110: Stationärer Handel: Was Kunden heute in die Läden zieht

Shownotes

🎙️ „Stationärer Handel: Was Kunden heute in die Läden zieht” mit Dr. Johannes Berentzen, CEO der BBE Handelsberatung.

Dr. Johannes Berentzen spricht mit Nina Ascheron-Polter über die Zukunft des stationären Handels, die veränderte Rolle von Marken und die Frage, warum Konsumenten weiterhin den Weg in die Innenstadt auf sich nehmen.

🔍 Was euch erwartet: • Warum Bequemlichkeit zwar online gewinnt – aber stationär weiterhin den Großteil des Umsatzes ausmacht • Wie sich das Machtverhältnis zwischen Marken und Handel durch Daten verschiebt • Welche Rolle Eigenmarken heute als echte Marken spielen • Warum Vertrauen die zentrale und nicht kopierbare Markenfunktion bleibt • Wie Händler über Erlebnis, Beratung und Inszenierung Relevanz schaffen • Welche Faktoren Innenstädte wieder attraktiv machen können • Warum KI die Customer Journey verändert – aber nicht den stationären Handel ersetzt • Weshalb „Erlebnis pro Quadratmeter“ zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird

📍 Für alle, die sich mit der Zukunft des Handels, der Rolle von Marken und den Erwartungen moderner Konsumenten beschäftigten.

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00:00:13: Das ist ja so spannend, wenn man sich Studien anschaut.

00:00:33: Warum die Menschen in die Innenstadt kommen?

00:00:35: Ist tatsächlich immer noch nach wie vor Shopping mit Reibnabstand und das... über alle Generationen weg.

00:00:39: Es gibt ganz viele Gründe, warum sich das lohnt, stationär einzukaufen und ich bin großer Verfechter davon.

00:00:46: Aber am Ende muss das Erlebnis stimmen!

00:00:47: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge FMC G-Wipes heute mit Dr.

00:00:52: Johannes Berenzin CEO der BBE Handelsberatung.

00:00:58: Herzlich Willkommen lieber Johannes.

00:01:00: Hi, liebe Nina vielen Dank für die Einladungen im Podcast.

00:01:04: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.

00:01:08: Da gibt es sehr, sehr viele Themen.

00:01:11: Grundsätzlich beschäftigt sich ja auch mit der Frage warum gehen wir eigentlich heute noch in den Laden?

00:01:17: Wenn Preis und Verfügbarkeit längst online geworden sind was ist dann überhaupt noch der echte Grund für den stationären Handel bevor wir in diese spannenden Themen einsteigen?

00:01:29: zunächst einmal zu dir Dein Name lässt ja viel vermuten.

00:01:35: Jetzt ist es so, ich gehöre zur Generation der Millennials in der Zeit wenn man sich heimlich dann auch

00:01:42: mal

00:01:42: als heranreifender Teenager getroffen hat, dann hatte man auch gerne Mal das Bärenz und Apfelkorn dabei.

00:01:50: Erzähl doch gerne mal zu dir als Mensch zu deiner Prägung.

00:01:53: du bist ja auch schon früh mit Marke in Berührung gekommen.

00:01:58: Ja, liebe Nina.

00:02:00: Vielen Dank schon mal für die Intro zum Namen.

00:02:05: Da stimmt natürlich ich komme aus Haselünne und da erhärtet sich der Verdacht ja dass es irgendwie mit Spritose zu tun hat.

00:02:14: Ich habe tatsächlich von früher Kindheit schon am Mittags- am Abendbrot Tisch so die Themen Handel Marke Marketing Mitbekommen.

00:02:23: Mein Großvater mein Großonkel haben wir irgendwann den Abschulkorn erfunden auf dem Schützenfest in Haselunne weil sie einfach festgestellt haben, dass jungen Damen den Korn nicht vordrinken wollten und die haben sich Apfelsaft dann da reingemischt.

00:02:36: Und das hat dann ein bisschen gedauert bis man das tatsächlich stabil in der Gredigkeit, in der Farbigkeit ohne es ausflog mit der richtigen Menge an Apfelsaftkonzentrat, bis man dies zu einem Erfolgsprodukt entwickelt hat.

00:02:50: Das hat dann die Firma Berenzen auch tatsächlich groß gemacht.

00:02:52: Die Firma ist ja sehr alt über zwei Hundert Fünfzig Jahre Geschichte Und mein Vater hat es dann als Vorstandsvorsitzender fortgeführt.

00:03:00: Der ist für den sauren Apfel zuständig, also für die Hörerinnen und Hörern, wer wovon Carter hat bitte nicht an mich wenden sondern an meinen Vater, meinen Großvater schon vor vielen Jahren verstorben.

00:03:10: Wer ist fein raus?

00:03:11: Insofern das ist die Geschichte zur Herkunft, die du angesprochen hast.

00:03:16: Ich selbst beschäftige mich quasi seitdem mit Handel und auch mit Marke und Marketing.

00:03:23: Es ging bei mir dann im Studium genau um diese beiden Themen.

00:03:26: Ich habe in Münster studiert, hab dort als Schwerpunkt auch die beiden Fächermarketing und Handel belegt und hab am Handels der Studie meine Diplomarbeit geschrieben und wurde dann gefragt von meinem späteren Doktorvater dem Professor Dieter Alertgrüße gehen raus.

00:03:43: Er ist inzwischen im Ritiert, im wohlverdehnten Unruhe stand und hat dort dann auch zu einem Handelsthema promovieren dürfen.

00:03:49: Es ging um das Management von Handelsmarken also immer In der Hersteller-Handelsdiade wen gehören eigentlich die verfügungsrechte?

00:03:55: Wie sind die Machtverhältnisse?

00:03:56: wem nutzt denn eigentlich was?

00:03:58: wer produziert denn vielleicht auch beides auf hersteller Seite?

00:04:00: dass in unterschiedlichen Branchen?

00:04:02: Und so hat mich das dann insgesamt neun Jahre in Münster begleitet erst im Studium dann zur Promotion Und dann hat es mich ins schöne München in den Süden von Deutschland verschwagen.

00:04:14: Aus der beruflichen Perspektive heraus.

00:04:17: ich wollte unbedingt die Beratung gehen, das war so ein Wunsch unter einigen wissenschaftlichen Mitarbeitenden bei uns am Lehrstuhl und am Marketingzentrum.

00:04:25: wir haben uns da immer fleißig gegenseitig irgendwelche Cases gestellt wie man das früher gemacht hat für die Bewerbungsgespräche einer Beratungen und habe mich dann sowohl in München als auch Hamburg – das waren also die beiden Städte die mir am attraktivsten erschienen bevorben Und habe mich dann am Ende im Prozess entschieden für eine kleine Beratung, eine sehr feine kleine Berattung die vor allen Dingen Inhaber geführte Unternehmen berät.

00:04:49: Das war eine Welt die mir sehr vertraut war, der mir sehr sympathisch war und das war die Firma Wieselborn Partner aus München.

00:04:58: Da habe ich als jünger Konsultant angefangen und hab dort natürlich nicht nur Handel- und auch Markenthemen beraten dürfen, einmal quer durch die Bank vom Elektrostahlwerk über Steckdosen leisten bis hin zu Bauzulieferindustrie.

00:05:13: Das sind dann so Wärme der Elemente für auskragende Bauteile also ganz verrückte Sachen aber eben halt auch weiterhin sehr viel handelt, sehr viele Markentheme, sehr viel Industriethemen mit markenbezug.

00:05:25: Ich habe da in den verschiedenen Stufen alles gelernt, was man über Strategieberatung lernen sollte und kann.

00:05:33: Grüße gehen hier raus an meinen damaligen Chef Timorens.

00:05:36: Timo vielen Dank für diese hervorragende Lehrzeit!

00:05:42: Und das hat mich auch sehr geprägt.

00:05:43: Mein erstes Großprojekt war tatsächlich die Firma Schlecker.

00:05:45: damals noch als jünger Konsultant, durfte dort zu Ende so ein bisschen als Vorstandsassistent für den damaligen CO einen Jahr noch arbeiten und das waren dann so zwei Jahre bevor es dann auch gerade aus verschiedenen finanstechnischen Gründen am Ende nicht nur aber auch in die Schleckeinsolvenz endete.

00:06:03: da waren wir schon nicht mehr beraten.

00:06:04: tätig habe dort sehr, sehr viel gelernt und auch in den Handelsprojekten seitdem immer viel von diesen Wissen einsetzen dürfen.

00:06:13: Das vielleicht zu der ersten Zeit bis vor vier Jahren.

00:06:17: dann mich ein Ruf erhalte doch vielleicht mir das Unternehmen der BBE genauer anzuschauen und dort als Alleingeschäftsführer und einen Jahr später auch als Gesellschaft da einzusteigen.

