114: 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗩𝗲𝗿𝗽𝗮𝗰𝗸𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂𝗿 𝘀𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝘂𝗳𝗴𝗮𝗯𝗲 𝘄𝗶𝗿𝗱
Shownotes
🎙️ 𝗡𝗲𝘂𝗲 𝗙𝗼𝗹𝗴𝗲 𝗙𝗠𝗖𝗚𝘃𝗶𝗯𝗲𝘀 „𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗩𝗲𝗿𝗽𝗮𝗰𝗸𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂𝗿 𝘀𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝘂𝗳𝗴𝗮𝗯𝗲 𝘄𝗶𝗿𝗱“ mit Flora Fliegner, Gründerin und CEO von pack3. „Wird denn jetzt dem Lindt-Häschen das Glöckchen verboten?“ Eine Frage, die sinnbildlich für die Diskussion rund um die neue PPWR steht. Denn ab dem 12.08.2026 wird die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) in der EU verbindlich – und verändert die Verpackungswelt für FMCG und Handel grundlegend. Flora Fliegner spricht mit Nina Ascheron-Polter darüber, warum Verpackung längst kein rein technisches Thema mehr ist und weshalb Unternehmen jetzt beginnen müssen, Verpackung strategisch mitzudenken.
🔍 𝗪𝗮𝘀 𝗲𝘂𝗰𝗵 𝗲𝗿𝘄𝗮𝗿𝘁𝗲𝘁: • Weshalb die PPWR Unternehmen zum Umdenken zwingt • Wie sich Verantwortlichkeiten zwischen Markenherstellern und Handel verändern • Warum Deutschland beim Thema Verpackung weniger weit ist als oft angenommen • Welche Chancen Materialinnovationen bieten • Warum Verbraucher, Handel und Industrie gemeinsam Verantwortung tragen • Und warum die Branche jetzt ins Handeln kommen muss – statt abzuwarten 📍 Für alle, die sich mit Verpackung, Nachhaltigkeit, Regulierung und der Zukunft von Kreislaufwirtschaft beschäftigen.
In dieser Folge erwähnt: PPWR, European Green Deal, Frosch (Werner & Mertz GmbH), REWE, Lidl, ALDI, Lego, FU Berlin, Beuth-Hochschule Berlin, Unverpackt Läden, Zweiradindustrieverband
Packaging #PPWR #Kreislaufwirtschaft #Sustainability #FMCG #Retail #CircularEconomy #Verpackungsinnovation #DesignForRecycling #RetailStrategy #Nachhaltigkeit
Transkript anzeigen
00:00:06: FMCG Wipes, dein One-Stop-Podcast
00:00:07: für FMC G und Handel Insights.
00:00:14: Wir sind Nina, Finn und Daniel.
00:00:16: Jede Woche spricht einer von uns mit Gästen aus FMCg und Handl heute mit Verpackungsexpertin Flora Fligner von Packdrei.
00:00:30: Also insgesamt finde ich das eine Verpackungen sowieso einfach ne komplette Daseinsberechtigung hat.
00:00:36: also das finde ich dass sollte man sich noch mal irgendwie so ins Bewusstsein rufen dass die Welt nicht unverpackt funktionieren kann.
00:00:45: Also, die Verpackung ist jahrelang oder jahrzehntelang bis jetzt immer mitgelaufen und wurde so am Ende.
00:00:51: also stell dir vor du entwickelst ein Produkt nehmen wir einen Schokoladenriegel.
00:00:55: dann kommt das Marketing zu seinem Produktmanagement.
00:00:58: alle überlegen sich wie muss der schmecken?
00:00:59: Wie muss er aussehen?
00:01:00: Wie müssen da verkauft werden?
00:01:02: Und am Ende... Ach!
00:01:03: Wir brauchen ja irgendwie noch eine Verpackungen drum herum.
00:01:05: Jetzt ist es so, dass die PPWR sagt, okay du musst von Anfang an überlegen wie sieht denn ein wirklich nachhaltiges Design aus und ist es das überhaupt?
00:01:15: Also das heißt die Verpackung wird erstmalig Mittelpunkt.
00:01:19: Und das finde ich sehr gut!
00:01:21: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge FMC G-Wipes heute mit Flora Fliegner, Gründerin und CEO von PAKT III.
00:01:30: Herzlich Willkommen Flora.
00:01:32: Vielen Dank Nina, danke für die Einladung.
00:01:36: Liebe Flora, Verpackung weckt ja bei vielen Marken Herstellern und Händlern Gefühle.
00:01:44: Es ist
00:01:45: längst kein rein technisches Thema mehr also gelagert zwischen Regulierung Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
00:01:52: da freue ich mich sehr dich heute als Gesprächsgast zu haben, als Expertin, als Verpackungsexpertin.
00:02:00: Wenn man dein Name liest, Flora Fligner meiner Assoziation war sofort eine Superhelden in einem gut illustrierten Kinderbuch.
00:02:11: Du hast sich für ein super Heldenbereich entschieden die Verpackungen.
00:02:16: Wie ist denn dein persönlicher Weg dorthin?
00:02:18: Wo kommst du her?
00:02:21: Was hast du dir gedacht nach der Schule wie dein Weg verläuft Und wie bist du da hingekommen, wo du jetzt bist?
00:02:26: Vielen Dank, dass du dieses wunderschöne Bild teilst.
00:02:30: Das hat man tatsächlich noch nie jemanden gesagt.
00:02:33: Also mein Name wird ja oft falsch geschrieben.
00:02:36: oder die erste Assoziation ist ja Flora und Fauna.
00:02:39: Oder als ich in die Schule gegangen bin war dann immer Flora soft also diejenigen, die das noch kennen, die Margarine.
00:02:46: Aber mit dem Superhelden aus einem Kinderbuch wurde ich noch ein
00:02:49: Jahr so viel.
00:02:52: Ja ...
00:02:54: Genau, ich erzähle gerne was zu mir.
00:02:56: Ich bin in Berlin aufgewachsen und eine echte Berliner Pflanze wie man so schön sagt dritte Generation Und komme ursprünglich aus einer Juristinfamilie.
00:03:06: ja also meine Eltern sind beide Rechtsanwälte gewesen Leben leider nicht mehr und für mich war früher in der Schule eigentlich so das naheliegendste auch Anwältin zu werden Juristen und trotzdem bin ich dann einen ganz anderen Weg gegangen.
00:03:19: Ich hab mir dann als ich die Zusage hatte von der FU, dass ich Jura studieren kann.
00:03:24: Da habe ich halt irgendwie gerade an dem Zeitpunkt gemerkt oder realisiert ... Oh nee!
00:03:28: Wenn ich da nach Hause komme und dann wird die ganze Zeit gefragt, na was hast du denn heute gelernt?
