auf Differenzierung statt Austauschbarkeit. Im Mittelpunkt der Folge stehen Kundenverhalten, Führung, Unternehmertum und die Zukunft der Großfläche. Patrick gibt Einblicke in die Philosophie der GLOBUS Markthalle Koblenz, die als „Supermarkt des Jahres 2025“ ausgezeichnet wurde, und erklärt, weshalb für ihn nicht Kennzahlen, sondern Menschen im Zentrum erfolgreicher Handelskonzepte stehen.

🔍 𝗪𝗮𝘀 𝗲𝘂𝗰𝗵 𝗲𝗿𝘄𝗮𝗿𝘁𝗲𝘁: • Warum Kaufentscheidungen deutlich emotionaler sind, als viele glauben • Weshalb die Zielgruppe 50Plus für Handel und Marken immer wichtiger wird • Wie die GLOBUS Markthalle Koblenz zum „Supermarkt des Jahres 2025“ wurde • Warum Führung, Unternehmertum und Entscheidungsfreude entscheidende Erfolgsfaktoren sind • Welche Rolle Social Media und authentische Kommunikation im Handel spielen • Wie sich stationäre Märkte zu Begegnungsorten und „dritten Orten“ entwickeln können • Weshalb weniger Reizüberflutung, mehr Orientierung und echte Aufenthaltsqualität die Zukunft des Handels prägen • Warum Handwerk, Menschlichkeit und lokale Identität auch künftig den Unterschied machen

📍 Für alle, die verstehen möchten, wie sich stationärer Handel weiterentwickeln muss, warum Kundenloyalität weit über den Preis hinausgeht und welche Rolle Emotionen, Führung und Unternehmertum dabei spielen.

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00:00:06: Ja, ich sag mal einen Supermarkt in... Also in ein paar Jahren wird deutlich reduzierter sein, in meinen Augen.

00:00:38: In diesen Aspekten also Sortiment und Reize.

00:00:41: aber er wird größer sein in Sachen Begegnungsstätte Plattform für Veranstaltungen, Plattform for Erlebnis.

00:00:49: Und am Ende des Tages wird er sich definieren müssen darüber.

00:00:55: da gibt es ein Paar Beispiel die ich gelernt habe.

00:00:57: muss er definieren darüber nicht was er anbietet oder Was für ein Sortiment der hat sondern im Grunde was für den Gefühle er erzeugt.

00:01:04: Ja, ein ganz herzliches Willkommen zu einer neuen Folge FMCG Vibes heute mit Patrick Schlüter.

00:01:12: Geschäftsführer der Globus-Markthalle in Koblenz.

00:01:16: Diese war auch Supermarkt des Jahres im letzten Jahr.

00:01:20: Herzlich willkommen, Patrick!

00:01:22: Ja Nina vielen Dank für die Einladung.

00:01:24: ich freue mich riesig hier ja einen Teil des tollen Podcasts FMC G VibES zu sein.

00:01:31: Vielen Dank

00:01:33: Ja, lieber Patrick.

00:01:33: Ich habe mich ganz besonders auf dich gefreut.

00:01:36: Für mich bist du ja der Kaufmann mit großer Leidenschaft jemanden, der aktiv in die Gestaltung geht und der Dinge ausprobiert, der mutig ist.

00:01:48: Daher vielen lieben Dank!

00:01:51: Zunächst einmal zu dir als Mensch.

00:01:56: seit ca.

00:01:57: bis zu Händlern beschäftigt ich dich der Lebensmittelhandel.

00:02:02: Was hat dich denn ursprünglich daran fasziniert?

00:02:07: Ja, also ursprügend.

00:02:09: ich muss sagen war es ja jetzt ein Zufallskonstrukt dass ich in den Handel gekommen bin weil ich nach meinem Studium im Ausland war und dort einen Job suchte.

00:02:18: Das war eher ein Zuffallsprinzip aber ich habe relativ schnell gelernt das der Handel Grunde-Einsversuchslabor ist, indem ich Dinge ausprobieren kann die ich sonst vielleicht in anderen Jobs nicht ausprobieren kann und vor allem unmittelbar die Wirkung auch erkenne auf der Fläche.

00:02:36: Und das finde ich halt das Spannende, dass die Ergebnisse halt sofort sichtbar sind.

00:02:43: und jetzt über die fünf zwanzig Jahre ist mir ganz klar geworden, dass sich im Handel auch so meine Neugier befriedigen kann über wirklich sehr viele verschiedene Themengebieten ist von Kundenverhalten über ganz einfache Dinge.

00:02:57: Wie funktioniert die Fläche, wenn ich sie an das gestalte morgen?

00:03:00: Und da muss ich halt nicht irgendwie drei Wochen auf ein Kontrolingergebnis wagen sondern diese Unmittelbarheit also dieses unmittelbare dass das hält mich eigentlich seit schon zwanzig Jahren über fünf zwanzigeren im Handel.

00:03:17: Ja, du hast einen ja wirklich vielfältigen beruflichen Weg hingelegt mit Stationen auch bei Aldi Metro Edeka bis eben hin zu Klobus.

00:03:31: Wie genau waren denn deine Anfänge und was hat dich bei den jeweils genannten Stationen besonders geprägt?

00:03:39: Also meine Anfänger waren bei Aldii UK.

00:03:43: also ich habe im Ausland begonnen.

00:03:47: Wie gesagt, ich habe dort in England eine Stelle gesucht weil ich in England bleiben wollte und bin als District Manager bei Aldi eingestiegen.

00:03:56: Und wenn ich jetzt alle Stationen mal ganz schnell Revib passieren lasse dann hat mich natürlich jede in sich geprägt.

00:04:04: Ich fasse auch gleich nochmal kurz zusammen aber Aldi natürlich insbesondere das ist ja so wie die Kindheit einen Menschen prägt hat Aldi mich als erste Handelsstation auch sehr geprägt.

00:04:14: warum?

00:04:15: Also sind ein paar Kernaspekte, also ich habe bei Aldi gelernt Disziplin.

00:04:21: Ich hab dort gelernt Geschwindigkeit bei guter Qualität in Dingen und Prozessen umzusetzen.

00:04:30: Und ich hab tatsächlich dort vor allem gelernt die Frage nach dem Warum zu stellen.

00:04:36: Im Grunde bin ich da glaube auch eingestellt worden weil ich nach dem Interview kann mich noch ganz genau heute erinnern Da bin ich, war schon mit dem Geschäftsführer dieser Regionalgesellschaft in Swindon an der Tür.

00:04:49: Und dann habe ich noch gefragt, warum ist dieses Gebäude so groß?

00:04:53: Und da hat er gesagt, oh also im Kern hatte er gesagt Sie stellen wir ein weil sie die Frage nach dem Warum stellen.

00:05:00: und Ich hab halt bei Aldi gelernt Die Frage ist ganz wichtig heute zu fragen, warum is das was ihr gestern gemacht haben noch gut genug?

00:05:10: Was ich auch bei Aldi gelernt habe tatsächlich, das zieht sich natürlich ein Stück weit durch hatte aber auch seine Grenzen ist.

00:05:15: Auch durch diese Frage des Warums auch Unternehmer tun.

00:05:20: Ich muss dazu sagen, Aldi UK ist glaube ich ein Stück anders geprägt als Aldi Deutschland.

00:05:26: Dort war vieles möglich wurde die Frage provoziert was können wir tun um uns weiter zu entwickeln?

00:05:33: und dass eben in einem Discount Format?

00:05:36: Und das hat mich sehr beeindruckt und deshalb habe ich mich damals schon für den Handel begeistert.