00:06:28: Was mich natürlich noch interessieren würde aufgrund deiner Markenprägung familiär War es denn für dich dann auch eventuell eine Überlegung, die Markenperspektive zu verfolgen?

00:06:40: Also irgendwie weit war für dich klar, nein der Handel ist es.

00:06:44: Ja, die Frage stelle ich mir ab und zu so alle paar Jahre immer mal wieder.

00:06:50: Die Frage ins Familienunternehmen einzusteigen hat sich tatsächlich explizit nie gestellt.

00:06:55: das Unternehmen wurde von meinem Großvater, meinem Vater schon in den Neunzigen an die Börse gebracht.

00:07:02: Es wurde dann in den Zwei Tausenden einen privaten, einen Private Equity-Unternehmen, ein Finanzinvestor verkauft per feindlicher Übernahme – da will ich jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen!

00:07:12: Es ist inzwischen sehr breit gestreut im Besitz von vielen kleinen Investoren und kleinen Aktionären ist sehr erfolgreich, wieder hatten einen Schwerpunkt im Reich alkoholfreie Getränke inzwischen aufgebaut.

00:07:28: Ich glaube war so mit vierzig-fünfevierzig Prozent und natürlich hat mich das auch immer gereizt.

00:07:32: ich habe meine halbes Jahr Praktikum bei Kraft Foods gemacht.

00:07:35: Das ist für so schöne Marken wie Jacobs und Milka und sowas verantwortlich.

00:07:40: Das war eine spannende Zeit hat mir allerdings auch klargemacht.

00:07:43: Ich mag es nicht gerne in der Konzernwelt zu arbeiten.

00:07:47: Wir haben damals, ich war aus dem Haus Marketing Mit meinem lieben Chef, dem Björn Quarkernack.

00:07:52: Auch hier ging Grüße raus in tollsten Werbekampagnen entworfen für den Außerhausbereich und man brauchte dann irgendwie noch sieben Unterschriften bis zu Liegel irgendwo in Amerika.

00:08:01: und wenn dann irgendwann nach acht Wochen die siebte Unterschrift da war, dann hatte der Wettbewerbs schon eine ähnliche Aktion gemacht.

00:08:05: das waren sich frustrierend wie lange die Entscheidungswege waren.

00:08:08: Das muss heute nicht mehr so sein.

00:08:09: Damals hat uns das immer ein bisschen geärgert weil wir mit sehr viel Elanematter durch die Hanninslandschaft gegangen sind auch gerade im Bereich away from home Und das war ein sehr, sehr lange Entscheidungszündung.

00:08:21: Deswegen Konzernwelt hat mich nie so gereizt, Marc reizt mich immer und auch immer noch bis heute.

00:08:26: Ich freue mich immer wenn ich Markenunternehmen beraten darf und wir kommen bestimmt noch auf das Thema Handelsmarken zu sprechen, die ja auch schon sehr starken Markenkarakter inzwischen haben.

00:08:37: Insofern ist die Frage für mich auch Markenartikelindustrie spannend habe ich mir schon oft gestellt.

00:08:46: meine berufliche Gehirn im Handel gewidmet habe, auch über die vielen Jahre hinweg und der Handel ist so spannend dass man egal in welche Unterbranche man schaut ob das jetzt Fashion Möbel DIY, ob es Fahrrad ist und Sport und Schuhe alles.

00:09:03: Sogleich klingt völlig unterschiedlich bis hin zu Lebensmittel, Lebensmittel Discount Und die Herausforderungen, die wir haben werden nicht geringer.

00:09:11: Auch da werden wir bestimmt noch darauf zu sprechen kommen, Nina, sie ändern sich auch in einer brutalen Geschwindigkeit also langweilig kann es einem zumindest nicht werden.

00:09:18: Damit bleiben wir bei der Marke.

00:09:20: das würde ich gerne vertiefen.

00:09:21: Wir kommen dann nochmal bereit zum Handel.

00:09:25: Die Marke was würdest du sagen?

00:09:27: Wie hat sich denn das Machtverhältnis zwischen Marken und Handeln in den letzten Jahren verändert?

00:09:33: Ja, wie hat sich das Machtverhältnis verändert?

00:09:36: Also jetzt muss man natürlich aufpassen, dass man nicht pauschal alle Branche über einen Kamm schert.

00:09:40: Mein Eindruck ist trotzdem der, dass natürlich der Handel ja an deutlicher Macht gewonnen hat.

00:09:48: einmal durch Konzentrationen.

00:09:49: Man braucht nur Lebensmittelhandel schauen mit den vier großen Anbietern die über achtzig Prozent des Marktes auf sich vereinen.

00:09:55: Das ist ein Aspekt, also die Machtverhältnisse durch Konzentration.

00:09:58: Ein anderer ist für mich auch natürlich einen steigenden Eigenmarkenanteil – da habe ich halt die Zugriffsrechte und die Verfügungsrechte über die Marke.

00:10:06: Da bin ich als Handelsunternehmen im Driver's Seat.

00:10:10: Und ich hab zusätzlich, das ist eine recht aktuelle Entwicklung, natürlich auch eine Datenhohe.

00:10:15: Früher war es so um Lebensmittelhandel, da haben die Hersteller den Händlern im Jahresgespräch erklärt wie der Markt funktioniert.

00:10:21: Die haben dann Daten eingesammelt für teure Marktstudien, viel Geld ausgegeben und der Handel hat da so ein bisschen in Jahresgesprächen geschaut.

00:10:30: wie eigentlich die einzelnen Konsumgüter merkt sind hier unglaublich viele.

00:10:33: Für den Händler auch nicht ganz bezahlbar.

00:10:35: aber das ist es aber jetzt mit den vielen Datenpunkten der Handeln generiert, inzwischen unterstützt auch mit KI auswerten kann Bis hin zu eigenen Marketing-Plattformen, wo sie dann First Party Data erheben.

00:10:49: Das ganze Thema Retail Media online wie offline gibt es inzwischen ja die Bewegung und im Lebensmittelhandel ist die Rewe sehr weit führend.

00:10:58: Der Christian Ravot hat irgendwann damals am Lehrstuhl Christian viele Grüße mal Diplomarbeit bei mir geschrieben.

00:11:03: Ja, der ist da führend in den Bereich wie der Media bei der Rewe unterwegs.

00:11:07: die haben ja eigene Mediahäuser gegründet.

00:11:10: Also das heißt sie verkaufen inzwischen Daten an die Industrie.

00:11:13: also es hat sich auch geändert dieses Machtverhältnis.

00:11:15: deswegen würde ich sagen wenn's um Marke Marketing geht hat er handelt tatsächlich ordentlich an Macht und Kraft gewonnen über die letzten Jahre.

00:11:25: Du sprachst doch schon die Eigenmarken an.

00:11:27: Die Bedeutung nimmt immer weiter zu, auch das gerne nochmal.

00:11:31: Welche Rolle spielen Eigenmark heute und welche Rolle werden Sie zukünftig spielen?

00:11:35: Ja da lohnt sich der Blick natürlich in die Branchen hinein.

00:11:39: es gibt ja... Wenn wir jetzt den Lebensmittelhandel nehmen, eine der längsten Eigenmarkentraditionen stark auch durch UK und auch die USA geprägt in ursprünglich so einer Dreistufigkeit.

00:11:51: Man hat einen Preis-Einstieg, man hat irgendwann nur eine Mittelmarke und dann gibt es den ein oder anderen, der auch dem Premiumbereich mit Eigenmarken abdeckt.

00:11:58: Und wenn man in andere Bauschen reinschaut ob das jetzt Möbel ist wo Marke eher ne geringe Rolle spielt weil man halt zum Beispiel nur alle fünfzehn Jahre ne Küche kauft ich weiß nicht ob du mir sagen kannst von wem deine Küche Das fällt vielen schon schwer.

00:12:09: Und wenn, dann sagen sie meistens so ja von Miele oder von Siemens oder von Bosch und die machen halt keine Küchen sondern die machen Elektrogeräte.

00:12:16: Also das spielt Marken nicht eine ganz große Rolle.

00:12:18: Die wenigsten kennen überhaupt Marken im Möbelbereich Und so zieht sich das durch die unterschiedlichen Branchen.

00:12:24: Auch im Baumarkt spielt es nicht so eine ganz große Rolle, auch das Eigenmarkenthema ist nicht eine ganz grosse Rolle.

00:12:28: aber was wir schon feststellen in der Beratung dass natürlich die Händler mit den Eigenmarken einen Differenzierungsmerkmal an der Hand haben, dass sie auch nutzen um für die Konsumenten dieses Gefühl der Exklusivität Das kriege ich nur bei dem und dem Händlern.