00:03:33: Und lass mal angucken.
00:03:34: Und ach ist ja... Ach um das A und B macht er, da wird ja irgendwann ganz schnell mit A und b verglichen.
00:03:41: Hab gedacht so ne, ich hab da gar keinen Bock mehr irgendwie reinmischen zu lassen Und ich hab aber auch nie zu denenjenigen gehört, die genau wussten was sie straight eigentlich sonst studieren möchten.
00:03:51: Also es war nie ... mein Verpackungstechnik wird man ja einfach nicht geboren mit dem Wunsch das zu studieren weil die meisten ist ja gar nicht kennen.
00:04:00: wir waren dreizehn im Semester und ich hatte dann irgendwie nachdem ich festgestellt habe Jura's ist nicht schnell festgestellt Ich möchte gerne etwas haben Was sich immer technisch fortan weiterentwickelt, weil ich gerne immer wieder was Neues erlebe auch im beruflichen Kontext.
00:04:17: Also gerne Veränderung fortschritt Technik.
00:04:20: Ich wollte immer etwas mit Menschen zusammen machen also kein Tüftler im Kapuff sein der da irgendein Gesicht zurückzieht und dann am Ende kommt er mit einer fantastischen Lösung ums Eck Und international sollte es sein.
00:04:33: Und dann hab ich zufällig, wie das denn so ist.
00:04:35: Jemanden auf einer Party kennengelernt, der Verpackungstechnik studiert hat und war dann quasi auch so wie du angetan.
00:04:42: So nach dem Motto ach, das kann man studieren!
00:04:44: Dann hat mich dafür so faszinierend können dass sich eine Praktikum gemacht habe und dann bin da dabei geblieben und habe es durchgezogen und bereist nicht.
00:04:55: Und du hast dann richtig verpackungsteknik studiert?
00:04:57: War das in Berlin?
00:04:58: oder wo hast du das gemacht?
00:04:59: Ja in Berlin, im Wedding an der Beuth Hochschule.
00:05:03: Man kann es nicht an der Uni studieren, sondern an der Fachhochschule was ganz praktisch ist, weil man halt sehr viel Praxisbezug von Anfang an bekommt.
00:05:12: und das war auch wirklich so wertvoll mit diesem Vorpraktikum dass man eigentlich gleich merkt, ist das was für mich?
00:05:18: oder kann ich damit überhaupt nichts anfangen, bevor man erst mal vier Jahre studiert?
00:05:23: Das war sehr wertvoll!
00:05:24: Ja, nie total spannend.
00:05:27: dann lass uns doch direkt einsteigen zum Thema Verpackung.
00:05:31: Gehen wir mal ganz vorne, was ist denn die Funktion von Verpackungen?
00:05:37: Also die klassische Funktion der Verpackerung ist natürlich erstmal der Schutz des Produktes.
00:05:42: also nur das, was drin ist soll ja geschützt werden eine Verpacking informiert.
00:05:47: Was bekomme ich da eigentlich?
00:05:48: Was soll der Inhalt sein auf der Textebene und auf der Bildebene?
00:05:52: Und dann hat man natürlich auch noch quasi eine Markenidentität, die man damit ja auch verbinden kann.
00:05:58: Also ich kann bestimmte Marken ganz schnell im Regal zum Beispiel im Handel damit identifizieren anhand von Farbwelten, von Logos
00:06:05: etc.,
00:06:06: also die Verpackung hat eigentlich ne sehr große Bandbreite in ihrer Funktion und trotzdem ist es so das Erste was wir eigentlich anfassen wenn wir uns von einem Produkt entscheiden.
00:06:17: und trotzdem nach wie vor aus Konsumenten sehe ich das letzte woran wir denken
00:06:22: Ja
00:06:23: Wann wird im
00:06:24: Müll?
00:06:25: Genau.
00:06:26: Nein, aber wenn wir auch hier
00:06:28: uns
00:06:29: noch mal entlang hangeln ... Wann würdest du sagen ist eine Verpackung gut und wann wird sie zum Problemen?
00:06:37: Also insgesamt finde ich das ne Verpackungen sowieso einfach ne komplette Daseinsberechtigung hat über neunzig Prozent aller Waren- und Güte.
00:06:46: also alles was jetzt um uns steht ob das ein Glas ist, Karaffe oder ein Laptop iPhone ist oder der Schokobigel nachher, alles wird ja verpackt um von A noch B zu kommen.
00:06:56: Also das finde ich, dass sollte man sich nochmal irgendwie so ins Bewusstsein rufen, ähm ... Dass die Welt nicht unverpackt funktionieren kann.
00:07:05: Selbst sogar die Unverpackte leben müssen auch, sag ich mal, die losen Müsli-Körner irgendwo herbekommen.
00:07:10: Die kommen ja auch nicht keine Ahnung in eine gute Sack angeliefert und da wird er mir zurückgegeben.
00:07:16: Also die Verpackung hat definitiv ihre Daseinsbesichtigungen.
00:07:19: deswegen ist sie etwas sehr Gutes, weil sie vor allen Dingen auch Lebensmittel schützt und die das Leben eines Produktes damit auch wesentlich verlängern kann.
00:07:28: Also das berühmte Beispiel ist ja so die Gurke.
00:07:31: ich weiß nicht ob du das Beispiel kennst?
00:07:34: Die unverpackte Gurke ohne Kunststofffolie, die unverpackt ist aber dann leider nur drei Tage hält.
00:07:41: und wenn sie diese Folie hat, die ganz dünne durchsichtige Haut hält sie doch tatsächlich Wochen länger oder Tage länger, je nachdem wo man sie dann auch hinwegt.
00:07:52: Aber was ich damit sagen will ist das am Ende muss man sich natürlich auch wirklich so die insgesamt CO-Zitanz angucken.
00:07:58: also was bringt mir das wenn ich ein Produkt konsumiere oder einkaufe?
00:08:03: Mindesthaltbarkeit aber drastisch reduziert wird, weil sie keine Verpackung hat.
00:08:07: Es ist immer ein Punkt, den man abwägen muss.
00:08:10: Es gibt nicht Müllverpackungen, es gibt nicht gute Verpackungen ... Es gibt vielleicht noch Mogel-Verpackungen.
00:08:16: Dass wenn ich was kaufe und denke, da ist ja super viel Inhalt drin und am Ende fühle ich mich veräppelt, weil eigentlich mehr Luft drin ist als alles andere, dann könnte man vielleicht sagen, das ist eine böse Verpacking oder Böseabsehen dahinter?
00:08:28: Ja, ja!
00:08:30: Ja, jetzt mit Blick auf deine Gründung.