00:05:41: Ich hatte dann irgendwann ein Ende, da bin ich nach Deutschland zurückgegangen und hab dort bei Metrocash & Carry angeheuert.

00:05:51: Das hat mir großen Spaß gemacht weil es dort zum ersten Mal um eine Kundenbeziehung ging.

00:05:56: also dort habe ich ja die Gastronomie betreut.

00:05:58: auch persönlich betreute die Topgastronomie.

00:06:00: Da habe ich sehr viel über Gastronomie gelernt.

00:06:02: Das haben wir riesigen Spaß gemacht.

00:06:04: Auch die Metro hat natürlich einen zentralen Rahmen vorgegeben.

00:06:09: Aber ich habe mir immer gesucht, wo kann ich Unternehmer richtig sein?

00:06:12: Das war halt dort im Grunde das Kundenmanagement über Gastronomie dann auch die anderen Geschäftskunden Kioske Arztpraxen

00:06:22: etc.,

00:06:22: aber im Schwerpunkt halt die Gastronomie.

00:06:25: und Edeka war dann die Fortführung eigentlich des Unternehmertums.

00:06:30: Dort bin ich eingestiegen als die Markhauf in die Edeka-Region integriert wurde und habe sie am Ende noch mitbetreut.

00:06:38: Und dann aber über die Markhaus eine Region verantwortet, von achtzehn Märkten.

00:06:44: Also Markhauf hat vom Charakter her ähnlich funktioniert ein Stück weit wie Globus also auch sehr unternehmerisch geprägt durch die Edekareinruhe, die als Gesellschaft auch sehr stark ja in der Selbstständigkeit ist mit den Edeka Betrieben.

00:07:02: Da wurde die Markau aber umstrukturiert und da wurde es für mich Zeit zu gehen.

00:07:07: Und jetzt bin ich mittlerweile seit zwölf Jahren bei Globus, meine berufliche Heimat würde ich sagen.

00:07:13: Ich sage mehr Selbstständigkeit im angestellten Verhältnis so will ich's mal ausdrücken geht nicht.

00:07:19: Ja super, super spannend!

00:07:20: Ich würd' noch einmal den Kreis schließen zurück zum Anfang gehen als du sagtest du wolltest sehr gerne im Ausland starten was war da der Grund dafür?

00:07:31: Also tatsächlich war es mein privater Hintergrund.

00:07:35: Ich war mit dem Studium fertig, hatte mich damals verliebt und meine damalige Partnerin ist ins Ausland gegangen.

00:07:42: Ich hatte hier keine Verpflichtung und dann bin ich einfach mit nach am Ende des Studiums.

00:07:47: Abgesehen soll ich probieren meinen Glück und habe mir natürlich da auch ein Limit gesetzt.

00:07:51: Ich habe gesagt, ich kann jetzt nicht drei Jahre durch die Weltgeschichte Ohne nichts tun reisen.

00:07:57: ich habe auch dort was getan vor all die natürlich und Geld verdient.

00:08:03: das musste ich ja.

00:08:05: Und war aber dort gezielt auf der Suche und hab eine haben Hintergrund im Finanzbereich.

00:08:11: also ich wollte immer Börse markler werden.

00:08:13: das hatte hätte auch geklappt, aber da habe ich schnell gelernt auch in england dass mir es keinen Spaß macht.

00:08:20: Aus der Not heraus ist halt die Tugend geworden, wo ich heute über fünf zwanzig Jahre eigentlich geblieben bin im Handel.

00:08:27: Ja!

00:08:29: Sehr sehr schön.

00:08:31: Seit über fünfzwanzig Jahren meintest du auch Eingangs Themen wie Zukunftsforschung und Verhaltensökonomie treiben dich sehr.

00:08:40: bevor wir gleich zu deinem Markt kommen zur Führungsfragen richtig.

00:08:48: gerne zunächst einmal beleuchten, was sehr besonders wichtig ist der Shopper.

00:08:52: Also auch wenn man deine Kommunikation bei LinkedIn betrachtet beschäftigst du dich eben sehr stark mit diesem.

00:08:59: Du hattest auch einmal gesagt die Betrachtung eines Homo-Ökonomikos ist für Dich tradiert.

00:09:07: eigentlich müsste man doch den Homo emotionales betrachten also sprich Der Mensch ist eben nicht zu rational wie man ihn zu definieren scheint und das Verhalten des Menschen muss man emotional in wirtschaftliche Zusammenhänge bringen.

00:09:25: Gab es denn da einen Moment, der deinen Blick auf den Kundengrundlegend verändert hat?

00:09:32: Ja tatsächlich also das ist jetzt schon... Also sie sind zwei verschiedene Aspekte.

00:09:40: Das ist einmal glaube ich jetzt fünf Jahre her oder in Richtung Corona, da habe ich mal in Koblenz auf irgendeiner Veranstaltung eine Stammkundin getroffen.

00:09:54: Die aber nicht mehr bei mir einkaufte.

00:09:57: Als ich sie dann sah, da hab' ich sie angesprochen und gesagt, Mensch jetzt wo ich sie sehe fällt mir auf, Sie kaufen ja gar nicht mehr ein.

00:10:05: Und da sagte sie Ja das stimmt!

00:10:08: Ich fragte dann wieso nicht?

00:10:09: Da dachte ich, das kann ich Ihnen gar nicht sagen Ich fühle mich woanders wohler.

00:10:16: Und da habe ich gedacht, und dann so die Brücke auch zum Studium.

00:10:21: natürlich in der Wissenschaft herrscht notwendigerweise ja der Homo Ökonomikus vor.

00:10:26: also ist einmal das Bild oder die Fiktion im Grunde von Menschen der der hundert Prozent Wissen hat, hundert prozent Transparenz.

00:10:35: um Handel bezogen hieße das ja, ein Kunde bei mir kennt meine Hunderttausend Produkte.

00:10:41: Kennt die Preise der Hundert-tausenden Produkte im Wettbewerb

00:10:45: etc.,

00:10:46: ne?

00:10:46: Aber aus dieser Kombination und kommen noch was Drittes habe ich, weil ich mir auch diesen Wissenshunger stillen wollte, habe ich mal einen Buch gelesen von Dan Ariely Denken hilft zwar nützt aber nichts hört sich sehr humoristisch dann ist auch gut geschrieben kann ich nur empfehlen.

00:11:05: Und so irgendwie aus dieser Kombi.

00:11:07: Da habe ich gedacht, nee also ich muss mich doch mehr mit dem Beschäftigen was die Kaufentscheidung Determiniert und nicht das was die Daten mir zeigen wollen oder glauben zu zeigen weil ich sage mal Das Controlling was ich jeden Tage aufmache das zeigt mir ja dass das Verhalten des Kunden Auf der einen Seite aber Aber Nicht das Motiv Warum er kommt oder warum er eben nicht kommt?

00:11:33: Und das nochmal um die Brücke zu schlagen, zu dieser Kundin.

00:11:37: Die selbst konnte ja gar nicht sagen, warum sie nicht kommt.

00:11:40: Es war eine reine Emotion.

00:11:42: Sie kommen nicht mehr!

00:11:44: Das hat mich nicht losgelassen diese Ereignisse und deshalb glaube ich einfach wir müssen uns mehr mit dem Homo emotional ist und nenne es wahrscheinlich gibt's die Begrifflichkeit auch als mit dem homo ökonomikus beschäftigen.

00:11:58: Ja Aber was würdest du sagen, wie emotional sind Kaufentscheidungen wirklich?

00:12:06: Also es gibt jetzt kein glaube ich in der Literatur keine so richtige fundierte Kennzahl aber zumindest Maßzahlen.