00:12:43: Also im Drogeriebereich fällt es vielleicht extrem auf.

00:12:46: Die beiden Marks für Rossmann DM haben beide ungefähr Eigenmarkendinien und machen ungefähr ein Drittel des Umsatzes mit Eigenmarken.

00:12:53: Und das ist, finde ich in einem Bereich wo man ja Produkte an die Haut ins Gesicht und so weiter lässt schon bemerkenswert.

00:13:00: und im Lebensmittelbereich gibt es natürlich auch tolle Beispiele gerade der Vierführende Anbieter was sie dort mit Eigenmarken alles bewegen.

00:13:07: und dann darf man nicht vergessen die Betriebstypen marken selbst Nina sind hier auch zu Marken geworden erfüllen auch Markenfunktionen.

00:13:14: das heißt Natürlich ist Aldi, es ist Lidl in der Marke.

00:13:17: Genauso Rewe Edekaber und Dm und Rossmann.

00:13:20: Das heißt das Markenschild über die Stahlkraft des Betriebstypes, den der Händler dort an die Tür schreibt, sendet natürlich auch die gleichen Vertrauenssignale, die gleichen Markensignale also auch da würde ich mal sagen beide in beide Richtungen stärker.

00:13:36: Die Bedeutung des Betriebstypes und dem Bedeuten der Eigenmarken per See.

00:13:41: Ja auch das ist wirklich eine relevante Entwicklung, was ja auch verknüpft ist mit Marken.

00:13:46: Mit Marken ist Vertrauen verbunden und entsprechend dass Eigenmarken auch im Pharma-Bereich, im Hautpflegebereich dann ja auch hier mit Vertrauen besetzt sind von den Konsumenten bestätigt es ja auch.

00:14:00: wenn du jetzt Markenhersteller beraten würdest also marken erfüllen die Funktion innovationstreiber zu sein Was würdest du empfehlen, wie Sie sich abgrenzen können von Eigenmarken und wie sie sich auch künftig behaupten können im

00:14:15: Markt?

00:14:16: Also die Frage ist natürlich müssen Sie sich aktiv abgrenzten oder grenzen Sie sich genau schon dadurch ab was Du jetzt ansprichst nämlich dass sie... Und das ist auch nicht mehr immer der Fall weil in aller Regel noch Innovationsführer sind.

00:14:29: Dass sie vor allen Dingen werbetreibende sind.

00:14:31: Das heißt sie geben viel Geld für die Positionierung aus die in den Köpfen ankommen soll.

00:14:39: Was würde ich den raten?

00:14:40: Also was wir feststellen über die letzten Jahre natürlich und das zieht sich auch durch viele Branchen, dass die Mittelmarken immer mehr ins Hintertreffen geraten.

00:14:48: Die Mittelmarken sind für mich die nicht First Choice oder mindestens mal relevant Set bei den Konsumenten sind.

00:14:54: Das heißt wenn ich dich jetzt frag was sind deine drei Lieblingsschokoladenmarken, wirst du wahrscheinlich Dreckdrehen nennen können.

00:14:59: Wenn ich dich dann aber nach den weiteren zehn Frage wird es wahrscheinlich schon dünner her und dann kommen vielleicht auch schon Eigenmarken.

00:15:04: wo man dann vielleicht sagt er ist der Preisentscheidungskriterium Und genau bei diesen marktführenden Anbietern, da spielt die Marke noch eine sehr große Rolle.

00:15:13: Gerade diese Vertrauensfunktion oder wenn es besonders viele Produkte im Markt gibt auch die Selektionsfunktion das ist ja so ein bisschen ich nenn's jetzt mal kognitive Entlastung dass sich wenn ich jetzt im Regal von Vierzig Nuss-Nougat-Cremes dann endlich meine Nutella sehe und die dann schnell ins Einkaufswagen legen kann und nicht noch vierzig Etiketten hinten untersuchen muss.

00:15:33: was kann man ihnen noch raten?

00:15:34: Natürlich Exklusivität der Marke auch bei der Zielgruppe stark aufzuladen.

00:15:43: Viele Markenhersteller machen das durch Flagships, selbst im FMCG-Bereich gibt es den, kennst du bestimmt?

00:15:48: M&M Store über drei Stockwerke in Berlin am Kudam.

00:15:51: Es gibt den Rittersport des Rittersporthaus, es gibt Diniwährhäuser.

00:15:55: also insofern gibt's viele Marken, die tatsächlich auch in die Städte gehen auf die High Street gehen und Flagships nochmal ihre Marke anders anfassbar machen.

00:16:04: Sie haben ja im Handel nur bedingt die Gelegenheiten mal über Zweitplatzierung besondere Gale aufbauten sich etwas stärker an den Vordergrund zu rücken.

00:16:12: Und diese Flagship sind meistens ja auch kein Vertrieb sondern eher Marketing-Gudget dienen dazu dann diese Marke anfassbaar zum Machen.

00:16:20: Das für Chemie der Events da zu organisieren.

00:16:22: bei dem M&M Store gibt es eine große TikTok Bühne gibt es Möglichkeiten, da Geburtstage zu feiern.

00:16:26: Gibt's einen riesen Merchanteil?

00:16:28: Also einfach ganz viel Dome rumzubauen und das online zu verlängern um dieses Preis-Premium und auch diese Besonderheit der Marke weiterzubefallen.

00:16:37: Und das kann ich natürlich den Markenstellern herstellen, auch nur raten.

00:16:41: kümmert euch um eure Zielgruppe, eure Community.

00:16:44: kümmern euch sowohl in den sozialen Medien darum als natürlich auch in der Verfügbarkeit im Handel.

00:16:49: Das ist die erste Voraussetzung.

00:16:52: Studium haben wir immer von Ubiquität gesprochen.

00:16:54: Das heißt, ich bin theoretisch zumindest mal überall erhältlich im Lebensmittelhandel bei einer Listung der vier Großen schon mal relativ gut gewährleistet und dann gleichzeitig natürlich ja über Aktionen, auch gerade im Sozialmedienbereich das Community-Management.

00:17:13: einfach als Marke erlebbar zu sein nicht anonym sondern erlebber zu sein.

00:17:17: Ich glaube dass bringt mehr als die Werbung linearem TV oder die ganzzeitige Anzeige in irgendeiner Tageszeit.

00:17:25: Das kann man auch noch machen begleitend, nur es ist viel weniger ein Sender, viele Empfänger sind dann mehr einen Dialog zwischen den Marken und den Konsumenten.

00:17:35: Wenn man das hinkriegt, dann hat man... Und das wäre mein Tipp an die Markenerstelle, dass man natürlich auch in Zukunft noch Chancen dort am Regal sich durchzusetzen.

00:17:45: Ja, ja.

00:17:46: Aber um das nochmal zu schärfen Du sagst

00:17:49: ja auch,

00:17:50: also allein nicht die Lösung.

00:17:52: Wir bauen jetzt da mal ein Showroom hin und das funktioniert dann... Das reicht ja nicht!

00:17:58: Also wenn du das noch einmal zusammenfassst?

00:18:02: Nee, das reicht natürlich nicht.

00:18:05: Ich meine wir haben vorhin über die Vertrauensfunktionen.

00:18:08: Ich habe sie kurz angesprochen.

00:18:09: Das ist aus meiner Sicht die einzig nachhaltig nicht kopierbare Funktion einer Marke.

00:18:15: Weil das baut sich ja ganz lange auf und das bauert sich nicht nur aus, auch dadurch dass ich einen Chorum hinstelle sondern dass ich vielleicht dort Events mit meiner Community organisiere, dass ich das entsprechend verlängere, dass nicht nur die wenigen Leute, die zum Beispiel in Köln, München, Berlin oder Düsseldorf diesen einen Chorum sehen davon etwas haben, sondern eine breite Mehrheit der Konsumenten auch die Möglichkeit hat zum Beispiel den Social Media damit im Berührung zu kommen.

00:18:39: Und natürlich sind es klassische Themen wie eine hohe Produktqualität, ansprechendes Verpackungsdesign und natürlich sind wir auch bei dem Thema grundsätzlich welche Werbebotschaften.

00:18:52: Wie positioniere ich die Marke, Innovationsführerschaft?

00:18:54: Welche neuen Produktvariationen bringe auf die Marcke immer frisch zu halten?

00:18:57: Das wären für mich so die klassischen Themen.

00:18:59: das machen die Händler mit ihren Eigenmarken inzwischen aber auch schon sehr gut.

00:19:03: Deswegen muss ich immer wieder überlegen was kann ich denn noch tun dort mich ein bisschen zu differenzieren die Platzierung Regal hinaus, weil da bin ich dann eine von zwanzig dreißig tausend Facings, die einen Vollsortiment heute im Regal stehen hat.