00:08:32: Packt drei ... Du bist
00:08:34: auch nicht
00:08:35: mehr alleine im Betig des ... ihr bestreite das im Team?
00:08:40: Erzähl uns sehr gern mir davon!
00:08:42: Ja gerne.
00:08:43: Also ich hab Packdrei vor über fünf Jahren gegründet.
00:08:47: Hab ganz lange Zeit gearbeitet, auch seit der Brandowner als auch der Herstellerseite.
00:08:53: Obwohl sich der Begriff ja vor der PPWL jetzt auch noch mal anders darstellen wird.
00:08:58: Und hab dann die Seiten gewechselt quasi zum Hersteller, zum Herstellern mit Trieb.
00:09:02: Also wo Verpackungen produziert werden.
00:09:05: Hab dort ganz lange ein paar Jahre lang die Entwicklungsabteilung geleitet.
00:09:09: Hab dann meine Kinder bekommen und hab mich dann entschieden tatsächlich irgendwie Selbständigkeit zu gehen um mein ganzes Wissen dass ich angesammelt habe über den über die fünfzehn Jahre zurückzugeben in dem Markt.
00:09:23: Und damals packt drei, viele Fragen auch.
00:09:25: Wofür steht dann das Drei im Namen?
00:09:28: Ursprünglich also.
00:09:29: ich habe noch neben dem dass sich verpackungstechnisch studiert hat patentrecht studiert.
00:09:34: Das erwähne ich gar nicht so häufig, weil es gar nicht mehr zum Tragen kommt aktuell.
00:09:40: Aber damals hatte ich die Situation, dass ich festgestellt habe Verpackung und Patentrecht.
00:09:44: Die Kombination gibt das überhaupt gar nicht!
00:09:47: Also wenn du mal irgendwas entwickelt hast und zum Patent anmelden möchtest ... also diese Situation hatte ich vor allen Dingen in der Rolle als Entwicklungsleiterin natürlich häufiger auf dem Tisch auch von meinen Entwicklern oder Kunden unter gemeinsamen Projekten Und man dann in die Abstimmung geht mit Anwälten.
00:10:05: Es ist so, dass keiner die Verpackungswelt aus der Anwaltsseite kennt und andersrum natürlich die Verpackungsingenieure sehr weit vom Juristentum entfernt sind.
00:10:15: Und diese Schnittstelle dazwischen gab es nie.
00:10:18: Und damals habe ich eine Nische oder ein Alleinstellungsmerkmal gesehen.
00:10:22: Zusätzlich fahrte ich auch vor jetzt ... Ist jetzt schon wieder dreizehn Jahre her, da war's ne Weiterbildung zur Produktmanagerin gemacht und war dann quasi diese ... ja, auf diesen drei Bausteinen hat sich dann Packtrei aufgebaut letztendlich.
00:10:38: Also Verpackenstechnik, Patentrecht- und Produktmanagement.
00:10:42: Weil Verpackung schon damals, das hatte ich schon damals gesehen ist halt nicht nur die Verpackungen isoliert sondern die Verparkung umgibt.
00:10:49: ja, die hängt ja als Schnittstelle in diversen anderen Funktionen mit und verbindet vor allen Dingen alle Abteilungen am Ende miteinander?
00:10:57: Ja!
00:10:58: Ja, jetzt hast du auch so schön gesagt.
00:10:59: Du weißt auch wichtig die Erfahrung der letzten fünfzehn Jahre in den Markt zurückzugeben und zugleich hattest du ja auch ein ganz persönliches Anliegen mit der Gründung also im Bezug auf deine Missionen, auf deine Werte.
00:11:16: Hast dir dann daraufhin eine Mitgründerin gefunden?
00:11:22: Was ist hier der Hintergrund?
00:11:23: Wie kam es dazu?
00:11:24: Ja, da sprichst du bestimmt von der Tessa.
00:11:28: Also klar war auf jeden Fall für mich auch die Welt, wie sie aktuell ist mit dem Klimawandel.
00:11:33: Der dort draußen einfach schon längst stattfindet und der nicht wegzuleugnen ist.
00:11:38: Der beeinträchtigt uns ja alle.
00:11:40: also den Nachrichten sehen wir jeden Tag was da draußen in der Welt passiert.
00:11:44: Die Wetterlagen werden immer extremer Und die Tessa und ich unsere Kinder gehen zusammen zur Schule.
00:11:51: Also diese mittlerweile in der fünften Klasse oder bald in der sechsten Klasse ist jetzt auch schon ein bisschen her.
00:11:56: Und unsere Kinder hatten sich irgendwann mal vor Jahren dann verabredet miteinander, Lea und Leopold Und obwohl die sonst gar nicht viel miteinander zu tun hatten, aber es gab irgendwie dieses eine Date und so sind wir Mütter überhaupt im Kontakt zu kommen.
00:12:12: Weil meistens in der Schule hat man ja, sag ich mal, diese Mädchengelager- und die Jungsgelager-, und die Mischung gibt's dann doch leider noch zu wenig.
00:12:22: So sind Tessa und ich uns Gespräch gekommen und haben miteinander angefangen zu sprechen was machst du denn?
00:12:27: Was mach ich denn?
00:12:28: Tessa kommt ursprünglich aus einem ganz anderen Bereich.
00:12:31: Also vom Verpackung hatte sie damals gar keine Ahnung, sondern kommt aus dem Bereich Digitalisierung.
00:12:37: und wir haben relativ schnell festgestellt Mensch, also Verpackungen und Digitalisierung.
00:12:43: ich habe immer so schön zu Tessa gesagt das ist immer noch ein bisschen wie Mittelalter gefühlt die Verpackungsbranche.
00:12:49: Und Tessa hat mir dann Anakdoten aus der Digitalisierung erzählt wo ich gesagt hab boah das würde so gut passen wenn man das so und so mal an packen würde und dahingehend das passt ja alles zusammen.
00:12:59: Und die Sympathien waren da, die Themen waren auch da so dass wir gesagt haben wir machen es jetzt gemeinsam.
00:13:06: Ja mit welchem Fokus genau seid ihr gestartet?
00:13:09: Also was hattet ihr für ein Zielbild von eurer Beratungsleistung von
00:13:15: Kunden?
00:13:17: Also wir wollten von Anfang an einen ganzheitlichen Ansatz auch wählen.
00:13:21: Also das will ich nicht gesagt, also nicht wollen, dass wir so ein Key Verpackung ist irgendwas Technisches weil es für Techniker irgendwie am Ende funktioniert und gerade vor der PPWR die ja gerade im Raum steht da haben wir ganz schnell festgestellt Das ist kein rein technisches Thema Und es ist auch kein reines Digitalisierungsthema oder Verpackungsthema.