00:12:14: die liegen bei ninety Prozent.

00:12:18: Emotional ist eine Kaufentschaltung.

00:12:19: Ich mache das an Beispielen fest.

00:12:21: Die kann ich auch gerne mal ganz schnell hier bringen.

00:12:25: Ein Beispiel war sich das ein paar Wochen her.

00:12:28: Ich bin ja viel auf der Fläche.

00:12:30: Da habe ich eine Frau beobachtet mit ihrem Sohn, der Sohn im Fußball-Trikot.

00:12:34: Die Frau einkaufswagen halb voll geht durch den Mittelgang und plötzlich bricht sie einen Einkauf ab, guckt auf die Uhr sagt so du musst zum Fußballtraining ab zum Einkaufen.

00:12:45: Das heißt ihr habt ja einen emotionalen Hintergrund, sagt er hat Zeitdruck, hat ein Termin.

00:12:53: Aus dieser Emotion heraus oder aus diesem Termindruck heraus bricht sie einen Einkauf ab und ich habe den Bonn, den ich habe.

00:13:01: Aber eben nicht mehr.

00:13:03: Und so ist es auch mit einer Mutter die einen Einkaufen mit drei Kindern planen muss.

00:13:09: Die hat ja eine ganz andere emotionale Hintergrund als wir ihn sehen wenn sie bei uns einkaufen geht.

00:13:18: Deshalb glaube ich, oder wenn jemand zu Hause Kummer hat.

00:13:21: Das sind ja alles Dinge die wissen wir gar nicht.

00:13:24: Wir können natürlich nicht einen Markt bauen für jede emotionale Einzelsituation aber ich glaube allein ein Supermarkt mit diesem Mindset zu denken was zum Beispiel auch Reize angeht, Reizüberflutungen

00:13:42: etc.,

00:13:44: Kasten oder Shopper-Journeys zu denken.

00:13:46: Ich glaube, da können wir schon dann mit diesem Bild der emotionalen Entscheidung vielmehr über eine Situation, die finde ich auch noch sehr bringern.

00:13:56: Die sehe ich jeden Samstag oder jeden Tag wenn ich auf der Fläche bin.

00:14:01: das zum Beispiel glauben wir ja dass wir, wenn wir mit unserem Wochenprospekt Aktionspreise mit dem Wettbewerb matchen, dass da die Kunden dann alle zu uns strömen Das, was ich in der Realität beobachte regelmäßig ist.

00:14:17: Wenn ich neben Kunden hergehe auch rein zufällig die dann sagen ach guck mal das ist ja ein Angebot und das ist dann ausgerechnet ja der Artikel, der auch im Fallblatt auf der Türseite steht aber den halt keiner wahrgenommen hat also rational nicht wahrgenommen, obwohl er das Fallblat in der Hand hat Aber durch den Impuls eben eine Emotion ausgelöst wird, da ist noch einen Schnappall, den ich mitnehmen.

00:14:41: Deshalb glaube ich, um eine Kreis zu schießen, zu einem Neunzig Prozent unterschreibe ich die Zahlen.

00:14:47: Ja aber auch hier ganz viele spannende Aspekte was sich noch mal vertiefen möchte ist ein Thema das sich ja auch im Besonderen die Zirkruppe Fünfzig Plus interessiert.

00:14:59: Woher rührt dass?

00:15:02: Das rührt den Ursprung hat es tatsächlich weil ich einer Person sage auch gerne namentlich das Dichael Meyer der Folge seit über zwei Jahren auf LinkedIn und das ist die Stimme für die Generation Z im Dachraum.

00:15:23: Die räumt natürlich mit den ganzen Vorurteilen auf, die die Generation z oder die man heute hat, die mit dem vorbehalten hatte auch ein tolles Geschäftsmodell entwickelt Und das gepaart natürlich mit allen Werbeanstößen oder Werbereitzen, oder Promotionreizen die man heute oder Kommunikationsimpulsen die ich heute so wahrnehme.

00:15:46: Die natürlich stark auf Generation Z ausgerichtet sind.

00:15:51: Ich mich natürlich selber in einem alter befinde wo ich sage ich kann mich da teilweise nicht mit identifizieren.

00:15:57: dann habe ich gesagt und auch ist es denn die Gruppe die der Träger oder die wesentliche.

00:16:07: Die wesentlichen Gruppe für den Handel auch ist und die Zahlen, die laufen halt teilweise grotesk auseinander.

00:16:15: Also es ist nachweisend das Werbebudget in sehr geringem Anteil, ich glaube es liegt so bei fünf Prozent auf Zielgruppen oberhalb von fünfzig plus Kanalisiert werden und also die ganzen werbischen in dieser werbe relevanten zielgruppe achtzehn bis neun vierzig, die irgendwann mal definiert wurde kanalisiert worden.

00:16:38: Und unter dem strich hatten mich war das ein stückweiter auslöser dass ich diese dame folge und auch einen vortrag von der ines im dal.

00:16:47: auch auch die hat den jahr zehnt vom jenen jahrzehnt zur generation z geforscht kümmert sich aber jetzt oder hat auch erkannt, es lohnt sich mit Generation Fünfzig Plus zu beschäftigen.

00:16:59: Weil die Heterogenität dieser Generation Fünftig Plus ja von Fünfzig bis, sag ich mal, fünfundachzig Jahre alles in einer Altersklasse oder eine Verhaltensklasse gepresst wird.

00:17:11: Wobei die Altersstruktur Newborn bis Fünfzlich natürlich in verschiedenen Kategorien ja auch betrachtet wird.

00:17:22: Deshalb glaube ich liegt ein erhebliches Potenzial einfach, sich damit auseinanderzusetzen und das finde ich halt außerordentlich spannend persönlich wie auch beruflich muss ich sagen.

00:17:33: Und bezogen auf deinen Markt, erhebst du hier Daten zu den Altersklastern?

00:17:38: Sofern es möglich ist!

00:17:40: Wir haben natürlich Kundenkartendaten wir haben eine Kundenkarte, eine Loyalty-Karte verbunden mit Payback Und je nach Umfang dessen, was wir zur Verfügung haben kann ich das tun.

00:17:53: Aber de facto beschäftigen mich im Moment, weil es für mich auch tatsächlich ein relativ junges Schwerpunktthema ist, auch wenn's mich irgendwie zwei Jahre subtil schon begleitet, beschäftige mich eher so mit der übergeordneten Materie die zur Verfügung steht um daraus Ableitungen auch für mein Tun in Betrieb abzuleiten?

00:18:17: Jetzt lass uns doch auch mal direkt einsteigen.

00:18:22: Zu deiner, zu eurer Markthalle in Koblenz wie schon erwähnt supermarktes jahres zwanzig fünfundzwanzig.

00:18:29: wo bist du dabei am stolzesten?

00:18:33: Also ich bin am stolzen darauf dass es eine Quittung oder eine Dokumentation einer Teamleistung ist und das ist jetzt kein Individualpreis für mich oder für einen Mitarbeitenden einzeln, sondern für das gesamte Team.

00:18:48: Also ich sage mal, dass Gesicht an der Theke oder der Verräumer in der Nachtschicht... Für den ist dieser Preis und so wird er auch wahrgenommen.

00:18:57: Und das macht mich stolz, dass jeder auch für diesen Preis mitgefiebert hat und nicht gesagt ja, der Schlüter gewinnt den Preis, sondern wir als Markt gewinnen den Preis.

00:19:08: Der zweite Aspekt, der mich besonders stolz macht, ist halt die Wertigkeit dieses Preises von einer Lebensmittelpraxis.