00:19:18: Ja jetzt haben wir zu den Marken gesprochen.

00:19:21: Jetzt möchte ich gerne mit dir die Konsumenten beleuchten und du siehst wie Hange uns hier schrittweise in Richtung Handel.

00:19:29: Viele Käufe lassen sich ja heute im Minuten online erledigen.

00:19:34: Ist denn künftig Bequemlichkeit der dominante Wettbewerbsfaktor?

00:19:38: Es kommt darauf an, was du einkaufst Nina.

00:19:41: Also es ist so.

00:19:42: das haben Studien ich glaube GFK, HDE und ein paar andere auch gezeigt dass tatsächlich inzwischen... Ich weiß nicht ob's die Mehrheit ist aber so um die fünfzig Prozent ungefähr die Hälfte sagen wir mal die hälfte der online Einkäufe gar nicht allein aus dem preis dem günstigsten Preis heraus entsteht.

00:19:58: man hat ja heute inzwischen auch viele die Versandkosten erheben usw.

00:20:02: Sonder tatsächlich aus Gründen der Bequemlichkeit.

00:20:04: Genau das was du ansprichst.

00:20:05: und das ist natürlich spannend, weil wenn man mal überlegt wie viel Aufwand es heute ja macht, wenn ich in den Stadion handele, jetzt wohne ich nur ein bisschen außerhalb von München vielleicht am Sonntagmorgen mich noch mal gescheit anziehen, wenn ich hier statt will.

00:20:20: Nicht dass man da im Jogginghose gesehen wird mit dem Augenzwinkern aber ich brauche auf jeden Fall irgendwie einen Weg in die Stadt mit einem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln.

00:20:28: wir wissen in München alle, die hier zuhören wie gut das manchmal auch funktioniert nicht.

00:20:33: Und dann muss ich natürlich irgendwie ins Geschäft kommen, dann muss sich hoffen, dass ich einen freundlichen Verkäuferinnenverkäufe habe Dass das Produkt da ist, dass es mir passt Und dann muss ich wieder zurück.

00:20:43: Ich nenne das mal zusammen unter Transaktionskosten, ja?

00:20:46: Also wie viel Aufwand muss ich betreiben um dann offline zu diesem Produkt zu kommen?

00:20:51: und der andere Case ist samstags morgens.

00:20:53: vielleicht habe ich wirklich eine Jogging oder eine Sportwurse an bestellt das Ganze in fünf Minuten auf Amazon.

00:20:58: In München kann man Glück haben dass es am selben Tag noch da ist und geht mit der Sportwürse nach draußen spielen mit meinen Jungs Fußball.

00:21:04: Also das ist der Case.

00:21:06: Und was muss der Handel eigentlich tun, damit ich es trotzdem auf mich nehme?

00:21:10: Das werde ich vielleicht gar nicht jeden Samstag machen, sondern vielleicht gehe ich an drei von vier Samstangen lieber zum Fußball spielen und bestelle ein paar Sachen online.

00:21:16: und beim Lebensmitteleinkauf schaue ich dass ich da irgendwie die Randzeit nutze und fahr vielleicht noch persönlich hin weil ich selber noch am Rupst Obst- und Gemüseregal aussuchen kann, was ich da haben möchte Gehe aber bewusst, dann trotzdem einmal im Monat in die Stadt.

00:21:30: auch für eine längere Zeit kombiniert das vielleicht mit verschiedenen Produkten, die ich mir dort anschauen möchte.

00:21:36: Vielleicht auch noch mit einem Restaurantbesuch oder unter der Woche beim Arztbesuch kombinieren, dass viele sich einfach mit Freunden treffen.

00:21:42: Der Hauptgrund ist ja so spannend wenn man sich Studien anschaut.

00:21:45: warum die Menschen in die Innenstadt kommen ist tatsächlich immer noch nach wie vor Shopping und weitem Abstand.

00:21:49: Und das über alle Generationen weg gerade bei den jungen Leuten und wir haben grad wieder ne Umfrage München mit über tausend Innenstadt-Besuchern gemacht.

00:21:58: Das ist sogar die jüngste Generation, der bis zum Zwanzigjährigen, die viel häufiger bei denen nicht stattkommen und auch als Hauptgrund-Shopping anzeigen.

00:22:06: Das heißt es muss Gründe geben warum das immer noch trotz der höheren Bequemlichkeit online die Leute in die Innenstadt zieht.

00:22:13: Und das natürlich jetzt genau die Frage was sind die Gründe?

00:22:18: Und das muss man glaube ich runterbrechen.

00:22:19: einmal auf das Gesamterlebnis Innenstadt auf das Erlebnis in den verschiedenen Handelshäusern und dann natürlich auch das ganz persönliche Erlebnes, dass ich dort vielleicht mit Freunden habe.

00:22:30: Dass ich dort, indem ich Menschen treffe, durch sozialen Austausch dadurch, dass sich da an die Luft komme, dass Ich mich bewege.

00:22:35: Es gibt ganz viele Gründe warum es sich lohnt statt zu neu einzukaufen und ich bin großer Verfechter davon.

00:22:41: aber am Ende muss das Erlebnis stimmen.

00:22:43: Das ist ja auch grundsätzlich das Thema von Mords natürlich, Erlebnisse zu verbinden Menschen dort anzuziehen und quasi hier Hobby-Freizeit mit Windowshopping und letztendlich Einkaufen zu verknüpfen.

00:23:04: Ich würde gerne nochmal betrachten, also auch das Thema Innenstadtentwicklung.

00:23:09: was ist denn die Rolle auch?

00:23:12: Die hier eine Stadt, eine Kommune einnehmen sollte?

00:23:17: weil die Frage die sich ja dann auch oft ergibt ist, inwieweit sollte nicht der Handel der Treiber sein.

00:23:25: Aber wie verlagert sich denn eigentlich auch hier Verantwortung?

00:23:29: Ja ich weiß gar nicht ob sie sich so verlagern oder ob sie einfach an bestimmten Stellen noch nicht ausreichend angenommen wird.

00:23:37: natürlich ist der Verhandelsverantwortlich auf seiner Fläche ein gutes Erlebnis zu bieten das mal das eine nur.

00:23:43: und dass es das was dann manchmal als Innenstadt sterben bezeichnet wird der Begriff gefällt mir gar nicht.

00:23:50: Das ist etwas, was an anderer Stelle mitgelöst werden muss.

00:23:53: Warum gefällt mir der Begriff nicht?

00:23:54: Weil das natürlich irgendwie so einen fatalistischen Charakter hat.

00:23:57: Oh!

00:23:58: Die Innenstadt bei Mörner-Netzburg Bürgermeister irgendwo, meine Innenstadt stirbt.

00:24:02: Ach wie schade ich organisiere schon mal die Beerdigung.

00:24:04: Das ist ja der falsche Ansatz.

00:24:05: Sondern ich muss sagen, was kann ich denn als Stadt auch tun damit es nicht passiert?

00:24:09: und die allerwenigsten Städte... Und wir sind ein paar Beispiele bekannt wo es auch funktioniert aber die aller wenigen Städten machen das konsequent Und da wird meistens gleich immer gesagt, ja ich hab das Budget nicht.

00:24:21: Ich habe das Geld nicht.

00:24:23: Vielleicht fängt man mal ein bisschen früher an und für mich sind es drei ganz wesentliche Punkte.

00:24:29: was ist denn überhaupt der Grund warum ich in eine ganz bestimmte Innenstadt kommen soll wenn ich nicht nur dort wohne sondern vielleicht auch von außerhalb?

00:24:35: also ich nenn's mal eine Vision einen Einkaufsgrund eine Geschichte Storytelling rund um diese spezifische Innenstadt.

00:24:44: so wenn ich das schon nicht habe werden sich alle meine Bemühungen ja nicht in die gleiche Richtung wenden, das ist das erste.

00:24:51: Das zweite ist ich sollte irgendwo eine Anlaufstelle finden wo ich diese Verantwortung auch bündeln kann.

00:25:00: ob das jetzt Business Improvement Districts sind und ob das Stadtfördergesellschaft ist oder ob das innerhalb eines Referats stattfindet ob es City Manager gibt bis hin zu Stadtmarketingorganisationen, es braucht auf jeden Fall Verantwortlichkeit die auch von der Kommune mit unterstützt wird.

00:25:18: Also auch von den ja von der städtischen Bürokratie mit unterstütz'n wird.

00:25:23: da geht's natürlich dann auch um Vorschriften wehensiedelig an und so weiter und sofort komme ich gleich nochmal drauf.

00:25:30: Und das dritte ist natürlich dann bewusst auch diese Orchesterierungsrolle wahrzunehmen.