00:13:41: Sondern da gibt es ein so großes Thema was auf die ganze Branche zurollt, dass wir gesagt haben, wir wollen da gerne unsere Expertisen miteinander verbinden und unterstützen.
00:13:54: Wir sehen aus verschiedenen Bereichen einfach Synergien die da zusammenlaufen.
00:13:58: oder hatten sie damals schon gesehen?
00:14:01: Wir hatten uns gleich gedacht, wenn wir das zusammenbringen ... Das kann nur gewinnbringend sein für die Branche.
00:14:07: Und damit auch einen positiven Einfluss haben.
00:14:10: Letztendlich ist es ja so, dass festgestellt wurde schon, dass die Verpackung doch tatsächlich ein ganz starker negativer Hebel ist, wenn man über Umwelt sprechen und Kunststoff aufkommt und Umweltverschmutzungen.
00:14:23: Da einfach unseren Beitrag mit dazu leisten.
00:14:26: Ja,
00:14:26: absolut!
00:14:28: Und am Ende des Tages bei einer Gründung.
00:14:29: Man beginnt und entwickelt dann natürlich auch das Portfolio, entsprechend der Nachfrage.
00:14:37: Dann lass uns gerne einmal ein Schritt weitergehen.
00:14:40: zur Verpackungs-Situation heute.
00:14:42: Ich meinte es ist auch Eingangsverpackungen.
00:14:45: Wegte ja unfassbar viel Emotion!
00:14:48: Also ich hatte Markenhersteller genannt, Händler genannt.
00:14:52: Das kannst du zum Konsumenten noch führen.
00:14:56: Wie ist denn die Verpackungssituation in Deutschland?
00:14:59: Wie würdest du dir beschreiben?
00:15:02: Ja, wir wollen es ein bisschen schmunzeln.
00:15:05: Ich habe so den Eindruck dass wir denken in Deutschland das wir schon ganz weit sind.
00:15:10: Sind wir aber nicht!
00:15:12: Zu uns mal ganz kurz auf einen Punkt zu bringen.
00:15:14: Wir nehmen uns anders wahr als was wir wirklich leisten können mit den aktuellen Infrastrukturen, die wir haben.
00:15:22: Ja,
00:15:22: also gut
00:15:23: der Deutsche besticht natürlich mit der Mülltrennung.
00:15:28: Aber weit her alleine das reicht ja nicht aus.
00:15:33: Wo stehen wir denn jetzt im internationalen Vergleich vielleicht auch mit Europa?
00:15:42: Also wenn man international gucken ist es ganz interessant wo man hinguckt und wo man wie vergleicht.
00:15:50: Ich hatte heute morgen ein Gespräch mit jemandem aus den USA Und der hat auch zu mir gesagt, du kriegst alles noch komplett im Plastik.
00:15:57: Du wirst nicht mehr gefragt wenn du irgendwo hingehst, wie möchtest du es denn zum Beispiel dein Kaffee, Croissant oder Wasser haben?
00:16:03: Kommt alles in die Plastikerpackung doppelt dreifach.
00:16:06: Klimaanlagen laufen mit offenen Türen und wenn du dann Zum Beispiel guckst jetzt im europäischen Raum Skandinavien, dass zum Beispiel auch die Datenqualität oder sowas schon ganz anders.
00:16:18: Die sind an anderen Stellen weiter als wir oder international.
00:16:23: wenn wir dann noch weiter nach quasi gehen Asien schauen, sieht man in Japan gibt es zum Beispiel auch ganz andere Vorgaben-Sanktionen und innerhalb der Verpackungsformaten wird er viel konsequenter durchgegriffen und viel stärker harmonisiert.
00:16:41: Und viel effizienter gearbeitet.
00:16:42: also es gibt nicht den einen Baustein wo man sagen kann Ganz konsequent sind die besser oder schlechter, sondern es ist immer eine punktuelle Betrachtung.
00:16:52: Und wir stehen da irgendwo in der Mitte.
00:16:54: Also wenn ich mir die ganzen Schadstoffe angucke und diese Ewigkeit, Chemikalien, die ja auch in Verpackungen drin sein können ... Thema PFAS ist jetzt eines von den ganz wichtigen Themen, die mit der PPWR noch stärker verschärft werden.
00:17:08: Steht Deutschland oder Europa ziemlich gut?
00:17:11: im Prinzip da, wenn ich in andere Länder gucke.
00:17:14: In Amerika gibt es viel weniger Regulatorik in dem Bereich.
00:17:18: Also da hat das Thema ... was wir mit den Kunststoffen oder Mikro-Kunststoffen zu uns nehmen einen ganz anderen Einfluss auch auf die Gesellschaft und die Unsequenzen oder Folgen damit.
00:17:30: Da sind wir schon sehr geschützt, sag ich mal im Vergleich.
00:17:33: Trotzdem gibt's natürlich viele Lücken und Nischen.
00:17:35: Wenn es um das Thema Datenqualität geht, Infrastruktur sind wir in den Kindern schulen?
00:17:42: Ja, jetzt hattest du ja auch schon ein paar Mal die PPWR erwähnt.
00:17:46: Die PPWL steht ja für Packaging und Packaging Race Regulation.
00:17:52: Die ist ja im XXV in Kraft getreten, jetzt ab zwölften, achtend sechsundzwanzig dann auch in der EU bindend?
00:18:05: Wie groß sind denn die Begeisterungen in der Branche
00:18:07: darüber?
00:18:09: Alle sagen, Juho, endlich ist sie da.
00:18:13: Nee im Gegenteil natürlich ne?
00:18:15: Also ich glaube keiner freut sich so wirklich.
00:18:18: Ich hab jedenfalls noch niemanden getroffen der sagt ey super Chance.
00:18:22: Obwohl
00:18:23: wir die ja auch bieten könnte.
00:18:25: Aber die BWR ist natürlich erst mal ein Riesen ... für viele in der Wahrnehmung eine Riesenbürokratie, die auf uns zuläuft oder auf uns zukommt und wird natürlich nicht mit Handkos quasi angenommen.
00:18:41: Ja, ich glaube in dem Vorgespricht hattest du die eine Anekdote mit der Einkäuferin.
00:18:46: Möchtest du mal teilen?
00:18:47: Die fand ich sehr schön!
00:18:49: Wir haben einen Workshop gemacht gehabt zum Thema PPWR und was bedeutet das in den verschiedenen Rollen und Konsequenz und allgemein ... Und die war so geschafft von der Atmosphäre und von der PPW R dass sie uns also die erste Frage war Sag mal, kommt die wirklich?
00:19:07: Meinst du es wirklich ernst?
00:19:11: Und dann meint sie so ey ich spring euch echt gleich mit einer Arschungsgesicht.