00:19:16: Warum ist er für mich so wertig?

00:19:17: Weil wirklich das Who and who des deutschen Handels in der Jury sitzt.

00:19:22: Von Lionel Zug über Markus Moser, Gerd Schambach... Also alle Lenker und Denker des deutschen LEHs haben Globus Koblenz in diesem Jahr zum Supermarkt, also im Zwei-Tochten-Fünf-Zwanzi-Supermark des Jahres gewählt.

00:19:37: Und das macht uns hier am Standort Vierhundertfünfzig-Köpfsversinter ungefähr, hat uns riesig stolz gemacht.

00:19:45: Ja ich habe dir auch im Vorgespräch gesagt in meiner Familie habe ich eine Person die ganz ganz großer Klobus Fan ist.

00:19:56: was würdest du ihr sagen?

00:19:57: Was ist aus deiner Sicht eigentliche DNA von Klobuss Markthallen?

00:20:02: oder vielleicht gehen wir nochmal den Schritt der Historie zu betrachten wie insgesamt die Klobusfachmärkte aufgestellt sind.

00:20:11: Das wäre bestimmt auch spannend für die Hörer.

00:20:13: Ja, ich glaube tatsächlich dass das auch zumindest überwiegend die Frage für deine Tante beantwortet.

00:20:20: ein Stück weit also gut jetzt wenn ich das rein sachlich mal betrachte ist den globalen Markthallen ja produzierender Händlern.

00:20:28: und wenn ich da rein vom Format Jetzt mal Beantworte im ersten Teil der Antwort.

00:20:34: Dann sind wir ein produzierender Händler durch unsere Metzgereien, Bäckereien und die Gastronomie, die wir an fast allen Standorten haben.

00:20:42: Hier wird täglich frisch produziert handwerklich Frisch Und vor allem kann man uns dabei zusehen.

00:20:48: Das heißt der Handwerker oder der Metzger, den sieht man ja noch beim Arbeiten, beim Zuschnitt, beim Verpacken, beim Backen und das macht uns aus.

00:20:58: zum Wettbewerb.

00:20:59: Und das sage ich jetzt auch als Globianer ist der einzig wahre Unterschied zum Wetbewerben Die Milka-Schokolade im Regal unterscheidet uns heute natürlich auch nicht.

00:21:11: Das zweite ist auch aufgrund der quasi Selbstständigkeit, so will ich es mal nennen an allen Standorten.

00:21:18: Verfolgen wir hier auch den Local Hero Gedanken.

00:21:23: Wir können uns hier der Markthalle Koblenz ein Bild geben für den Standort Koblenzen.

00:21:29: Also ist jetzt keine Zentrale drüber die sagen ihr müsst euch ausrichten und wir können das hier im gesamten Team Autark und individuell gestalten, so wie wir glauben das am Standort richtig ist.

00:21:41: Da geht es dann nicht nur um die Gestaltung der Markthalle jetzt im Inneren sondern eben auch das Engagement und die Verbindung nach außen.

00:21:48: also wo sponsorn wir welche Veranstaltungen unterstützen wir?

00:21:55: Wie engagieren wir uns in Sachen Kultur Bildung und Sport beispielsweise?

00:22:00: Das entscheiden wir hier halt im Team.

00:22:03: Am Ende muss natürlich Das sage ich auch fairerweise, Globus ist ja ein Wirtschaftsunternehmen und wir auch einen Standort der Gewinne erzielen muss.

00:22:14: Und innerhalb dessen können wir uns aber frei bewegen.

00:22:17: Das heißt es geht immer um Weiterentwicklung nicht um Gewinnmaximierung sondern weiterentwicklinge und innerhalb dieser Prämissen können wir sich bewegen.

00:22:27: und das dritte ist... Werte oder versuche auch Impulse zu geben, um das in den Mindset des gesamten Teams zu bekommen.

00:22:37: Natürlich durch Überzeugung jetzt nicht durch Anweisungen also dass wir uns als Gastgeber sehen wie im Hospitality.

00:22:44: Das können wir ja auch nur durch diese Freiheit die wir haben Unternehmertum am Standort aber ich sage auch immer Unternehmertum an jedem Platz sind.

00:22:53: Das heißt der Mitarbeiter, der am Regal arbeitet oder im Getränkebereich hat ganz andere unternehmerische Freiheiten als jemanden in einem zentral gesteuerten Unternehmen arbeitet und das alles zusammen.

00:23:07: Nina das führt dazu, wie ich von aus dass deine Tante sich sowohl in dem Globus fühlt weil sie halt nicht nur... ist einmal die Ware im Regal präsentiert bekommen, sondern auch noch einen Menschen hat der mit dir redet.

00:23:22: Damit nochmal ganz liebe Kruseantante Brigitte an dieser Stelle, die freut sich bestimmt.

00:23:28: Ja du hast damit auch schon ganz viel beantwortet.

00:23:32: ja also was ihr auf der Fläche anders macht welche Rolle Eigenständigkeit und auch regionale Identität bedeutet.

00:23:40: Könntest du bitte noch einmal Klobus im Gesamtgefüge einordnen, also in der Lebensmittel-Landschaft für die, die hier besonders interessiert sind?

00:23:51: Ja gerne.

00:23:52: Nina, also ergänzt noch zudem das ist auch ein Merkmal vom Klobus.

00:23:59: Wir versuchen an den Standorten, sagen wir mal wenig vom Gleichen und viel von Besonderern darzustellen für die Kunden weil um eben auch diese Austauschbarkeit zu verhindern gegenüber dem Systemwettbewerb.

00:24:13: Also so viel Großflächen-Wettbewert gibt es ja am Ende des Tages nicht.

00:24:18: und Globus Markthallen Deutschland ist ja im Ranking bei Weitem, nicht der größte Händler natürlich oder Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland weiß jetzt nicht wo wir ranken irgendwo um die Gangdreißig vielleicht auch ein bisschen höher aber das ist gar nicht so wesentlich.

00:24:36: nur da wo wir sind an den Standorten da sind wir Die beliebteste Einkaufstätte.

00:24:42: Also, beliebt.

00:24:44: auf der einen Seite kann man das wirklich an Daten festmachen... ...an der Anzerkassenwohnungs- oder an zwei Millionen verkauften Fleischbrötchen.

00:24:50: Vielleicht gibt es Brötchen die ich immer gerne anbringe so als Maßzahl und da kann ich auch sagen...

00:24:56: Die setzt hier als Markt um im Jahr?

00:24:59: Genau nur als Standort hier!

00:25:02: Und wie gesagt, das sind ja Standorte.

00:25:05: Das sind auch bekannte Zahlen die in der Presse sind dieser Standort macht hier mehr als Achtzig Millionen Umsatz und über eins Komma sechs sieben Millionen Kassenbonks im Jahr.

00:25:15: Das heißt allein da deshalb sind wir insofern die beliebteste Einkaufstätte.

00:25:20: aber ich glaube halt dass rührt nicht nur daher dass wir jetzt die Produktionsbereich haben sondern weil wir einfach ein anderes Menschenbild haben, vom Kunden her denken konsequenter als ich glaube dass es andere tun und damit das ist eben nicht nur prozessual vom Kunden gedacht sondern einfach welche Bedürfnisse und welche Lösungen braucht der Kunde.

00:25:41: Da sich eher so unser unser Kundendenken geprägt und ja unten natürlich auch wir habe ich eben gesagt Ich glaube Wir sind ja letzte echte Großflächen Einzelhändler Mit Zehntausend Quadratmetern hier in Koblenz.