00:25:36: Was heißt das?

00:25:36: Ich muss ja zunächst mal wissen, wer sind denn alle meine Stakeholder.

00:25:39: Die Händler sind ja schnell bekannt, die kann ich sehen.

00:25:42: Filialen habe ich dort.

00:25:44: Kenne ich aber auch alle Gastronomen, die kenne ich meistens auch noch und jetzt wird es kompliziert.

00:25:49: eine Gruppe, die man nicht vergessen darf, kenne sich auch alle Immobilien-Mitspieler.

00:25:54: Kenne ich alle Vermieter, kenn ich alle Eigentümer.

00:25:56: Wenn ich die nicht mit einen Tisch hole dann passiert das was in vielen Innenstädten zu diesem ja ich sage jetzt mal schlechten Begriff des Innenstadtwerbens führt nämlich eine, wie soll ich sagen?

00:26:09: Eine Negativspirale von Besatz und Frequenz.

00:26:12: Was meine ich damit?

00:26:13: Wir kennen alle die Beispiele das gerade in Hauptbahnhofsnähe qualitative Einzelhandel-Fachhandel verschwindet zugunsten von... Ich mach's mal konkret!

00:26:22: Einen Euro Shops den berühmten Heilbrauner Döner läden bis hin zu Spielhalle Friseur Nagels Studio Barbershop United.

00:26:32: Und was passiert mit diesem, ich nenn's jetzt mal Downgrading der Qualität im Besatz.

00:26:40: Also das Angebot verändert sich auch die Frequenz also die Menschen, die dorthin kommen um dort sich aufzuhalten und einzukaufen Das wird irgendwann dazu führen dass auch die letzten Fachhändler denen ihre Kundschaft dann wegbricht weil sie einfach nicht mehr da herkommen Auch ihre entweder Läden schließen oder ihre Lage verändern also ihr Geschäft verlagern.

00:27:01: Das führt wiederum dazu, dass dort vielleicht nach den höchsten Mietzahlungen, dann kommt noch ein Matratzengeschäft und vielleicht nochmal einen Barbershop und noch eine Nagelschule hin.

00:27:10: Das heißt in dieser Negativspirale immer mehr sich die Frequenz und der Besatz verschlechtert.

00:27:16: Und wenn ich da nicht eingreife und sagen mal irgendein Vermieter, der vielleicht über eine Briefkastengesellschaft in Luxemburg irgendwo in Amerika sitzt und dem meint es jetzt nicht wichtig ist oder Oberhausen oder welches auch immer, dann habe ich ja keine Chance zu einzugreifen.

00:27:31: Beispiele, Mittel und Wege wie man natürlich auch das orchestrieren kann.

00:27:34: Es gibt Städte und Gemeinden die ein sehr starkes Lehrstandsmanagement haben.

00:27:37: Das heißt für jeden potenziellen Lehrstand haben sie schon zwei drei Ideen wer dahin gehen könnte sprechen aktiv die Vermieter an versuchen in so eine Orchestierungsrolle zu kommen und dass ist natürlich was wenn mir das gelingt was auch eine negative Entwicklung wieder zurückdrehen kann.

00:27:51: das wäre auch mein Appell an alle Verantwortlichen in den Städten Versucht eine Verantwortungsstelle, versucht eine Vision und versucht die ganze Stakeholder in ein Tisch zu bringen.

00:28:01: Sodass ihr mit diesen drei Punkten eure Stadt wirklich mit einem Konzept wiederbeleben könnt ja auch wieder die richtige Frequenz und den richtigen Besatz in die Innenstadt holt.

00:28:12: Wie ist es mit dem Faktor Wirtschaftskraft?

00:28:14: Es gibt den Nummer auf Wirtschaftsstark und wirtschaftsschwache Region Und natürlich fällt das in wirtschaftsstarken Regionen leichter durchzusetzen.

00:28:21: Ja Gebt ihr absolut recht.

00:28:24: Jetzt gibt es natürlich inzwischen auch viele discountierende Formate, die sehr erfolgreich sind und die eine Innenstadt immer noch besser tun als, sag ich jetzt mal, die von mir vorhin angesprochenen etwas schwierigen Besatze.

00:28:38: also ob das jetzt ein Tee dient, Hackwohn, Woolverse'n, Pepco ein Action ist oder ein Minisu.

00:28:46: Das ist die Frage, wie groß ist die Innenstadt?

00:28:48: Weil auch die richten sich natürlich so'n Stück weit nach Kaufkraftzentralität.

00:28:52: und ist das jetzt eine zwanzigtausend Einwohner Stadt oder ne fünftausend Einwonner Stadt?

00:28:57: oder es ist halt einer der großen Innenstädte?

00:29:03: Ich glaube dass man Selbst in ganz kleinen Städten, auch mit den kleinen innerbar geführten Unternehmen.

00:29:08: Wenn man sich zusammen tut, ganz viel machen kann.

00:29:11: Die Frage ist, tut man sich schon zusammen?

00:29:13: Sieht man sich noch als Wettbewerb oder sieht man sich als ganze Einheit?

00:29:15: Du hast vorhin das Thema Mall angesprochen!

00:29:18: Wir haben ja eine Schwesterfirma die IPH über zwanzig Centermanage.

00:29:22: Daher kennen wir ganz gut dieses Umfeld.

00:29:24: Mall und das ist natürlich so ein bisschen wie eine Innenstadt, aber überdacht mit einem höheren Durchgriffsrecht.

00:29:29: Das heißt ich kann sehr viel stärker steuern wer wie lange als Mieter reingeht.

00:29:34: Ich habe sozusagen einen großen Vermieter.

00:29:37: in dem Fall vertreten wir den Eigentümer und managen diese Center fremd sind immer auf der Suche nach den richtigen Konzepten nach den guten Konzepte die miteinander funktionieren Und die inzwischen meistens nicht nur handelt sind, sondern eine Kombination aus Handel, aus Gastronomie, aus Entertainment und aus Dienstleistung.

00:29:54: Das heißt auch das ändert sich ein bisschen... Auch so muss ich Innenstadt denken.

00:29:57: es muss nicht überall vier Stockwerke-Handel haben.

00:30:00: Die A-Lagen verkürzen sich horizontal wie vertikal.

00:30:03: Das heisst vertikal konzentrieren sich vor allen Dingen gerade den kleineren Städten aufs Erdgeschoss auf die Erdgeschlosslagen.

00:30:09: Und horizontal ist immer das Ausfransen außerhalb des Innenstadtzentrums geht zurück.

00:30:16: eine kompaktere Innenstadt.

00:30:18: Und wenn ich das alles bedenke und aktiv steuere, dann habe ich natürlich auch eine Chance, dass so ne Innenstadt wieder funktionieren kann.

00:30:23: Dann glaube ich auch Nina, dass es für kleinere Städte funktionieren können.

00:30:29: Die Frage ist ja schlussendlich was passt für jede Gebinde?

00:30:33: Was ist schlossendlich passend attraktiv?

00:30:37: Für den ein ist es die Mall, für mich wäre das eine kleine süße Innenstadt mit vielen Läden.

00:30:42: Ja genau und da kann man ja auch in einer Innenstadt beides vereinen.

00:30:47: ich war in Erfurt auf der Kino eingeladen habe dort auf der Cramerbrücke übernachtet und die gehört tatsächlich ich meine mich zu erinnernd einer Stiftung.

00:30:55: und da sind nur ganz ganz kleine Inhaber geführte Geschäfte die zu sehr günstigen Laden mieten dort von handgeschützten Figuren bis selbst gemachten Eis Spezialitäten ausdrücklich Kunst, die ausgestellt wird.

00:31:09: Genau das bisschen romantische Bild einer Innenstadt dort sehr zentral verkörpern und drumherum gibt es trotzdem natürlich ganz viele große Einzelhändler.

00:31:25: Das heißt, es muss auch kein Widerspruch sein kleine schöne Handelslagen zu schaffen die vielleicht nicht über die ganze Innenstadt sich ziehen aber die bewusst auch gefördert werden.

00:31:34: Also von der Stadt bewusst mitkorratiert werden und von der Stiftung mitkorrattiert werden finde ich ein schönes Beispiel.

00:31:39: wenn man da ist auf der Kremerbrücke sollte ich das mal anschauen Das ist dann alles ein bisschen wie aus der Zeit gefallen, so ein kleines bisschen.

00:31:46: Und trotzdem macht es ganz viel Freude und man kann danach immer noch in die Innenstadt gehen und dann andere Besorgen machen.

00:31:52: Und das glaube ich funktioniert auch in kleineren Städten als in Erfurt noch gut!

00:31:58: Und das ist ja ein schönes Beispiel.