00:19:15: Wortwörtlich!
00:19:18: Ja also ganz klar große Freude.
00:19:24: Es ist eine EU-Regulierung.
00:19:27: Was genau hat sie denn eigentlich ins Rollen gebracht, um dann auch einmal aufzulösen was die im Endeffekt auch bedeutet und nützt?
00:19:39: Ja also da muss man weiter zurückgehen.
00:19:42: woher kommt die PBWR?
00:19:43: Die ist nicht erst seit diesem Jahr irgendwie als Idee irgendwo entstanden sondern das ist ursprünglich aus dem European Green Deal hervorgekommen, das war es im Jahr zwei Tausend Neunzehn gewesen.
00:19:57: Weil dort erkannt wurde, dass Verpackung einer der größten Hebel ist für die Kreislochwirtschaft.
00:20:04: Also es wurde identifiziert als eine der größte Hebe, die darauf Einfluss haben.
00:20:09: und damals wurde auch gesehen, also man sich das dann genauer angeguckt hat, dass die Verpackungsrichtlinie, die es damals gab, die ist von Neunzenhundneinzig und war seitdem unverändert.
00:20:21: Also auch da noch eine Anekdote gerne, als ich studiert hab.
00:20:24: Das war jetzt ... im zweiten Semester hatten wir Verpackungsrecht.
00:20:30: War nur ein Semester lang einfach kurz und ich weiß noch ... Jetzt gibt's zwar kein Bild dazu.
00:20:36: Ich zeig's dir trotzdem der Ordner für Verpackungerecht war so.
00:20:40: Da passen wir zu drei Millimetern.
00:20:43: Ja.
00:20:45: Und dann war das Verpackingsthema schon durch.
00:20:47: Weil so viel rechtlich ist.
00:20:48: in dem Sinne gab es gar nicht.
00:20:51: Und es ging immer nur darum, dass man gesagt hat, okay, ich darf mal keine Mogelverpackungen im Verkehr bringen.
00:20:57: Da gibt's das Eichamt, wenn da was schiefläuft und die kontrollieren das dann, ob das alles seine Richtigkeit hat.
00:21:04: Aber das war letztendlich alles.
00:21:06: Das Thema Dreamwashing kommt ja auch am Lauf der letzten Jahre noch dazu.
00:21:11: Ich weiß noch über allem Handeln, wo du lang gegangen bist, überall Stand geführt recycelbar drauf oder ... aus biologischem Plastik.
00:21:19: Biologisches Plastikk erinnere ich mich auch noch sehr gut, wo ich nicht gefreit habe.
00:21:22: Was soll denn biologisches plastic sein?
00:21:25: Und es hat natürlich öffentlichen Druck erzeugt, weil das über den Verbraucherschutz natürlich darüber hinausging.
00:21:33: wie irreführend sind dann solche Aussagen.
00:21:35: Wie recyclable ist es denn wirklich?
00:21:37: Weil das ja letztendlich eine Verbraucher-Täuschung eine ganz massive ist ... Wenn ich recycelbar draufschreibe aber es gar nicht recyclabel isst.
00:21:46: Und du hat jetzt quasi insgesamt ein Riegel vorgeschoben.
00:21:51: Ja, die Entstehungsgeschichte der PPWR wenn man so will.
00:21:58: Wenn du ganz kompakt
00:22:00: sagen müsstest
00:22:02: was die PPWL bezweckt?
00:22:05: Was wäre denn Antwort?
00:22:09: Die PPW erbezweckt oder zwingt uns die Verpackung von Anfang an mitzudenken Also die Verpackung des Jahre lang oder Jahrzehntelang bis jetzt immer mitgelaufen und wurde so am Ende, also stell dir vor du entwickelst ein Produkt.
00:22:25: Nehmen wir einen Schokoladenriegel dann kommt das Marketing zu seinem Produktmanagement.
00:22:31: alle überlegen sich wie muss der schmecken?
00:22:32: Wie muss er aussehen?
00:22:33: Muss da verkauft werden?
00:22:35: Und am Ende... Ach!
00:22:36: Wir brauchen ja irgendwie noch eine Verpackungen drum herum.
00:22:38: Wurde die dann halt spezifisch für diesen Schoko-Riegel eingekauft.
00:22:43: Jetzt ist es so dass die PPW R sagt, du musst von Anfang an überlegen.
00:22:48: Wie sieht denn ein wirklich nachhaltiges Design aus?
00:22:51: Und ist es das überhaupt?
00:22:53: Das heißt die Verpackung wird erstmalig Mittelpunkt und das finde ich sehr gut.
00:22:59: Ja total!
00:23:01: Ich hätte jetzt bei LinkedIn einen Prost gesehen von Julia Winkler vom Hitchlau.
00:23:07: Der ging es um die Entwicklung der Hitchi-Verpackungen.
00:23:12: Verpackungsdesign, Markenidentität.
00:23:15: Und mein Impuls
00:23:16: war, jetzt geht es bestimmt auch um Verpackung als solches.
00:23:23: Also in dem Beitrag ging's da nicht weiter darum... Was würdest du Markenherstellern sagen?
00:23:33: Um
00:23:33: auch hier Freude zu wecken an dem Thema und das ist natürlich auch eine Verantwortung einer Notwendigkeit sich eben im Zuge der PPWR damit zu beschäftigen.
00:23:45: Aber was würdest du als Positives in Aussicht stellen?
00:23:52: Es ist eine Chance natürlich auch.
00:23:56: Ich lache, weil erst mal so viel Negatives damit ja immer verbunden wird und die positive Freude darauf sich stark im Grenzen hält.
00:24:05: Also die wenigsten tatsächlich Markenhersteller treten an uns und sagen okay wir möchten gerne das Thema PPWR als Chance nutzen.
00:24:12: Wir haben verstanden wenn wir das jetzt richtig konsequent machen richtig konsequent machen, entstehen wahnsinnige Möglichkeiten.
00:24:22: Also auch in der Kommunikation und in der wirklich Glaubwürdigkeit, die wir nach draußen transportieren.
00:24:27: Ich finde das zum Beispiel Frosch kennt ja jeder ein sehr positives Beispiel.
00:24:32: Die haben nämlich schon bereits alles umgestellt und sprechen da drüber.
00:24:37: Und verdienen da alle Pokale, die sie mitnehmen auf diesem Weg.
00:24:41: Weil wir wirklich schon vor Jahren Gedanken gemacht haben Und dadurch, dass ja wirklich auch erst zehn Prozent aller Unternehmen angefangen haben sich mit der PPWR und der Umsetzung zu beschäftigen entstehen definitiv noch ganz große Potenziale die nur gar nicht geahnt sind oder geahnd werden.