00:25:57: Die Fläche muss ja bespielt werden, aber auch nicht immer durch... Ich mache alles mit Ware voll sondern eben ich nutze die Fläche, Events zu gestalten und Kundenabwechslung zu bieten dass er sich hier eine Aufwärtsqualität bekommt und nicht nur eine Einkaufstätte.

00:26:18: Ich finde ja in dem Zusammenhang auch sehr spannend die Frage, wie man Loyalität schaffen kann.

00:26:26: Und das hast du auch herausgestellt eben nicht nur über den Preis funktioniert sondern darüber, wie ich emotional die Kunden und Kundinnen anspreche mag.

00:26:40: Ein Gedanke der mir hier kommt ist ein Flashmob, den du unter anderem mit dem Team organisiert hast Auch jeder Faktor Erlebnis schaffen für Loyalität.

00:26:56: Solche wertvollen Aktionen spiegeln ja auch deine Art der Führung wieder?

00:27:06: Damit verbunden meine Frage, was ist dir persönlich bei der Förung deines Marktes am wichtigsten?

00:27:14: Ja also da sind auf jeden Fall zwei Dinge die mir besonders wichtig sind.

00:27:20: einmal mein Verständnis von Führung, dass es eine Bringschuld ist und das ist kein Privileg zu führen.

00:27:32: Sondern ich glaube als Führungskraft ist man in der Verpflichtung erstmal denen auch stückweit zu dienen die Arbeit tun also die Rahmenbedingungen zu schaffen den Rahmen zu stecken ich sage mal die Ausstattung zu schaffen dass die Arbeit getan werden kann.

00:27:52: Das ist ein tiefes Führungsverständnis von mir, dass es kein Privileg ist, Führungskraft zu sein.

00:28:00: Und das Zweite, das ist auch eine Prägung tatsächlich aus meiner Zeit bei Aldis als Vorbild zu fungieren.

00:28:07: Das heißt, auch wenn meine Tätigkeit heute – weil Globus auch so aufgestellt ist und sagt einen Geschäftsleiter am Standort ist eben nicht derjenige der den ganzen Tag durch den Markt geht und die Preichilder kontrolliert, sondern auch strategische Aufgaben fürs Gesamtunternehmen mit übernimmt oder Projektarbeiten.

00:28:29: Aber dennoch gehört es für mich dazu dass ich sage wenn wir die heißen Phasen haben Weihnachten Ostern Feiertagskonzellation dann habe ich den Kittel an und arbeite am Regal ziehe die Pappe oder was auch immer gerade anfällt.

00:28:45: Das ist mir wichtig und das tue ich auch aus tiefster Überzeugung.

00:28:48: Ich kann noch viel mehr nennen, aber ich merke nicht nur bei Globus, sondern auch vorher war es ja immer mein Verständnis diese beiden Dinge.

00:28:58: Da hat das immer dazu geführt dass sich hier ein ganz gutes Team hinkriege, einen ganz guten Teamzusammenhalt der zumindest nicht sagen kann oder der Chef hockt den ganzen Tag in seinem Büro und lässt uns hier ackern.

00:29:11: Und deshalb glaube ich, dass das sind zumindest meine Parameter für gute Führung die ich seit Jahren verinnerlicht habe und erfolgreich anwende.

00:29:23: Mehr ist es auch nicht für mich.

00:29:27: Wie viele Mitarbeiter sind in der Markthalle beschäftigt?

00:29:35: Wie groß ist das Team?

00:29:37: Wir haben knapp vierhundertfünfzig Köpfe Also in Köpfen, ich ergänze oft.

00:29:46: Wir beschäftigen ja auch noch eine Reinigungsfirma Handwerker permanent.

00:29:50: Da kommen bestimmt auch nochmal zwanzig, dreißig dazu die wir dann nicht sagen mal mittelbar beschäftigen oder die von so einer Markthalle alleine auch teilweise erleben können.

00:30:01: Ja sehr großes Team.

00:30:05: Wie gut schläfst du?

00:30:06: Wie schwer wiegt die Verantwortung?

00:30:10: Ich schlafe gut Schlafe gut, weil mein Team ist brillant hier.

00:30:18: Also mein Führungsteam das auch so aus ca.

00:30:22: zwanzig Personen besteht.

00:30:24: Das sind alles echte Globianer die lieben dieses Unternehmen.

00:30:28: Die lieben aber auch diesen Markt hier, weil sie eine Freiheit haben von der sie wissen dass sie die woanders nicht bekommen.

00:30:36: Aber Freiheit das heißt ja nicht Komfort.

00:30:38: Sie haben keinen Komfort von mir dadurch erhalten sondern Verantwortung.

00:30:43: Und das sind auch alles Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen und ich schlafe auch deshalb gut weil das passt vielleicht noch zur vorigen Frage.

00:30:51: mir ist immer wichtig dass sich Menschen versammelt bekommen, die besser sind als ich.

00:30:58: Weil ich sage, ich habe keine Angst davor dass jemand an meinem Stuhl segt.

00:31:01: Ich sag mal am liebsten tut er oder sie das weil ich dann weiß okay da sind top Leute entweder in einem bestimmten Fach oder insgesamt mein Gott dann ist es so.

00:31:10: aber ich weiß eine gewisse Zeit auch und das ist ja endlich ne gewisse zeit hab ich hier die besten leute um mich herum und wenn die das weiter transportieren und ähnlich denken was ich mir wünsche was ich versuche auch zu propagieren.

00:31:27: Dadurch ergibt sie einfach ein super verantwortungsvolles Team und deshalb schlafe ich wirklich sehr gut in Bezug auf meinen Betrieb hier.

00:31:36: Ja, das hast du auch sehr schön gesagt... In Abgrenzung vielleicht auch zu merken was für das zu sagen?

00:31:53: Was machen...?

00:31:54: denn andere Führungskräfte im Handel eventuell falsch.

00:32:00: Also was ist dir besonders wichtig, wo du sagst?

00:32:02: Da möchtest du dich auf jeden Fall abgrenzen!

00:32:05: Ja also ich glaube der Erfolg der Globus-Markthalle Koblenz und auch vieler anderen Markthaler Globus gesamt, der liegt im Kern darin dass das messbare, die Kennzahl nicht immer das Wichtigste ist sondern der Mensch im Vordergrund steht, also der Kunde als Mensch und der Mitarbeiter als Mensch.

00:32:31: Diese Einstellung und dieses Bild oder dieser Wert macht den Unterschied.

00:32:42: Und was ich auch glaube ist das viele Führungskräfte im Handel... keine Entscheidung treffen.

00:32:52: Das grenzt uns hier ab, das grenzt mich auch, wo ich sage, ich bin sehr risikofreudig in darin Entscheidungen zu treffen natürlich mit allen Konsequenzen.

00:33:01: Jede Entscheidung hat eine Konsequent.

00:33:03: und aber das macht glaube ich heute den Unterschied.

00:33:05: Das erkenne ich immer wieder dass wir uns nicht hinter irgendwelchen Gewohnheiten oder Prozessen verschanzen sondern Entscheidungen treffen um voran zu kommen, nicht um Entscheidungswillen und auch nicht um Aufgaben noch mehr aufzuladen.

00:33:19: Und das Dritte ist Ein Stück weit ja auch dazu ist den Mut und den Fokus darauf, etwas wegzulassen.

00:33:27: Heute geht es eigentlich immer mehr darum oder es wird ja heute als Leistung anerkannt wenn immer mehr hinzugefügt wird.

00:33:33: Aber ich glaube im Kern ist es wichtig und geboten auch Dinge weg zu lassen und sich auf das Wesentliche so konzentrieren oder auch bewährtes neu zu entdecken.