00:32:00: du meintest

00:32:01: Eingangs

00:32:02: dir fallen verschiedene gute Beispiele ein.

00:32:04: wir sprachen auch zum Thema Verantwortlichkeit Nichtsdestotrotz zu.

00:32:09: einer muss den Anfang machen.

00:32:11: Hättest du jeweils ein Beispiel für eine Innenstadt, wo es eher handelsgetrieben war die Entwicklung und ein Beispiel, wo's dann eher kommunen getrieben

00:32:21: war?

00:32:21: Also jetzt muss man sagen wenn ich jetzt mal.

00:32:24: nehme jetzt mal München als ganz großes Beispiel.

00:32:26: wir haben natürlich einen ganz starken Einzelhandel Und ich glaube, in den Top-Siebenstädten ist das immer auch Hannes getrieben.

00:32:35: Weil die ganzen großen Konzepte aus dem Ausland natürlich immer erst in die Top- Siebenstädte kommen.

00:32:40: Das heißt da ist immer eine positive Dynamik drin.

00:32:43: Wir haben zuletzt die Eröffnung von einem Jahr im Westfield in Hamburg gesehen mit vielen großen Marken Und das ist natürlich von damals Uni-Ball sehr, sehr stark Handels getrieben.

00:32:56: In München auch sehr vieles sehr stark handelsgetrieben.

00:32:58: Nichtsdestotrotz haben wir in München beispielsweise eine City Managerin.

00:33:02: Wir haben diese Verantwortung, von der ich die Sprache aufgehangen im Referat für Arbeit und Wirtschaft also alles mit sehr viel Wirkkraft ausgestattet mit dem Dr.

00:33:12: Scharf jetzt da an der Spitze, also insofern wäre für mich München aber Hamburg wäre natürlich ein gutes Beispiel als die Top-Siebenstädte wo es sehr stark Hans getrieben ist.

00:33:20: Wo's stark Kommunen getrieben is, mir fällt einen in den Nähe von Nürnberg das ist führt, etwas kleinere Stadt führt, die sich ja gegen den großen Hallestandort Nürnenberg auch behaupten muss.

00:33:35: Da weiß ich von einem sehr engagierten Lehrstandsmanagement Ja, ich glaube es sind sogar zwei oder drei Verantwortlichen in der Stadt die sich genau darum kümmern.

00:33:47: Sehr bewusst auch durch Vorgaben wie sie Fassaden aussehen sollten, wie soll Weihnachtsbeleuchtung aussehen?

00:33:52: Wie soll Osterschmuck aussehen?

00:33:53: also die sich einmal sehr kuratiert um die Innenstadt kümmern und auch sehr kurativ um den neuen Besatz kümern wenn die wissen oh das ein Wackelkandidat.

00:34:00: wir wissen schon drei die da nach reingehen könnten.

00:34:02: wir hören vorsichtig nach beim Vermieter ob er das auch so sieht.

00:34:07: Also das finde ich, also sind zwei mal faszinierende Beispiele und vielleicht ein drittes.

00:34:12: Was mir einfällt was noch stark handelsgetrieben ist aber nicht so groß ist da muss man mal in die Stadt Kam gehen.

00:34:17: es ist glaube ich so zwischen Nürnberg und Regensburg Da gibt's die Firma frei Und die Firma Frei hat immer mehr Leerstände aufgekauft über den letzten Ich glaub fast Jahrzehnte Wiederführend auch mit dem Helmut Hagner der dort an der Spitze arbeitet.

00:34:36: Und was Sie machen, Sie integrieren diese Lehrstände in Ihr bestehendes Handelskonzept aus Modewelt, Sportwelt bis hin zu Möbeln und akzeptieren einfach nicht dass dort diese Innenstadt an Qualität verliert.

00:34:49: Und kaufen sich einfach ein in jeden Leerstand und erweitern ihr Unternehmen.

00:34:53: ich glaube inzwischen aus dreizehundert vierzehn Geschäftshäusern über verschiedene Wege miteinander verbunden.

00:34:57: ganz tolles Beispiel.

00:34:59: hohe Beratungsqualität sind sehr erfolgreich, so weit ich weiß zumindest.

00:35:04: Und das wäre auch ein tolles Beispiel wie der Handel selbst das in die Hand nimmt.

00:35:07: Jetzt kann man aber auf der anderen Seite sagen da wär es natürlich schön wenn die Stadt und die Kommune dort einen stärkeren Einfluss hätte.

00:35:14: Ich hoffe dass das trotzdem der Fall ist was Genehmigung usw.

00:35:16: angeht.

00:35:17: Was sind sehr starkes Indivelles unternehmerisch Engagement von einem einzelnen Unternehmer der dort in dieser Stadt wirkt?

00:35:25: Wenn wir das jetzt noch einmal abholen mit deiner aktuellen Aufgabe beziehungsweise ich auch nochmal den Faden aufgreifend, deine Markenkompetenz und dann aber auch deine große Begeisterung für den Handel.

00:35:38: Du hast dich ja auch direkt für die Handelsberatungen entschieden bist du jetzt Geschäftsführer der BBE.

00:35:46: was sind hier deine Hauptthemen die dich jeden Tag antreiben?

00:35:51: Ja Also zunächst mal vielleicht für die Hörer, die BBE gibt es ja auch schon sehr lange.

00:35:58: Wir werden nächstes Jahr zu den Sebenen, siebzig Jahre alt und wir sind in der Gruppe so ein hundertundachtzig Berater, die sich auf einen Handel spezialisieren.

00:36:06: Fünfundfünfzig davon sind Interberatungen bei mir.

00:36:10: Neben der klassischen Strategieberatung und der Beratungen allen Funktionsbereichen des Handels auch ein sehr starken Mittelstandsfokus.

00:36:16: Wir bieten Tools an für die ganz kleinen Händler, die dann nicht hunderte und tausende von Euros kosten sondern auch bezahlbar sind.

00:36:24: Und wir bieten sehr viele R-Vergruppen, wenn das nicht so viel sagt.

00:36:29: Das sind so Erfahrungsaustauschgruppen wo so zehn, zwölf Unternehmerinnen und Unternehmer sich zweimal im Jahr treffen, sich zu ihrem Konzept austauschen.

00:36:36: Und darüber hinaus sind wir sehr stark in der Standortberatung mit Immobilienberatungen, d.h.

00:36:40: Baurechtschaffungen gerade für die Lebensmittelhändler wenn sie in Marktarbeitern wollen.

00:36:44: das ist in Deutschland herrlich überbürokratisiert mit sechzehn Landesentwicklungsplänen regionalen Baupläne etc.

00:36:50: pp.

00:36:51: da möchte ich gar nicht zu tief ins Detail gehen.

00:36:53: da schreiben wir Gutachten und ja was bewegten uns für Themen?

00:36:58: Was bewegen mich für Themen?

00:36:59: also natürlich Die alte Binsehandel ist Wandel aktueller denn je.

00:37:05: in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit kommt KI noch dazu.

00:37:08: Wir haben das ganze online Thema was den Handel transformiert hat gar nicht unbedingt zum Negativen.

00:37:15: nur für diejenigen, die das lange Zeit ignoriert haben ist der Druck hoch geworden.

00:37:20: wir haben aber auch ganz operative Themen.

00:37:22: Das Thema Fachpersonal zu finden, das Thema Nachfolgegrad in den mittelständischen Unternehmen.

00:37:28: Wer möchte denn aus der jungen Generation dann auch das Unternehmen der Eltern wirklich noch fortführen mit den Arbeitszeiten?

00:37:35: Mit den Risiken?

00:37:36: Mit der geringen Marge im Handel?

00:37:38: Das ist ein ganz großes Thema und wir sehen es in den Statistiken dass natürlich auch es zu einer Überalterung der Inhaber kommt.

00:37:45: Das heißt immer weniger junge rechtzeitig einsteigen so dass wir davon einem ganz großen Thema stehen mit allen Gesprächen, die wir mit großen Verbundgruppen führen.

00:37:55: Und dann sind es natürlich klassische Strategie-Themen.

00:37:58: Wo wollen wir eigentlich hin?

00:37:59: Was ist unser USP in dieser sich verändernden Welt?

00:38:04: Sind wir nach wie vor diejenigen, die über eine stationäre Kompetenz kommen, sind wir im Multi Channel Anbieter, die die Welt miteinander verbinden und der ein oder andere setzt vielleicht stärker auf eCommerce.

00:38:15: Und das Nächste ist, was heißt das für unseren Sortiment?

00:38:17: Was heißt es für unseren Preisaufbau?

00:38:19: Was heisst das für unser Beratungs-Blogi und für unsere Services.