00:24:59: an der Stelle.
00:25:03: Ja,
00:25:04: in dem Zusammenhang auch das Thema Material Innovation.
00:25:08: Ich fahre jetzt mit meiner Familie neulich in Dänemark.
00:25:11: da waren wir im Design Museum und da ging es natürlich auch um das Thema Lego.
00:25:17: Lego von dem Gründer oder Christianzen in den dreißiger Jahren gegründet damals noch mit der Idee Holzspielzeug herzustellen und dann eben mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde investiert in das Thema synthetische Materialien, Ersatzmaterialien und in dem Zuge wurde dann eben auch zellulose Plastik entwickelt.
00:25:47: Und war dann eben einsetzbar für die Spielbahnproduktion.
00:25:53: Das war
00:25:54: der
00:25:55: eigentliche Beginn des Erfolgs von Lego.
00:25:58: Krisen haben Produktinvasionen geschaffen damals das Plastik Age begründet, jetzt an dem Punkt mit den Erkenntnissen von heute die nächste Revolution.
00:26:12: Das ist ja auch ein Bestandteil der PPWR, dass darüber hinaus Produktinnovation stattfinden.
00:26:18: Welche Impulse können denn hier abgeleitet werden?
00:26:21: Auch für Unternehmen und auch für Start-ups?
00:26:28: Ich finde es einen ganz wichtigen Punkt den auch noch mal zu beleuchten und zu besprechen auf jeden Fall.
00:26:34: Weil gerade so dieses Thema ist die PPWR eine Innovationsbremse oder ein Innovationstreiber, das ja auch ein ganz zentrales Thema ... weil du es auch über das Thema Kunststoffe hattest.
00:26:47: Also wenn man sich anguckt, wann sind eigentlich überhaupt erst Kunststoffen zur Verpackung geworden?
00:26:55: Die ersten kommerziellen Kunststoffverpackungen sind in den Fünfzigerjahren Zürcher entstanden.
00:27:02: Und bis zu einer wirklich reiten Marktdurchdringung sind dann ja noch mal zwanzig, bis dreißig Jahre vergangen.
00:27:09: Also wenn man überlegt wie lange das alles gedauert hat ... Was die meisten nicht wissen, mein Urgroßvater ist der Erfinder des PVCs?
00:27:19: Hat er Verpackungen also in dem Sinne ...
00:27:21: Die Verpackung ist in der DNA!
00:27:25: Ja irgendwie schon, obwohl es gar nicht mir damals so ... Da hatte ich gar nicht auf den Schirm.
00:27:30: Aber was ich damit nur sagen will, ist eigentlich ... Also, nur weil der das PVC entdeckt hat und dann später daraus, sag ich mal in der Marktdurchdringung, in der Massenanwendung noch Produkte daraus entstanden sind, dass es nicht alles zeitgleich passiert?
00:27:46: Und so ist mit der PPWR letztendlich jetzt auch gerade also Kunststoffe.
00:27:51: klar kann man gucken wie löst man es ab?
00:27:53: durch clevere Lösungen da gibt es Monomaterialbewegungen oder Lightweightening dünner, schlanker wird.
00:28:00: Wo sich aber ganz viel tut ist auch Papierbasierten also faserbasierte Verpackungsraum das gerade ganz viele Innovationen und Forschung betrieben wird.
00:28:10: wie wir also nicht wir aber wie Papier generell irgendwie auch Kunststoffe ersetzen kann und substituieren kann.
00:28:17: und da es wirklich so Papierbarrierebeschichtungen gibt es auch erst seit eigentlich fünf Jahren Also jetzt im Vergleich zu den Kunststoffverpackungen.
00:28:28: Und jedes Jahr tut sich da gerade was, also es lohnt sich total dort am Ball zu bleiben auch egal ob Start-up oder große Konzerne Es lohnt immer mit den Papierherstellern in Englisch zu bleiben weil... ...es entwickelt sich eine Menge und grade.
00:28:45: wenn man irgendwie dann in den Handel guckt und auch bei Lidl all die Rewe schaut gibt ja jetzt auch Butter zum Beispiel in Papierverpackung.
00:28:54: Wer damals undenkbar gewesen, also eine hohe Fettschicht barriere aus einem Papier heraus quasi zu gewinnen war ein Ding der Unmöglichkeit.
00:29:04: Und wie schnell das jetzt dann doch tatsächlich vorangegangen ist?
00:29:08: Ob es dann recycelt bei uns am Ende oder nicht sei mal dahingestellt wenn es so stark verfettet ist.
00:29:13: aber trotzdem sage ich mal die richtige Richtung oder es lassen sich richtige Richtungen davon identifizieren wie die entstehen.
00:29:21: Ja
00:29:22: ja Prima, das heißt grundsätzlich ihr beratet Markenhersteller zu sämtlichen Fragen entlang des Verpackungszyklus und auch zur PPWR.
00:29:37: Ihr würdet sicherlich auch Startups unterstützen die im Bereich Material Innovation aktiv sind.
00:29:45: Das würde mich auch sehr begeistern wenn wir jetzt mal zum Handel
00:29:48: gehen.
00:29:50: Auch das ein wichtiger Baustein.
00:29:52: Welche Rolle spielt denn der Handel künftig?
00:29:56: Auf dem Spiel fehlt der Verpackung.
00:30:00: Ein ganz, ganz gravierender, der total unterschätzt wird.
00:30:05: Also wenn man überlegt ... Der Handel war ja in der Vergangenheit oder in der Nochform, wie er jetzt gerade ist, hat er quasi eine durchreichende Funktion.
00:30:16: Wenn man überlegt im Handel kommen ganz viele Eigenmarken, die er ... Angeboten werden.
00:30:21: der Eigenmarkenanteil von den ganz großen Ketten, da liegt bei vierzig bis siebzig Prozent.
00:30:27: Das ist eine relativ große Spanne aber ja es doch dann halt sehr erheblich und groß.
00:30:31: Und wenn man so quasi an dieses durchreichende Prinzip denkt war's in der Vergangenheit so Eigenmark wurden eingekauft.
00:30:37: die Verantwortung trägt derjenige der quasi das auch hergestellt hat und Werden dann im Handel verkauft?
00:30:45: Und jetzt ist es aber durch die ppwr sodass sich die ganzen Verantwortlichkeiten komplett einmal ändern.
00:30:51: und derjenige, der eine Ware in Verkehr bringt, trägt die Verantwortung für die Richtigkeit der Daten, der Recyclingfähigkeit etc.
00:31:01: Und deswegen ist es auf einmal so das Quelle sie die ganzen Eigenmarken oder eigen Markenhersteller natürlich jetzt in eine ganz andere Funktion und Position kommen.