00:33:46: Das ist eine Maxime von mir, dass wir uns nicht immer neu erfinden oder du hast auch gerade den Flashmob angesprochen, ja das ist ein Highlight.

00:33:55: Das ist auch ein Erlebnis.

00:33:56: aber das Erlebnis ist halt auch.

00:33:59: ich sage mal das guten Tag und auf Wiedersehen an der Kasse.

00:34:02: heutzutage muss ich fairerweise sagen dass bekomme ich beim Wettbewerb oder auch wenn ich in Bekleidungsladen gebe komme ich heute nicht mehr überall.

00:34:10: das kann halt auch ein erlebnis Faktor sein.

00:34:13: schon heute

00:34:15: da gebe ich dir ein hundert Prozent recht.

00:34:17: also wie oft erlebe ich es?

00:34:20: Den Menschen im Supermarkt den Tag versüßt, wenn auch die Mitarbeiter herzlich sind und freundlich sind zugewandt.

00:34:28: Das schafft eine Nähe gerade auch in Zeiten wo Einsamkeit noch mal ne größere Rolle spielt.

00:34:33: Du hattest auch gesagt risikoreiche Entscheidungen treffen?

00:34:37: Hast du da noch ein oder zwei Beispiele für uns?

00:34:41: Ja, tatsächlich auch noch mal zu deiner Frage.

00:34:45: Wie ist das Unternehmertum hier geprägt?

00:34:47: Das ist jetzt eine Weile her.

00:34:49: Wir haben hier expandiert, weil ich gesehen habe oder grundsätzlich der Meinung bin dass ein Standort, der fix an einer Stelle steht irgendwann ja an die Grenzen des Wachstums kommt.

00:35:02: und wir sind nach dreißig Jahren in einem EC Center seit zwölf Jahren hier auf die Grüne Wiese gewandert.

00:35:08: und da habe ich gesagt, so wir müssen wieder zum Kunden gehen weil die Kunden halt von irgendeinem nicht von überall zu uns kommen.

00:35:15: Und so habe ich eine sehr hohe Investitionsentscheidung getroffen um uns zu filialisieren.

00:35:21: Wir haben mittlerweile fünf externe Verkaufsstellen also Metzgereien über die Jahre jetzt bekommen, also seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn und das war damals eine Entscheidung klar, die hätte auch schiefgehen können.

00:35:34: Das ist jetzt die eine, die andere ist auch beruflich mutig.

00:35:39: Ich habe mich vor kurzer Zeit von der Führungskraft getrennt wo man gesagt hätte so wenn der Trainer von Real Madrid nach einem Champions League Sieg gefeuert wird könnte man das nicht verstehen.

00:35:53: So ähnlich war es hier in dieser Situation dass wir uns in die Augen geguckt haben und gesagt haben das läuft zwar alles gut Aber ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass diese Person uns mit in die Zukunft bringen kann.

00:36:08: Wieso

00:36:08: stehen das auch hattet?

00:36:10: Gar nicht mal Werteverständnis.

00:36:14: Vielleicht doch Werteverstand, aber vielleicht ein Engagementverständnis.

00:36:19: Dann was mal so und wo ich sage, ich muss mich ja auch verändern mit den Zeiten, die wir haben, die kommen.

00:36:26: Ich muss viel flexibler sein, das was ich eben gesagt habe.

00:36:31: In der Konsequenz wo ich sage von mir es kann eine Führungskraft so gut sein und mich ersetzen weil ich sie dahin gebracht habe aber genauso setze ich den Anspruch auch daran wenn sie sich nicht dahin entwickelt dass ich dann sage okay dann ist die vielleicht für andere Gut genug, aber wenn ich sage so, dass das nicht keine zukunftsfähige Verbindung ist.

00:37:00: Dann dann konfrontiere ich das auch.

00:37:04: Das habe ich in dem Fall und klar die Wahrnehmung war ja so.

00:37:08: das Risiko wie machen wir das jetzt ohne Führungskraft?

00:37:12: Und oft ist es ja so, dass das dann aus einer Situation auch Neues und eine andere Dynamik entsteht.

00:37:19: Und tatsächlich ist das eingetreten... Also ich will jetzt nicht sagen, dass alle mutig Entscheidungen gut gegangen sind aber die gerade beschriebenen sind gut gegangen.

00:37:27: Ja,

00:37:27: das folgt bisher sehr schön!

00:37:30: Auch gerade Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Werteverfolgen finde ich auch sehr wichtig.

00:37:36: Lieber Patrick mit Blick auf die Kommunikation als Geschäftsleiter insgesamt auf LinkedIn.

00:37:45: Du bist ja hier sehr sichtbar für ein Handelsmanager, was ich sehr schätze dass du ehrliche tiefgreifende Einblicke gibst.

00:37:55: Ich würde jetzt mit dir gerne über Kommunikation im Allgemeinen sprechen also die Kommunikations in Richtung des Teams, Kommunikion eben auf BtoB Ebene.

00:38:08: Wie hast du hier für dich dein Weg gefunden, wie du vorgehen möchtest?

00:38:14: Ja also erstmal grundsätzlich glaube ich dass Kommunikation ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg ist.

00:38:20: Also für den Erfolgen meines Betriebes.

00:38:24: Wenn ich da erst mal auf die interne Kommunikationsgehe Ist das ein enorm wichtiger Bestandteil.

00:38:31: Ich muss sagen da habe ich mich auch mit meinem Team entwickelt in den zwölf Jahren, wo ich am Standort bin.

00:38:38: Also zu Beginn vermutlich auch viele habe ich fest daran geglaubt dass es eine Meetingstruktur und eine Meetingkultur braucht.

00:38:48: also was mache ich damit?

00:38:50: Ich hab jeden Montag meine drei Ängstenführungskräfte also die sogenannten Bereichsleiter um mich herum nicht um mich mit mir zusammen bitte weil sie falsche Ausdrucksweise und dann besprechen wir halt so die Dinge die anfallen oder die wichtig sind Und dann einmal im Monat den größeren Führungskreis, für die Monatsabbrechnungen das zu besprechen etc.

00:39:13: und auch alles was anliegt.

00:39:15: Das haben wir alle sehr konsequent gemacht in den ersten Jahren aber das ist deutlich weniger geworden weil das was ich tue und was auf meine Führungskräfte tun ist das tägliche Gespräch auf der Fläche.

00:39:28: Das ist mir ganz besonders wichtig.

00:39:30: deshalb verbringe ich auch morgens das erste was ich tu.

00:39:34: Also hört sich jetzt vielleicht nicht viel an, wenn ich hier zehn zwölf Stunden am Tag im Betrieb bin.

00:39:39: Aber zumindest mal die ersten zwei bis zweieinhalb Stunden am Tage hören halt der Fläche und den Gesprächen mit meinen Führungskräften auf der Flache, die morgens da sind und dann am Nachmittag noch einmal ähnlich.

00:39:53: Und da habe ich jetzt zugeben die letzten zwei Jahre gemerkt dass das ist viel effizienter.

00:39:58: natürlich brauchst du nochmal so die Gruppe zusammen Alle auf ein Informationsstand zu bringen, aber so dieses operative Geschäft das ist in der Kommunikation.

00:40:08: Auf der Fläche sage mal walk and talk also dass das ist für mich viel effizient und ich glaube auch dass Das kommt auch viel besser an beim Empfängern weil ich sehe ja in den Gesichter wenn es heißt wieder ein Meeting Wo ich immer gut darauf vorbereitet bin, aber ich glaube das wollen die gar nicht.

00:40:26: Viele nicht.