00:38:22: Also all das sind Themen die uns tagtäglich beschäftigen und in denen wir den Händlern Hilfe anbieten können und anbieten dürfen von klein bis groß und ich auch trotz vieler Aufgaben selbst immer noch mal wieder beraten darf hin und wieder... Das ist eine Leidenschaft!

00:38:41: Deswegen freue mich, dass dort neben den vielen Führungsaufgaben tatsächlich auch noch operativ im Geschäft aktiv bin.

00:38:49: Ja, diese Leidenschaften, wenn man dich kennt, die merkt man auch sehr intensiv.

00:38:52: Vielen Dank dir!

00:38:56: Noch ein Punkt dazu, KI klar in aller Munde teilweise auch mit Sorge besetzt da finde ich ja immer mal wieder wichtig dass man das in Relation setzt auch zur Kraft des stationären Handels.

00:39:11: hast du hier eine Botschaft die du noch mal an unsere Hörerinnen mitgeben möchtest.

00:39:17: Ja, also mich haben in den letzten Wochen zwei Veranstaltungen geprägt und eine ganz wunderbare Veranstaltung von Bonial in Berlin.

00:39:25: Da haben wir uns glaube ich auch zum letzte Mal gesehen.

00:39:28: da war dann eine Dame, die sich selbst auch Strategieberaterin genannt hat.

00:39:32: es ging vor allen Dingen um Agentic Commerce.

00:39:36: Und ich habe sie am Ende des Vortrags dann gefragt, wenn Sie von Agente-Commerce redet.

00:39:41: Dann meint sie wahrscheinlich e-Commercer weil so ein Agent fährt ja nicht mehr im Einkaufswagen durch den Supermarkt und das hat sich bestätigt.

00:39:47: und was ich da so bisschen schwierig finde, da waren ja über hundert Händler mit dem Raum dass der Anteil Einkaufens am gesamten Umsatz im einzelnen Handel ist noch wahnsinnig hoch.

00:39:59: also wir reden von einem e-commerce Anteil der liegt irgendwo so bei dreizehn vierzehn Prozent Das sind immerhin auch hundert Milliarden, also es ist nicht wenig.

00:40:05: Das soll gar nicht das Ganze schmählen aber wir haben immer noch sieben Achtzig, sechsen Achtzig Prozent die stationär getätigt werden.

00:40:12: Die gute Dame, Sie hatten einen super Vortrag gehalten, sprach vom Jahr zwei Tausend Dreißig und brach dann aber auf den fliegenden Tourenschuhen.

00:40:19: Und dass dann Agenten alles für uns einkaufen und die Prognose für Zwei Tausends dreißig liegt irgendwie bei Zwischen vierzehn und fünfzehnt prozent sind.

00:40:26: wenn man noch bei Fünfund Achtzeig Prozent.

00:40:28: und jetzt nehmen wir mal an, dass tatsächlich dieser Agentic-Commerce Anteil Vielleicht ein Prozent, zwei Prozent ausmacht es immer noch viel Geld.

00:40:35: Ein oder zwei Milliarden?

00:40:36: Ein Markt der in dreieinhalb Jahren einen bis zwei Milliarden groß ist finde ich jetzt nicht wenig.

00:40:40: Dann reden wir wenn man das mal übersetzt von Null Komma Eins sechs Prozent des gesamten Handels und da finde ich es immer ein bisschen schwierig, wenn man dann alle verrückt macht.

00:40:49: Es wird alles von Agenten eingekauft.

00:40:51: Null Komma Eins Sechs Prozent im Vergleich zu Alles wird von Agenden einkauft.

00:40:54: Das ist das erste Event gewesen.

00:40:56: Dann war ich letzte Woche auf dem Miracle Summit.

00:40:59: Miracle machen große Datenplattformen, Marktplätze für Onlinehändler... Und da ging es sehr stark um Retail Media und um Agente-Commerce, aber nicht darum das Agenten einkaufen.

00:41:11: Wir wissen auch ob Maillard hat es gerade eingestellt bis auf Weiteres den Checkout sind stärker auf das Thema Retail media gegangen.

00:41:18: Das heißt was ich schon glaube und da bin ich voll bei der Dame auch die in Berlin vorgetragen hat dass wir als Händler uns vorbereiten müssen wie funktioniert die Suche nach Produkten, wie funktioniert die Customer Journey?

00:41:31: Die wird in allermeisten Fällen in der Zukunft in einem LLM oder einem von LLm gestützten Suchmaschinenumfeld funktionieren.

00:41:38: Das heißt natürlich ist es total wichtig dass ich mich auf diese Agenten die Informationen bereitstelle einstelle das sich Informationen den Agenten anbiete.

00:41:48: dieses Geo kann man Geo nennen kann man auch sagen Es ist einfach ein Seeho.

00:41:53: im anderen Kontext das kann jeder für sich selbst entscheiden.

00:41:56: aber Was ich meine ist, ich muss natürlich für jede Form von Suchmaschinen ob mit oder ohne KI auffindbar sein.

00:42:03: Und wenn ich zukünftig auch vielleicht per Sprache sage Hey GPD sag mir doch mal wo gerade gute Polo-Shirts im Angebot sind dann muss ich halt aufpassen dass ich als Händler oder als Polo Shirt Hersteller irgendwie da mitspiele.

00:42:16: ja weil sonst bin ich in dieser Customer-Journey abgehängt.

00:42:19: Und das wird einen ganz großen Teil ausmachen, da reden wir nicht von nur um ein sechs Prozent sondern wählen wir von einem ganz großen Anteil.

00:42:24: alle Journeys die heute schon online beginnen werden diese Transformation folgen und vielleicht wird es sogar noch ein steigender Anteil sein von Journeys, die mit genau solchen Anfragen beginnen.

00:42:34: und deswegen sage ich so zwei Dinge, die man unterscheiden muss wie viel Kauf der Agent tatsächlich wirklich selber ein mit Checkout im LLM und wie sehr beeinflusst er die Customer Journey?

00:42:44: Das erste würde ich sagen ist überschaub... ist gut, wenn man sich damit beschäftigt.

00:42:47: Vielleicht gibt es ein paar Use-Cases, wo das auch sinnvoll ist gerade bei den Low-Envolve mit Routen.

00:42:53: Ich habe ja vier Kids und wenn ich mir überlege wie oft einmal ein Spar-Abo für Windeln geändert hat weil keiner möchte diese Möbelkartons mit Windeln nach Hause schleppen.

00:43:01: zum Glück sind die Jüngsten gerade so ein bisschen raus aus dem Alter.

00:43:06: Das Problem haben wir also nicht mehr, dann hätte das Superl auch eine Gent für mich hier übernehmen können.

00:43:10: So irgendwie alle paar Monate sagen Mensch die kleine Helena der kleine Leopold müssten doch jetzt ein Neu-Windelgröße haben.

00:43:16: ich habe neuesten Angebote recherchiert.

00:43:18: Ich stelle das mal um.

00:43:19: Das wäre toll gewesen.

00:43:20: so musste ich das immer nach und rein machen wenn meine Frau mich aufmerksam gemacht hat.

00:43:23: Die passen nicht mehr.

00:43:24: Also insofern gibt es Use-Cases und das andere, der für größere Bereich ist natürlich die Informationsroute.

00:43:30: Wie komme ich denn ins relevant set?

00:43:31: Wie komme mich dann auf den Einkaufszettel?

00:43:33: Wie komm' ich denn in die Suche an die Customer

00:43:35: Journey?".

00:43:37: Und ich möchte gerne noch namentlich die Dame erwähnen, die auf dem Bonnial Retail damit gesprochen hat nur um sie zuzuordnen.

00:43:46: Das sind die Yasminseite von Different.

00:43:49: Sehr gut, genau.

00:43:50: Grüße gehen raus!

00:43:50: Jasmin bitte nicht böse nehmen.

00:43:52: mir war nur die Klarstellung wichtig.

00:43:53: ich finde es total wichtig dass das in den LLM's der große Rolle spielen auch bei der Suche nur dass es halt beim realen Einkauf noch eine etwas untergeordnete Rolle hat.

00:44:02: Ja prima Damit kommen wir langsam auf die Zielstraße.

00:44:08: Ich möchte dich gerne einem Branchengewitter stellen oder dich ins Fragenbällebad werfen.

00:44:15: wie auch immer, dazu habe ich einige Branchen herausgepickt wenn du da bitte ganz kompakt deinen Eindruck gibst.

00:44:25: Lebensmittelhandel!

00:44:27: Lebensmittelhandel, da ist vor allen Dingen Effizienz wichtig.

00:44:31: Also man möchte schnell günstig verlässlich einkaufen dann ist das eine positive Customer Journey geht um Orientierung, Wegeführung, Verfügbarkeit, Self-Checkout und das zeigt auch da dass es in Form von Erlebnis fernab von Events.