00:31:10: Wir erleben das von Kunden, die wir betreuen.
00:31:12: also wir haben viele Eigenmarkenersteller als Kunden und die natürlich jetzt von den sämtlichen großen Ketten angeschrieben werden und sagen, wir brauchen dies.
00:31:21: Wir brauchen das!
00:31:21: Wir brauchen jenes.
00:31:22: hier gibt uns eure gesamten Nachweise, eure gesamte Doku bis zum zwölften achten und das stellt den ganzen Handel vor einer ganz neue Situation.
00:31:35: ja und um den Kreis zu schließen mit dem Konsumenten auf den Punkt, wie es in Deutschland aufgestellt.
00:31:47: Also was können denn Konsumenten machen?
00:31:52: Was würdest du dir wünschen?
00:31:57: Nicht so viel meckern und alles auf die anderen schieben zu blödsichts anhören?
00:32:02: also du hattest ja am Anfang gesagt auch der deutsche trennt ja so gerne sein Müll.
00:32:07: Ja aber Also es heißt ja dann immer so, ach Mensch und wir können bitte nicht alles auf die Verbraucher abwälzen.
00:32:15: Wir sollen die noch alles wissen und sich damit auseinandersetzen.
00:32:19: Und auf der anderen Seite muss ich sagen, dass einfach jeder in dieser Kette eine Mitwirkungspflicht hat.
00:32:25: Was nützt mir die beste nachhaltigste Verpackung?
00:32:28: Wenn sie nicht verstanden wird oder wenn auf der anderem Seite der Verbraucher überhaupt auch gar keinen Bock darauf hat, sich damit aufeinanderzusetzen wie er zum Beispiel richtig recycelt oder eben auch nicht.
00:32:41: Also mehr Identifikation mit dem Gesamthema und das Verstehen daran, wie groß dieser Hebel aufm Verpackungsbereich ist würde gut tun?
00:32:49: Ja aber schiebt man damit nicht auch das Thema so ein Stück
00:32:54: weit
00:32:55: auf eine Spitze der Bevölkerung die ganz natürlich daran Interesse hat?
00:33:01: also wäre es nicht wichtig Hürden los, Schwellen los das Thema in die Bevölkerung zu bringen.
00:33:08: Also auch ich zum Beispiel hatte jetzt neulich gelesen bei einer Reinigungssprühflasche, die ich benutze, dass sich doch da diese Bandarole drumherum abschneiden muss und das dann auch trennen muss.
00:33:21: Das habe ich jahrelang falsch gemacht.
00:33:24: Inwieweit?
00:33:25: Brauche es nicht eine gewisse Komplexitätsreduktion um Verpackungen auch für Konsumenten zugänglicher zu machen?
00:33:37: Ja, von beiden Seiten müsste man das quasi betrachten oder auch angehen.
00:33:41: Also klar ist es, wenn es selbsterklärend ist hilft es definitiv.
00:33:47: also dass ich irgendwie Wenn es so einfach ist, gerade wenn sich das trennen würde und automatisch auseinanderfallen würde.
00:33:59: Und ich nur noch links- und rechtszuordnen muss, dann wäre das eine ideale Welt.
00:34:05: Gleichzeitig wäre es mein Wunsch, wenn ein Thema quasi in die DNA ... der Verbraucher mit übergeht.
00:34:13: Also es sind ja eigentlich nur ein paar Handgriffe und wir sind Gewohnheitstiere, ich glaube wenn man da durch eine gute Schule gehen würde oder das auch ein Teil der schulischen Bildung wird wie trenne ich dann mein Müll und nicht nur oberflächlich sondern auch ein bisschen tiefer gehend?
00:34:29: Dann greifen wir an verschiedenen Stellen an und kann ja nur einen positiven Effekt haben.
00:34:35: also wenn ich weiß wie ich die Bandurole abtrenne egal ob ich das jetzt abschneiden muss Es muss ja trotzdem noch in den richtigen Kreislauf kommen am Ende.
00:34:47: Ja, das wäre super, wenn sich da jeder mehr mit identifizieren könnte.
00:34:52: Mit Blick auf die Markenhersteller, mit Blick auf den Andel und auf die Konsumenten... Was würdest du dir wünschen?
00:35:02: Wenn ich mir was wünschten könnte, wär es so generell die Art wie auf die Verpackung geblickt wird also, dass mehr Bewusstsein für die Verpackung überhaupt entsteht.
00:35:14: Dass es nicht wie früher quasi einfach nur der Müll ist, der ja irgendwie anfällt, sondern das verstanden wird als Teil einer großen Kreislaufmöglichkeit ... Die er sich ergibt.
00:35:27: Also wenn wir die Kunststoffe so sauber trennen können, dass sie auch den richtigen Kreislaufen zugeführt wird, entsteht Fehligkeit, Kreislaubwirtschaft und wegkommt vielleicht von dem Gedanken Das ist ja eben nur Müll, sondern es ist vielleicht ein Wertstoff.
00:35:43: Ist jetzt nicht Gold?
00:35:46: Aber fast!
00:35:47: Wenn man irgendwie an die Ressourcen denkt unserer Welt und an die Umwelt... Dann wäre das einer meiner Wünsche.
00:35:56: und generell, dass wenn eine Verpackung mitentwickelt wird.
00:36:00: Egal ob es jetzt dann bei vielen gibt's ja gar keine Verpackungsentwickler.
00:36:04: Dann wird die Verpackungen einfach mit eingekauft vom Einkauf oder vom Produktentwicklern mit entschieden wie sie aussehen soll.
00:36:12: Also mit von Anfang an direkt denken, wie sollte die Verpackung gestaltet und designt sein?
00:36:17: Dass sie wirklich auch... Wie ist jetzt der heißt Design for recycling fähig von Anfang an mitgedacht wird und nicht später einfach geändert wird.
00:36:27: Ja, ja ...
00:36:28: oder angepasst wird?
00:36:29: Mhm.
00:36:30: Liebe Führer, damit kommen wir zu den letzten zwei Fragen, was mich noch interessieren würde.
00:36:38: Wir gehen erst mal in der Zukunft einen Schritt weiter, lass uns mal den Zeitraum fünf bis zehn Jahre betrachten.
00:36:47: Wie innovativ ist Verpackung dann gedacht?
00:36:52: Wie viel wird es sich getan
00:36:53: haben?
00:36:57: Ich denke sehr viel.
00:36:58: Und gleichzeitig gefühlt sehr wenig, wie das immer so ist.
00:37:02: Aber auf der Innovationsseite werden wir gucken, was die PPWR verlangt bis zum Jahr- und Jahrzehnt.
00:37:09: Da sind wir ja dann mit fünf Jahren drüber.