00:40:26: Denn froh wenn sie nicht im Meeting sitzen müssen und sich irgendwelche Kennzahlen durchgepeitscht werden.

00:40:32: dann sage ich lieber so dass das Gespräch an der Ware auf der Fläche und extern betrachtet Nina ist ist Kommunikation von daneben zur Kernkompetenz geworden in den letzten Jahren.

00:40:44: Das sehe ich ganz klar so und deshalb habe ich vor zwei Jahren auch gesagt, wir müssen was tun!

00:40:50: Wir sind auf Social Media jetzt auch lokal gesehen überhaupt nicht präsent.

00:40:54: Und glücklicherweise habe ich zwei sehr exrovertiertere Kolleginnen und Kollegen in der Marketing-Abteilung, die ein bisschen plämmplämt sind Und die sind sehr prädestiniert dafür, Social Media zu machen.

00:41:12: Da haben wir uns vor zwei Jahren darauf fokussiert und das begonnen mit sehr großem Erfolg.

00:41:18: Sind zwar auch primiert worden für ... Mit einer großen Brandeword in Berlin letztes Jahr.

00:41:25: Auch im Jahr zweitausendfünfundzwanzig war ein gutes Jahr für uns.

00:41:30: Patrick, lass mich raten!

00:41:31: Daraus ist dann auch die Flashmob-Idee entstanden von den drei liebegartenden Social Media Kollegen?

00:41:37: absolut.

00:41:38: Die sind ja jetzt mittlerweile fast fulltime Social Media Creator, sag ich mal.

00:41:44: Darauf habe ich gesetzt weil ich einfach glaube das und wir machen da ja kein Produktpreiswerbung in Social Media.

00:41:51: Ich hab gesagt also wir haben gesagt Wir machen Supermarkt Entertainment und das gelingt uns und ich glaube auch dass wir dadurch einfach diese Marke Globus Koblenz natürlich speziell dass wir die einfach weiter entwickeln, dass auch du hast eben gesagt Identität.

00:42:09: Dass wir die Identität der Mitarbeitenden dadurch stärken für diesen Standort aber auch der Kunden, die bei uns auf einkaufen sagen ja das ist mein Markt und da ist die Kira und der Tommy, die natürlich dann eher die jüngere Zielgruppe ansprechen.

00:42:26: und daraus aus diesem ersten Meeting damals ist tatsächlich meine LinkedIn Präsenz geworden wo dann eine externe Beraterin hat damals, wo gesagt haben wir brauchen ein bisschen Struktur.

00:42:40: Die dann einfach nur gesagt, Herr Schlüter, probieren Sie es doch mal!

00:42:43: Einfach mal starten?

00:42:45: Ja, einfach mal starte.

00:42:47: und ich muss zugeben Nina, leider auch ein Stück weit habe ich jetzt, ich mache zwar ein bisschen Sport aber ich hab jetzt nicht so wirklich die Hobbys, weil ich hier mit dem Markt verheiratet bin aus Überzeugung Aber das ist ein Stück weit echt mein Hobby geworden, wo ich sage.

00:43:03: Ich habe da tolle Menschen drüber kennengelernt.

00:43:06: LinkedIn ist für mich eine Wissensplattform auch eine eine Plattform, wo manche Menschenfolge die eine Haltung kommunizieren was ja auch sehr wichtig.

00:43:15: Wo ich auch sage klar immer im Einklang mit den Unternehmenswerten versuche natürlich jetzt nicht irgendwie gehaltlos zu kommunizieren, sondern auch ein Stück weit auch Haltung für den Handel, für meinen Standort zu transportieren.

00:43:35: Und ich glaube das ja... Ich will jetzt nicht sagen ob ich das nicht erfolglos da irgendwie messen, aber ich glaube so dass erstmal der Handel ist halt relativ wenig auf LinkedIn vertreten.

00:43:46: Sind ein paar, denke ich mal ein paar gemanaged Accounts die da unterwegs sind.

00:43:52: und Und was mir halt Spaß macht, ich habe so ein Potpuri an Geschichten hier.

00:43:57: Also ich sage immer jeder Fleisch geht ist eine Geschichte oder jeder Kunde ist eine geschichte und deshalb wird es mir eigentlich nie an Ideen ausgehen.

00:44:08: Auch wenn ich jetzt einen Fokus ein Stück weit auf das, was du eben sagtest Generation Fünfzig Plus habe Das ist mein Steckenpferd, mein Fokus der mich interessiert private und beruflich und den verbinde ich halt im Moment thematisch auf der Plattform

00:44:24: Ja.

00:44:24: Nein, total schön!

00:44:25: Aber auch genau das, nämlich bei dir war diese gute Mischung wirklich Aushaltung und Mehrwertstiften.

00:44:32: Und ich finde ja grundsätzlich auch mit einer Effizienzsteigerung, auch mit KI ist es ja umso wichtiger als Mensch aufzutreten.

00:44:45: Da kann ich dich auch nur Glück wünschen.

00:44:47: Danke.

00:44:49: Damit möchte ich gerne zur Abschlussrunde mit dir antreten und nochmal den Blick öffnen in Richtung Zukunft des stationären Handels.

00:45:01: Der stationäre Handel wird ja eigentlich seit Jahren totgesagt, warum glaubst du trotzdem an seine Zukunft?

00:45:11: Also ich glaube tatsächlich beantwortet die Frage erstmal mit Ja.

00:45:15: Ich glaube daran Auch wenn online natürlich weiter Anteile gewinnt, Lebensmittel-Einshandel weniger.

00:45:23: Aber ich glaube das sind ja keine Konkurrenten, Online und Fläche.

00:45:28: Man ist irgendwie ein Stück weit sich das so aus dem eigenen Use Case heraus.

00:45:36: Da habe ich mal so eine bisschen Arbeitsteilung.

00:45:38: der Online Handel, der ermöglicht Bequemlichkeit.

00:45:41: Ich kann das zu Hause erledigen oder digitale Erledigung was... was unbequem ist, zur Not mir etwas liefern lassen.

00:45:49: Aber der stationäre Handel das ist für mich wirklich ein unersetzlicher Ort und ich mag dieses Bild vom dritten Ort.

00:46:00: Das mag ich.

00:46:01: Was meine ich damit?

00:46:02: Das glaube ich auch irgendwo definiert.

00:46:04: Ich könnte jetzt das Buch nicht mehr wiedergeben aber... Der Dritte Ort ist so ein Ort zwischen den Verpflichtungen an der Arbeitsstelle und den Verpflichtungen zu Hause.

00:46:17: Das heißt du kommst also hierhin, das ist ein Supermarkt, das kann aber auch in Freizeitparken, Kino sein, eine Bar wo du sagst so du gehst mit diesem Bild was ich jetzt wirklich ein paar Jahre liebe.

00:46:30: beobachte auch meine Kunden.

00:46:32: und du merkst wenn manche aus dem Auto steigen die kommen dann hier rein so die entschleunigen Stücken Die gehen durch die Regale, lassen sich inspirieren oder gehen einfach halt nochmal einen Kaffee trinken bevor sie nach Hause fahren.

00:46:44: Oder umgekehrt vor der Arbeit.

00:46:48: und deshalb glaube ich daran dass das einfach ein supermarkt heute wie in der Zukunft viel mehr einfach eine Begegnungsstätte ist.

00:46:57: Ich weiß dieses Bild gibt es immer öfter aber ich glaube Wir haben hier ein Koblenz und Globus auch den Mindset, dass wir das so ausprägen werden.

00:47:06: Der wird für die Begegnung der Menschen in der digitalen Welt eine ganz wesentliche Rolle spielen.