00:44:43: Consumer

00:44:45: Electronics?

00:44:47: Consumer Electronics sehr stark im Im eCommerce verhaftet inzwischen auch durch viele eCommerse Anbieter und haben so ein bisschen das Problem, dass auch sehr viele billige Angebote gerade von den Fernosplattformen kommen.

00:45:06: Nichtsdestotrotz halte ich auch darstationären Handel grad wenn er wieder stärker an Innenstädte verlagert wird für sinnvoll weil sehr beratungsintensive Produkte angeboten werden.

00:45:14: Insofern zweigeteilte Meinung.

00:45:18: Möbel!

00:45:20: Total schwer gerade, aus ganz verschiedenen Gründen.

00:45:25: muss ich ein bisschen länger Antwort mir ausnehmen.

00:45:28: Wir haben natürlich eine Situation mit einer hohen Sparneigung und der geringen Anschaffungsneigung, wir haben extrem lange Kaufzügtungen.

00:45:35: zu Corona hat jeder seine Wohnung seinen Garten aufgemöbelt im wahrsten Sinne des Wortes.

00:45:39: das heißt da sind immer noch Nachwirkungen nach diesem absoluten Branchen hoch nach so einer Sonnenkonjunktur mürbeln stehend extremen Unterdruck mit den großen Flächen mit sinkenden Frequenzen.

00:45:50: Und was aber spannend ist letzter Satz dazu, dass ja der Online-Anteil zwar nicht besonders hoch ist.

00:45:56: Ich glaube so fünfzehn, sechzehnt, siebzehn Prozent sind irgendwo jetzt.

00:45:59: Fünfundneinzig Prozent davon kommen aber von den stationären an das als in vielen anderen Warengruppen.

00:46:03: Das heißt sehr stark der E-Commerce getrieben von den großen stationären Anbietern.

00:46:08: und zuletzt

00:46:11: Fahrrad.

00:46:13: Fahrrad war ja zur Corona-Zeit absoluter Hype, da ging es nur darum das was man gekriegt hat zu verteilen an die lange Warteliste.

00:46:22: Man kennt das so ein bisschen aus der Seefahrt, bei schönem Wetter sind die meisten gute Kapitäne.

00:46:26: Jetzt wo der Wind tatsächlich richtig entgegenblässt zeigt sich natürlich bei vielen Fahrrad-Händlern auch wer gut wirtschaften kann, wer gut bestellen kann.

00:46:35: Das ist eine Branche, wo wir sehr intensiv seit Jahren beraten und wo es inzwischen natürlich auch im Überbestände um die Qualitätssicherung geht.

00:46:42: also Fahrrad nach wie vor spannend aber nicht jeder braucht ein zweites E-Bike und drittes Gravel Rad.

00:46:48: Insofern auch da eine hohe Markzettigung.

00:46:50: und ja, da ist das Geschäft deutlich schwer geworden als noch vor drei, vier Jahren.

00:46:56: Und damit zu meinen letzten zwei Fragen.

00:47:00: Lieber Johannes ich frage es uns gerne auch nach Kraftquellen.

00:47:04: Ja was gibt dir Kraft in deinem Fall?

00:47:06: Du bist für mich der Sturazell hießen.

00:47:09: Übrigens neuerdings ein Schohase letztes bei SternTV.

00:47:14: Da braucht man nicht fragen, wo nimmst du Kraft her?

00:47:16: Da ist eher die Frage wie findest du zur Ruhe.

00:47:20: Ja das ist eine super Frage.

00:47:22: ja was ich tatsächlich versuche bewusst auch und das möchte ich auch dass alle meine Mitarbeitenden sich das auch ähnlich nehmen also mir bewusst Freiräume zu nehmen wenn es mal wieder in den Wochen lang ganz viel gab ganz viel unterwegs und lange Zeiten, dann nehme ich mir auch mal einfach die Freiheit am Freitag schon um fünf oder vier aus dem Büro.

00:47:45: Und dann halt einfach an die frische Luft mit den Kids im Garten... Also die Kinder sind natürlich eine Riesenkraftquelle!

00:47:50: Und dabei hinaus sind es ganz viele Routinen, also da kommt man jetzt auch wieder ein eigen Podcast zu machen.

00:47:56: Also alles was mit Artentechnik zu tun hat, mit autogenem Training, progressive Muskelrelaktation... Ich mach tatsächlich nach wie vor ich komme viel zu selten dafür aber so einmal die Woche schaffe ich's noch Tai Chi bei uns auf der Dachterrasse hier in München über den Dächern von München.

00:48:10: Das ist dann auch nur eine halbe drei Viertel Stunde.

00:48:12: das gibt mir wirklich Kraft.

00:48:13: Es ist einmal verbunden in der Art und Bewegungstechnik Und so, ich laufe viel an der frischen Luft.

00:48:20: Ich versuche mich fit zu halten.

00:48:23: Ich nehme auch das eine oder andere an Supplements.

00:48:24: also es ist wirklich tatsächlich so dass ich versuche diesen Du hast du so schön Dural-Zellhäschen genannt diesen eher doch recht fordernden Aufgaben gerecht zu werden.

00:48:38: Aus Familien mit vier Kindern, aus noch Ehrenamt bin im Marketing Club noch im Vorstand das ist auch ein Thema was mir sehr viel Spaß macht haben wir gar keine Zeit gehabt was mich ja auch in dem Bereich Marketing nach wie vor bewegt und dann eben halt den ganz verschiedenen Aufgaben hier bei der BBE.

00:48:53: Ja also es ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:48:55: Wie kommt man zur Ruhe?

00:48:56: Wie schafft man selbst Freiräume für Ruhe?

00:49:00: Nein, also ich sehe schon du bist ein Tausend Sasser.

00:49:02: Das nächste Mal ein Podcast zum Thema Longevity.

00:49:05: Mach mal gerne!

00:49:07: Ja damit zu meiner letzten Frage Wenn Du Dir einen Wunschprojekt malen könntest zeichnen könntest was wäre das?

00:49:20: Was würdest Du gerne begleiten?

00:49:21: Also das ist eine tolle Frage.

00:49:23: Ich habe tatsächlich sogar zwei ganz konkrete im Kopf.

00:49:28: über das eine darf ich leider gar nicht reden.

00:49:29: Das andere kann ich andeuten, dass wäre tatsächlich ein Wunschprojekt was schon auch geplant ist mit der Universität zusammen nämlich das ganze Thema Erlebnis pro Quadratmeter-Erlebnissem Handel ein bisschen weg zu bewegen vom Busward hin zu einem schachtlichen Konzept und Kausalmodell.

00:49:48: Das gibt es bereits.

00:49:49: wir haben auch deutschen viel gearbeitet auch mithändlern aber das tatsächlich mal in einem großen Projekt mit AB Tests Publikationsreif mit einem meiner Professoren aus Münster, der auch mein zweiter Doktorvater war.

00:50:04: Tatsächlich auf ganz andere Beine zu stellen weil man natürlich häufig hört ja dass die nächste Marketing-Saudi durchs Dorf getrieben wird und das ist es natürlich nicht.

00:50:11: also Erlebnis wir haben vorhin das nur angedeutet ist in allen Handelsbranchen einen unterschiedlichen Kontext zu setzen auch nach Positionierung nach Zielgruppe und auch nach Affinität der Zielgruppen was digitales angeht.

00:50:23: Das wäre ein tolles Projekt, was ich gerne machen würde auch über längeren Zeitraum begleiten den Nachweis, was trägt eigentlich zum echten Erlebnis dabei?

00:50:31: Ist es das Personal?

00:50:32: ist es die Atmosphäre?

00:50:33: ist es der Ladenbau?

00:50:35: ist das Sortiment?

00:50:36: ist es das Visual Merchandising?

00:50:38: ist des Service?

00:50:40: ist es Entertainment?

00:50:41: sind's tatsächlich Events?

00:50:43: und dass alles in Teil der Antwort nur das noch ein bisschen genauer zu erforschen mit einem Händler.

00:50:49: herzliche Einladung an alle die zuhören Der zu freien Projekt.

00:50:53: Lieber Johannes, ich danke dir sehr für dieses inhaltlich starke, erfrischende und persönlich mich so begeisternde Gespräch und wünsche dir alles Gute!

00:51:07: Bis bald!

00:51:07: Liebe Nina, ich Danke dir.

00:51:08: es hat total Spaß gemacht.

00:51:09: bis ganz bald.

00:51:10: Wenn dir der Podcast gefällt, dann bewerte uns doch gerne bei Spotify und Apple Podcasts.

00:51:14: Und helf uns so noch weitere spannende Persönlichkeiten in den Podcast zu bringen!

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