00:37:11: in zehn Jahren erst recht.
00:37:13: Das heißt, dass wir bestimmte Recyclingquoten erfüllen mit unseren Verpackungen, die wir im Verkehr bringen.
00:37:20: Trotzdem ist der Weg noch ein langer.
00:37:23: Also ich weiß noch nicht, ob wirklich alle dann quasi diese Umstellung schaffen.
00:37:31: Weil ja sage ich mal so viele gerade erst angefangen haben und wir erleben halt ganz häufig dass so ein Verpackungs-Entwicklungszyklus komplett unterschätzt wird wenn man anguckt wie lang dauert denn das?
00:37:42: Also eine Verpackung?
00:37:43: ne du hattest Startups ja auch vorhin so schön genannt.
00:37:46: die kommen zu uns und dann könnt ihr uns helfen eine verpackung zu entwickeln.
00:37:50: in zwei Monaten ist der Launch.
00:37:55: Also die Erwartung können wir definitiv nicht erfüllen, vor allen Dingen nicht für besonders ganz tolle innovative Verpackungen.
00:38:02: Da braucht man einfach ein bisschen mehr Sitzfleisch.
00:38:04: das dauert einfach.
00:38:06: also von Daniel schnell und langsam gleichzeitig gefühlt je nachdem woher man kommt aus welchem Bereich.
00:38:12: Ja Findest du es bräuchte grundsätzlich auch in Deutschland noch mehr Vernetzung?
00:38:21: Genau von öffentlichen Stellen,
00:38:23: von
00:38:24: Unternehmen die bereit sind hier aktiv zu werden.
00:38:28: Wie sie so spielten?
00:38:31: Ja also die Vernetzung, das sehen wir ja auch, die fehlt absolut.
00:38:35: Wir arbeiten viel mit Verbänden zusammen und beraten auch dort die Verbandsmitglieder.
00:38:40: Da ist es quasi ja schon sehr flächendeckend, dann auch die Beratung funktioniert, wenn da fünfzig verschiedene Mitglieder zum Beispiel in einem Webinar von uns dabei sind.
00:38:49: Und wir da schon auf die spezifische Branche zugeschnitten haben.
00:38:53: Damit erreichen wir schon viele.
00:38:55: Trotzdem sehen wir aber wie wichtig gerade heute dieses Netzwerkdenken oder diese Vernetzung insgesamt ist und der Austausch.
00:39:03: Es gibt verschiedene Verbände Voren, in denen man sich zusammen tun kann und Synergien schaffen kann.
00:39:10: Es wäre super wenn da noch mehr Aufklärung ... also noch mehr in die Breite gegangen wird und viel mehr begriffen wird wie viele Unterstützung ich mir auch erst mal kostenfrei holen kann oder ab ans Mitgliedschaft ist ja eine geringe Schwelle von der Einstiegsbarriere her.
00:39:30: aber Ja, also es braucht's auf jeden Fall.
00:39:33: Weil jeder guckt links und rechts aktuell wie sich die anderen machen.
00:39:37: Wartet da drauf dass das andere vormachen damit man selber gucken kann wie man selber machen würde.
00:39:41: aber der kann man lange warten.
00:39:44: Man muss einfach wirklich ins Tun kommen.
00:39:46: Genau!
00:39:48: Die Verbände die du genau angesprochen hast welche sind das konkret wo du da bist?
00:39:53: Und was sind auch Möglichkeiten für Leute die sagen
00:39:57: Mensch die Flora
00:39:58: muss ich mal persönlich treffen.
00:40:00: Wo kann man dich da treffen auf Veranstaltung?
00:40:04: Aktuell sind wir im Zweiradindustrieverband.
00:40:07: Da beraten und unterstützen wir auch, da geht es ganz viel um das Thema Mehrweg, was ja auch ein sehr zentrales Thema wird, gerade im logistischen Bereich.
00:40:16: Ansonsten öffentliche Webinare machen wir tatsächlich wenig, sei denn ... Irgendjemand fragt uns an oder kommt geruts in die Kurzberatung und hat eine spezifische Frage.
00:40:26: Weil wir festgestellt haben, das PBR-Thema ist so kompliziert und so allgemein und dann doch spezifik wieder auf der anderen Seite, dass wir uns gerne die Zeit nehmen tatsächlich und dann sprechen wo steht ihr denn aktuell?
00:40:40: Also, wie viel habt ihr denn schon verstanden von der PWR?
00:40:43: Was sind eure aktuellen offenen Fragen?
00:40:45: und gehen da gerne dann schon direkt tiefer und edizienter rein anstatt das zu breitzumachen.
00:40:51: Weil kostenlos gibt es ja tatsächlich schon sehr, sehr vieles am Wissen was man sich über öffentliche Webinare, YouTube, Internet über klassische Google-Recherche oder KI-Recherche zusammenstellen kann.
00:41:05: aber die Fragen kommen ja dann eigentlich erst Ja Ja und zum
00:41:10: Abschluss, liebe Flora.
00:41:13: Du bist wie gesagt mit deiner Idee, mit Deiner Gründung schon weit voraus viele Kamerapunkte gesammelt.
00:41:24: was würdest du dir denn noch wünschen im Bezug auf ein Projekt zb in Bezug Auf eine Innovation?
00:41:35: Was würde Ja, was würde dich da sehr glücklich machen?
00:41:41: Das ist eine gute Frage.
00:41:42: Lass mal nachdenken!
00:41:43: Was würde mich dann sehr glückig machen... Also ich würde glücklich machen wenn wir zum Beispiel einen Kunden tatsächlich betreuen und beraten von, sag' ich mal diesen Anfängen jetzt mit der PPWR.
00:41:57: Du hast gesagt okay, wir bringen einmal eure Datenlage in Ordnung.
00:42:01: Das ist ja gerade der Schuh, der am meisten drückt.
00:42:03: Wo jetzt die Konfirmitätserklärungen alle erstellt werden müssen auf Nachfrage bis hin zu das wir wirklich begleiten dürfen über den ganzen Lebenszyklus, bis alles umgestellt ist und das ganze Verpackungsportfolio auch technisch funktioniert oder innovativ funktioniert im Blick auf die Zukunft.
00:42:25: Prima!
00:42:26: Vielen lieben Dank.
00:42:27: Gerne.
00:42:29: Flora, ich danke dir sehr für das Gespräch.
00:42:32: Ich bin definitiv schlauer und aussagekräftiger.
00:42:36: Ich finde das Thema sehr spannend.
00:42:39: Beides auch viele Emotionen weckt!
00:42:41: Und ich wünsche dir ganz viel Erfolg in der Zukunft und freue mich von dir zu hören.
00:42:46: Bis bald!
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