00:47:11: Das habe ich fest dran!

00:47:13: Und wenn nun die Zukunft ganz konkret schaust?

00:47:15: Also wie genau sieht da für dich einen erfolgreichen Supermarkt aus?

00:47:21: Welche Entwicklung braucht es dann noch?

00:47:28: Ich sage mal einen Supermarkt... Also ein paar Jahre, der wird in meinem Augen deutlich anders aussehen.

00:47:35: Er wird erst mal einen deutlich kuratierteren Sortiment haben müssen.

00:47:41: Der braucht auch viel kuratierter Reize.

00:47:43: und ich sage heute auch wenn wir diese ganzen Themen Retail Media und wie viele Werbeschilder muss ich noch aufstellen?

00:47:52: Da schlage ich auch die Brücke zu dem, was ich am Anfang gesagt habe.

00:47:55: Dass ich mich eher mit der Emotion... ...mit dem limbischen System des Menschen beschäftigen muss und das muss ich auf der Fläche jetzt widerspiegeln.

00:48:05: Und da brauche ich keinen hunderttausend Artikel.

00:48:07: Da brauche vielleicht dreißig oder vierzigtausende Artikel und da braue ich nicht an der Banane ein Schild.

00:48:12: Achtung hier ist die Banane!

00:48:15: Also er wird deutlich reduzierter sein in meinen Augen, in diesen Aspekten.

00:48:19: Also Sortiment und Reize.

00:48:21: aber er wird größer sein in Sachen Begegnungsstätte.

00:48:25: Plattform für Veranstaltungen, Plattform for Erlebnis und am Ende des Tages wird er sich definieren müssen darüber... Da gibt es ein paar Beispielen die ich gelernt habe muss er definieren darüber nicht was er anbietet oder was für ein Sortiment er hat sondern im Grunde was für den Gefühl er erzeugt.

00:48:44: Ich habe das...hört sich jetzt alle so ein bisschen pauschalern, aber ist halt auch eine Emotion.

00:48:49: Auch von mir und ich durfte im letzten November durch die Universität fahren zu einer Benchmark-Reise und da hab' ich zwei drei Händler, das war jetzt nicht Walmart, das waren zwei drei händler wo ich reingegangen bin und da habe ich einen dreckigen Gefühl gehabt.

00:49:06: Da habe ich gesagt, dafür steht er!

00:49:08: Und ich wusste am Anfang, ich werde mich nicht unwohl fühlen schweren Worte zu greifen.

00:49:13: aber das wie gesagt am anfang dass das ist die aufgabe ein super.

00:49:17: so wird er sich definieren auch profilieren müssen in zukunft und auch vielleicht noch abschließend, weil es auch zur globus passt.

00:49:26: Er muss sein handwerk er muss mehr handwerkt zeigen, weil handwerk hat zukunft.

00:49:32: Weil Handwerk mit mensch zu tun hat.

00:49:33: Handwerk hat mit Authentizität zu tun Und ich glaube, da besteht eine sehr große Chance für alle die Handwerk zeigen können.

00:49:45: Das muss ja gar kein Lebensmittel sein.

00:49:46: das kann auch ein Möbelhändler sein der sagt er zeigt mal seine Produktionsschritte auf der Fläche auf den Fünfzigtausend Quadratmetern dir anbieten die ihr bespielen musst hat immer den Mut was anderes zu zeigen.

00:49:59: glaube in diese Richtung glaube ich persönlich muss sich eigentlich der handel entwickeln.

00:50:06: Ich finde es sehr, sehr spannend auch was du zu Retemia gesagt hast.

00:50:10: Du weißt ja das ist auch ein steckenpferd von mir Auch der Aspekt Reize zu reduzieren vielleicht eine Listung zu reduziern.

00:50:21: Sehr interessant Für mich Ist ja das eigentlich über Thema wie kann man wirklich die Loyalität schaffen Über den Preispunkt hinaus Wenn wir jetzt noch mal den nächsten Schritt gehen, auch in Richtung der Marken die gelistet werden.

00:50:40: Der Prans.

00:50:42: Was würdest du sagen?

00:50:45: Können hier Markenhersteller mitnehmen um sich für die Zukunft zu verabnenden?

00:50:58: Also sie müssen ... Die Marken, die müssen in meinen Augen ja die müssen die Lösung für ein Problem besser Also entweder besser kommunizieren oder darstellen.

00:51:16: Gibt ja dieses Bild, kaufe ich den Bohrer?

00:51:18: Oder kaufe das Loch... ...oder auch als Lebensmittel, sag' ich nicht.

00:51:22: Ich kaufe nicht das Lebensmittel sondern ich kaufe ja den Anlass!

00:51:25: Oder die Lösung.

00:51:26: Ich kauf die Lösung für mein Grill-Event und für meine Gesundheit.

00:51:32: Ein Lebensmittelhändler ist ja eigentlich eine Apotheke vor der Apotheken, wenn ich jetzt mal sage so einen Markenhersteller im Gesundheitsbereich.

00:51:41: Also ein März-Spezialdragiel ist ja ne Marke aber kommuniziert die die Lösung korrekt oder irgendwie offensiv genug sodass das sich als Kunde erfasse?

00:51:52: wofür steht denn diese Marke?

00:51:54: Oder dieses Produkt übergeordnet?

00:51:55: natürlich weil du die Marke hier ansprichst.

00:51:57: welche Lösungen bietet dieser Marke an glaube ich, das ist ganz wichtig für Markenhersteller.

00:52:07: Das klar ist!

00:52:08: Ja ja, lieber Patrick, das war ein wunderbarer Ausflug in die vielfältige Handelslandschaft aus deinen Augen für die Klubusmarkthalle.

00:52:25: Dafür herzlichen Dank.

00:52:27: Ich möchte dich noch zum Abschluss fragen Das schon gesagt, du bist ja eigentlich auch mit deinem Markt verheiratet.

00:52:34: Es bleibt dir wenig Zeit!

00:52:36: Was schenkt ihr trotzdem Energie?

00:52:40: Was tut ihr gut?

00:52:43: Also persönlich schenke mir natürlich meine Familie Energie Weil das im Grunde ja auch ein Fixpunkt ist für mich, weil Menschen brauchen glaube ich in städtiger Veränderung einfach Fixpunkte.

00:52:55: Für mich ist es die Familie, die auch weise und vor allem meine Frau hier aus dem Handel kommt, die weiß warum ich so viel arbeite und warum ich's auch gerne tue, was sie selber tut.

00:53:06: Und diese Lust auf Zukunft nenne ich mal.

00:53:12: Also ich sage in jeder Phase wird es Gewinner geben.

00:53:17: Und ich glaube fest daran, dass sich zu den Gewindern gehören will mit dieser Markthalle Koblenz.

00:53:23: Ob jetzt makroökonomische Krisen um uns herum sind die morgen enden und übermorgen neue ausbrechen das also ich finde das muss ich ehrlich gesagt von der Grundeinstellung einfach mega spannend und das gibt mir mehr Energie.

00:53:38: ja hier jeden Tag Tag zum Globus zu kommen und natürlich auch überhaupt Lust auf meine Arbeit zu haben, Lust aus Leben zu haben.

00:53:48: Da habe ich eine positive

00:53:50: Grundeinstellung.".

00:53:52: Ja das ist genau die Energie, die wir brauchen.

00:53:55: und damit nochmals herzlichen Dank lieber Patrick für das Gespräch!

00:54:00: Und ich freue mich auf das nächste Mal.

00:54:02: alles Gute für

00:54:02: dich!".

00:54:03: Ich danke dir Nina,

00:54:04: bis dann.

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